Salbei trocknen – das muss ich dabei beachten

Salbei
Salbei

Während der Erntezeit sind häufig derart viele Pflanzenteile vorhanden, dass sie konserviert werden müssen. Salbei Trocknen ist hierfür eine sehr gute Möglichkeit. Wichtig dabei ist, dies möglichst schonend zu tun, damit die Inhaltsstoffe sowie das Aroma weitestgehend erhalten bleiben.

Kann man Salbei trocknen?

Salbei lässt sich hervorragend trocknen. Durch diese Art der Konservierung bleibt er bis zu zwei Jahre lang haltbar und kann so bis zur folgenden Ernte und noch darüber hinaus verwendet werden.

Oder lieber einfrieren?

Betrachtet man die Salbeiblätter, so muss man feststellen, dass diese ausgesprochen robust wirken. Diese Eigenschaft trägt dazu bei, dass sie sich auch sehr gut einfrieren lassen. Es besteht keine Gefahr, dass sie nach dem Auftauen zermatschen und somit nur noch als Brei zu verwenden sind.

  • Salbei kleinhacken
  • Kräuter in Eiswürfelbehälter füllen, bis diese zu etwa zwei Dritteln voll sind
  • Behälter mit Speiseöl auffüllen
  • Einfrieren

Bei Bedarf können die Salbeiwürfel einzeln entnommen und den Speisen zugefügt werden.

Theoretisch lässt sich Salbei auch in ganzen Blättern einfrieren. Ob dies sinnvoll ist oder nicht, sollte jeder für sich entscheiden. Für gewöhnlich ist es jedoch so, dass die Kräuter eher in kleingehackter Form verwendet werden.

  • Salbeiblätter auf einer Lage Frischhaltefolie auslegen, so dass sie sich möglichst nicht berühren
  • Vorsichtig mit Olivenöl bestreichen
  • Folie zusammenrollen
  • Einfrieren

Zum Entnehmen wird die Rolle einfach wieder ausgerollt und die gewünschte Anzahl Blätter entnommen.

Salbei trocknen – Vorbereitung

Zunächst muss der Salbei geerntet werden. Danach sollten die Pflanzenteile vorsichtig ausgeschüttelt werden, um Staub, Schmutz sowie kleine Insekten loszuwerden. Bei sehr starken Verschmutzungen kann es sogar notwendig sein, den Salbei kurz unter kaltem, fließendem Wasser abzuspülen. Dies sollte jedoch nur im äußersten Notfall gemacht werden, da eine Befeuchtung direkt vor dem Trocknen nicht sinnvoll ist.

Darüber hinaus sollten die Blätter sorgfältig auf weiße Flecken hin kontrolliert werden. da diese ein Indiz für Mehltau sein können, sollten betroffene Pflanzenteile nicht verwendet werden.

Für Tee

Sämtliche unten genannten Methoden zum Salbei Trocknen können zur Herstellung von Tee angewendet werden.

Zum Räuchern

Salbeibündel zum Räuchern
Salbeibündel zum Räuchern

Salbei eignet sich hervorragend zum Räuchern. Besonders im esoterischen Bereich wird er hierfür gerne verwendet. Allerdings ist es eigentlich der Weiße Salbei, der jedoch nur im Südwesten der USA sowie in Mexiko vorkommt. Also bleibt einem hierzulande nichts anderes übrig, als sich mit dem Echten Salbei zufrieden zu geben – was im Übrigen sehr gut möglich ist.

Zum Räuchern wird der Salbei in dicht gepressten Bündeln verwendet, in den sogenannten „Smudges“. Hierfür wird ein Faden verwendet, der etwa doppelt so lang wie das Kräuterbündel ist und aus natürlichen Materialien besteht. Die gewünschte Anzahl Salbeitriebe wird zu einem kleinen Bündel zusammengefasst, danach wird der Faden von den Schnittstellen bis zu den Blattspitzen gelegt. Nun wird der Faden auf dem Weg zurück zu den Schnittstellen immer wieder fest um das Bündel gewickelt. Wenn alles richtig gemacht wurde, befinden sich dann die beiden Fadenenden nebeneinander am unteren Ende des Salbeibündels. Dies wird kopfüber an einem trockenen, luftigen und warmen Ort aufgehängt.

Dort dauert es etwa eine Woche, bis es trocken ist. Dies ist der Fall, wenn es bei Berührung leise knistert.

Methoden zum Salbei Trocknen

Grundsätzlich gibt es vier verschiedene Methoden, wie sich Salbei trocknen lässt:

  • An der Luft
  • Im Backofen
  • In der Mikrowelle
  • Im Dörrgerät

An der Luft

Wer seinen Salbei an der Luft trocknen möchte, geht wie folgt vor:

  • Salbei zu kleinen Bündeln zusammenbinden
  • Bündel kopfüber an einen trockenen, luftigen und warmen Ort aufhängen

Nach ein bis zwei Wochen ist der Salbei komplett getrocknet und kann in Gefäße gefüllt werden.

Gartenbista-Tipp: Zum Trocknen einzelner Salbeiblätter werden diese auf Zeitungspapier an einen dunklen, trockenen Ort gelegt.

Im Backofen

Der große Vorteil beim schnellen Salbei Trocknen liegt darin, dass kaum ein Aromaverlust geschieht. Der Backofen ist sehr gut hierfür geeignet, allerdings ist diese Methode im Gegensatz zur Lufttrocknung nicht umweltschonend:

  • Ofen auf 40°C Umluft vorheizen
  • Backbleche mit Backpapier auslegen
  • Salbeitriebe sowie -blätter so auf dem Backpapier ausbreiten, dass sie sich nicht berühren
  • Bleche in den Backofen schieben
  • Tür mit einem Kochlöffel oder ähnlichem so fixieren, dass sie sich nicht komplett schließt
  • Alle 30 Minuten die Pflanzenteile wenden

Nach 6-8 Stunden ist der Salbei trocken. Nun muss er abkühlen, bevor er in Aufbewahrungsbehälter umgefüllt werden kann. Keinesfalls noch warmen Salbei lagern!

In der Mikrowelle

Er dringend getrockneten Salbei benötigt, kann die Mikrowelle zur Hilfe nehmen. Dabei sollte man jedoch bedenken, dass sehr viele ätherische Öle verlorengehen:

  • Gewünschte Menge Pflanzenteile möglichst nebeneinander in ein mikrowellengeeignetes Gefäß geben
  • Mikrowelle auf 200°C einstellen
  • Alle 10 Sekunden den Trocknungsgrad überprüfen

Sollten die Kräuter übereinander liegen, müssen sie alle 15 Sekunden gewendet werden.

Salbei trocknen im Dörrgerät

Luftgetrockneter Salbei
Luftgetrockneter Salbei

Wer ein Dörrgerät besitzt, kann dieses ebenfalls zum Salbei Trocknen verwenden:

  • Pflanzenteile auf den Siebböden verteilen, so dass diese zu maximal 90 % bedeckt sind
  • Die Gradzahl laut Herstelleranweisung einstellen
  • 6 – 8 Stunden trocknen

 

Sollte keine gleichmäßige Trocknung erfolgen, müssen die Siebe getauscht werden.

Salbei ernten

Wenn sich die Salbeipflanzen im Garten recken und strecken, juckt es die meisten Hobbygärtnern in den Fingern: sie möchten umgehend mit der Ernte beginnen. Dies ist zwar möglich, dennoch zahlt sich hierbei ein wenig Geduld aus: erfolgt die Ernte erst kurz vor der Blüte, so sind die Pflanzen am aromareichsten. Grund hierfür ist die sehr hohe Konzentration an ätherischen Ölen.

Zeitpunkt

Für gewöhnlich blüht der Salbei im Juni/Juli. Die Ernte sollte demzufolge kurz davor erfolgen. Wer jedoch keinen Wert auf qualitativ besonders hochwertige Kräuter legt, kann seinen Salbei während oder nach der Blüte ernten.

Auch die Tageszeit ist von Bedeutung: optimal ist der Vormittag, da dann die ätherischen Öle in großer Menge vorhanden sind. Auch, wenn nur Blätter benötigt werden: es sollten grundsätzlich komplette Triebe oder zumindest deren Spitzen abgeschnitten werden. Wichtig ist, dass mindestens 10 cm des Astes stehengelassen werden, damit die Pflanze wieder neu austreiben kann.

Gartenbista-Tipp: Am Vortag vor der Ernte den Salbei vorsichtig abduschen; am Erntetag muss er allerdings komplett trocken sein!

Tipps & Tricks

  • Salbei möglichst umgehend nach der Ernte trocknen, da eine längere Lagerung zu Lasten des Aromas sowie der Heilwirkung geht.
  • Salbei nach dem Trocknen in luftdichten Gefäßen
  • Bei längerer Lagerung empfiehlt sich eine regelmäßige Kontrolle, da es gelegentlich zu Schimmelbildung sowie Schädlingsbefall kommen kann.

 

Symbolgraphiken: © 5ph – stock.adobe.com; Serena Williamson – stock.adobe.com; mmphoto – stock.adobe.com


, Kategorie: Kräuter

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