Pfefferminze: Pflanzen, Anbau & Ernte

Ob im Sommer als kühle Erfrischung oder an kühleren Tagen als wärmendes Getränk: ein Pfefferminztee ist immer eine gute Alternative – ganz besonders, wenn er aus frischen Blättern hergestellt worden ist. Doch bevor es soweit ist und er in den Genuss eines solchen Getränkes kommt, hat der Hobbygärtner noch ein wenig Arbeit vor sich: Anbau und die Pflege der Pfefferminze. Zum Glück kann hier wirklich von „ein wenig“ gesprochen werden, denn dieses Küchen- und Heilkraut ist weitestgehend anspruchslos…

Pfefferminze Pflanzen – Steckbrief von Gartenbista:

Wissenswertes über das Heilkraut

Pfefferminze ist eine von 52 Sorten „Minze“. Sie wird zwischen 10 und 80 cm hoch. Aufgrund ihrer Heilwirkung zählt die Pfefferminze seit 2004 zu den Arzneipflanzen. Die Pflanzen sind winterhart; ein einfacher Rückschnitt ohne besondere Technik reicht vollkommen aus. Generell sollte Pfefferminze aber mehrmals im Jahr geschnitten werden, um Wildwuchs zu vermeiden. Pfefferminze kann vom Frühjahr bis hin zum ersten Frost geerntet werden; ihre Blütezeit ist von Juni bis August.

360°-Video von der Pfefferminze (Mentha piperita)

In diesem Gartenbista-Video zeigen wir Ihnen in einer 360°-Ansicht, wie die Pfefferminze (Mentha piperita) aussieht.

360°-Video von der Pfefferminze (Mentha piperita)- Gartenbista-Videostudio, gedreht im April

Pfefferminze Standort: starke Sonneneinstrahlung

Pfefferminze wächst sowohl in Tontöpfen als auch direkt in dir Erde gepflanzt. Bei der Wahl des Standortes ist zu beachten, dass diese Pflanze viele Wurzeln entwickelt und stark wuchert. Es sollte also im Vorfeld ein Plätzchen gesucht werden, an welchem sie ungestört ihre Vermehrung praktizieren kann – oder halt kontrolliert in einem Tontopf.

Obwohl winterhart, empfiehlt es sich, in einen Topf gepflanzte Pfefferminze den Winter über ins Haus zu holen.

Pfefferminze mag keine zu starke Sonneneinstrahlung, sondern lieber einen halbschattigen bis schattigen Standort. Obwohl die Pflanzen Feuchtigkeit schätzen, ist Staunässe unbedingt zu vermeiden. Zu beachten ist beim Pfefferminze pflanzen auch, dass der Boden nährstoffreich sein sollte, allerdings ist von einer Düngergabe abzuraten, da sich diese auf den Geschmack auswirken könnte. Eine Anreicherung des Bodens mit Humus hingegen bleibt ohne negative Auswirkungen. Alle drei Jahre sollten die Pfefferminzpflanzen umgepflanzt beziehungsweise umgetopft werden.

 

Pfefferminze pflanzen und vermehren

Eigentlich erübrigt sich dieses Thema, denn Pfefferminze vermehr sich meistens mehr, als vom Hobbygärtner gewünscht. Falls doch jemand auf die Idee kommen sollte, dieses Heilkraut vermehren zu wollen, kann dies über Wurzelausläufer, Ableger, Wurzelteilung oder Setzlinge geschehen. Zwar bilden die Pfefferminzpflanzen auch Samen an ihren Blüten, diese sind aber meistens so schwach, dass daraus kaum Jungpflanzen zu erwarten sind.

Anwendungsgebiete der Pfefferminze als Heilkraut

Pfefferminze beziehungsweise ihre ätherischen Öle wirkt krampflösend und wird deshalb hauptsächlich bei Magen-Darm-Beschwerden eingesetzt: bei Reizdarm oder Völlegefühl. Zudem ist Pfefferminze appetitanregend und gallenbildend.

Pfefferminze ernten und trocknen

Verwendet werden sowohl die Blätter als auch die Triebspitzen. Entweder schneidet man die kompletten Pflanzen ab, bindet sie zu einem Sträußchen und trocknet sie kopfüber, oder aber man schneidet die Blätter einzeln ab und lässt sie auf Papier ausgelegt trocknen. Wichtig ist, diese dann nach dem Trocknen in einem gut verschlossenen Gefäß aufzubewahren.

Pfefferminztee herstellen

Zur Herstellung eines Pfefferminztees werden entweder frische oder getrocknete Blätter verwendet. Je nach gewünschtem Stärkegrad werden sie in eine Kanne beziehungsweise Tasse gegeben und mit heißem Wasser übergossen. Nach circa 10 Minuten ist der Tee dann fertig. Je länger er zieht, desto intensiver ist er im Geschmack.

Pfefferminze zur Schädlingsabwehr einsetzen

Pfefferminze wird selten von Schädlingen heimgesucht. Lediglich Minzblattkäfer und gelegentlich Blattläuse siedeln sich auf den Pflanzen an. Ihre ätherischen Öle wirken sogar abschreckend gegen ungebetene Gäste: Ameisen, Kartoffelkäfer, Erdflöhe und Mäuse suchen in der Regel das Weite, wenn sie irgendwo Pfefferminze wittern. Deswegen eignet sich dieses Heilkraut sehr gut zur Abwehr dieser Schädlinge.

Übrigens: Pfefferminze eignet sich auch hervorragend zur Dekoration von Speisen und als Würze für Soßen.

Bitte beachten Sie, dass gartenbista-Artikel nicht den fachlichen Rat eines Arztes, Heilpraktikers oder Physiotherapeuten ersetzen können. Außerdem übernehmen weder der Autor noch gartenbista das Risiko für eine Eigenbehandlung aufgrund dieses Artikels.

Graphik: © ExQuisine-Fotolia.com


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