Salbei schneiden – wann und wie der richtige Schnitt wo gelingt

Salbei
Salbei

Der aromatisch duftende Salbei findet sowohl als Heil- als auch als Würzpflanze Anwendung. Kein Wunder also, dass es sich bei dem mediterranen Halbstrauch um eines der beliebtesten Kräuter handelt, welches in heimischen Gärten kultiviert werden können. Mit einer üppigen Ernte ist jedoch nur dann zu rechnen, wenn der Salbei richtig geschnitten wird. Doch was ist alles beim Salbei Schneiden zu beachten?

Warum soll Salbei geschnitten werden?

Manch ein Gartenbesitzer möchte seinen duftenden, dekorativen Gartensalbei nicht einschränken und lässt ihn unkontrolliert wuchern. Dies mag zwar anfänglich schön aussehen, führt aber schnell dazu, dass die Pflanzen verholzen. Aufgrund dieser Verholzung fällt die Ernte sehr überschaubar aus – der eigentliche Sinn und Zweck des Salbei Anbaus entfällt somit. Ein regelmäßiger Schnitt ist somit unumgänglich. Doch Vorsicht: einfach ein Schnittwerkzeug schnappen und loslegen ist nicht ratsam: wird die Salbeipflanze zu tief abgeschnitten, bildet sich nur ein spärlicher Neutrieb, der zudem im Winter erfriert. Wird hingegen zu viel entfernt, führt dies wiederum zu einem unkontrollierten Höhenwachstum des Salbeis, welcher zudem noch unentwegt verholzt. In beiden Fällen ist nicht mit einer üppigen Ernte zu rechnen; ein wenig Knowhow und Fingerspitzengefühl sind demzufolge beim Salbei Schneiden gefragt.

Wissenswertes über Salbei

Um richtig schneien zu können, müssen die Vegetationsphasen des Gartensalbeis bekannt sein:

  • Salbeipflanzen verholzen im unteren Teil, wobei Triebe der laufenden Saison kaum verholzen
  • Aus jenen verholzten Trieben, welche überwintert haben, entsteht der neue Austrieb
  • Salbei gedeiht krautig, wobei der neue Zuwachs im Winter abstirbt

Zeitpunkt – die besten Schnitttermine zum Salbei Schneiden

Im späten Winter beziehungsweise zeitigen Frühjahr muss der Salbei seinen ersten Rückschnitt bekommen. Dieser dient dazu, verwelkte und/oder erfrorene Pflanzenteile zu entfernen und somit Platz für frischen Austrieb zu schaffen.

Achtung: Dieser Schnitt erfolgt erst ab dem zweiten Jahr!

Da der Salbei spätestens nach den Eisheiligen (Mitte Mai) mit seinem Austrieb beginnt, muss ab Ende Mai regelmäßig der krautige Austrieb zurückgeschnitten werden. Dies geschieht den gesamten Sommer hindurch. Im August erfolgt der letzte Schnitt; keinesfalls sollte der Salbei noch im Herbst geschnitten werden, damit die Pflanze den Winter gut überstehen kann.

Nach der Blüte schneiden?

Wird der Salbei direkt nach der Blüte geschnitten, wird dadruch eine unkontrollierte Selbsaussaat verhindert. Wer diese jedoch möchte, lässt die Blütenstände einfach bis zur Samenreife stehen.

Anleitung – Schneiden oder Zupfen?

Beim Schnitt im Spätwinter ist es wichtig, dass dieser an einem frostfreuen und trockenen Tag durchgeführt wird:

  • Erfrorene/verwelkte Pflanzenteile bis ans Holz zurückschneiden
  • Laub komplett herausschneiden
  • Zwei oder drei älteste Zweige an der Basis abschneiden
  • Zur Verringerung des Umfangs der Pflanze können zudem noch weitere Äste entfernt werden

Sollen nur einige Blätter geerntet werden, beispielsweise für den täglichen Gebrauch, so kann dies gerne durch Zupfen geschehen. Bei einer großen Ernte hingegen sollten die Triebe abgeschnitten werden, um weder sie noch die Pflanze zu beschädigen. Dasselbe gilt für den Rückschnitt des krautigen Austriebs, welcher selbstverständlich ebenfalls zum Verzehr verwendet werden kann.

Ob zudem die Blüten entfernt werden sollen oder nicht, hängt davon ab, ob eine Selbstaussaat gewünscht wird oder nicht. Ist dies der Fall, so verbleiben die abgeblühten Blüten an den Pflanzen, bilden Samen und sorgen somit selbst für ihre Vermehrung. Die Blütenstände werden dann erst im August abgeschnitten.

Möchte man als Gartenbesitzer hingegen die Kontrolle über das Kraut behalten, so sollten die Blütenstängel regelmäßig zurückgeschnitten werden.

Salbei zurückschneiden – Video von YouTube

Wie das Salbei Schneiden in der Praxis durchgeführt wird, erfahren Sie hier:

Gartenbista-Tipps & Tricks

Da ab dem vierten Lebensjahr der Ertrag bei Salbeipflanzen deutlich zurückgeht, empfiehlt es sich, ältere Exemplare zu entsorgen und durch junge zu ersetzen! Ein Standortwechsel ist dabei nicht erforderlich.

 

Graphiken: © KD_65 – Fotolia.com


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