Petersilie Anbau: Pflege, Pfanzen & Standort

Es gibt wohl kaum einen Gemüsegarten, in dem nicht die eine oder andere Petersilienpflanze wächst. Kein Wunder: Petersilie ist nicht nur eines der klassischen Küchenkräuter schlechthin, welches nahezu jedes Gericht geschmacklich aufpeppt, sondern besitzt zudem noch jede Menge Vitamine sowie eine Heilwirkung. Auch der Anbau ist relativ problemlos, da die Petersilie sehr pflegeleicht und robust ist.

Petersilie Pflanzen – Steckbrief von Gartenbista:

Petersilie Sorten

Petersilie wird zum einen unterschieden in Blatt- beziehungsweise Schnittpetersilie und Wurzelpetersilie. Der folgende Artikel beschäftigt sich mit dem Anbau und der Pflege von Blattpetersilie.

Die Blattpetersilie wiederum lässt sich unterteilen in glatte und krause Sorten. Doch der Unterschied liegt nicht alleine in der Optik der Pflanzen: die glatte Petersilie ist sehr gut zum Kochen geeignet und verliert selbst bei starker Erhitzung kaum Vitamine oder Geschmack. Die krause Petersilie hingegen sollte erst vor dem Servieren dem Gericht beigefügt werden – sei es als Dekoration oder in kleingeschnittener Form: sie verliert sowohl ihr Aroma als auch ihre Vitamine.

360°-Video von der Petersilie

In diesem Gartenbista-Video zeigen wir Ihnen in einer 360°-Ansicht, wie Petersilie (Petroselinum crispum) ausschaut.

360°-Video von der Petersilie (Petroselinum crispum) – Gartenbista-Videostudio, gedreht im Oktober

Petersilie Standort: sonnig bis halbschattig

Petersilie wächst am besten in lockerem, nährstoffreichem Boden. Der Standort sollte sonnig bis halbschattig sein. Das beliebte Küchenkraut wächst sowohl in der Erde als auch in Töpfen, Schalen oder Kästen. Dabei ist aber unbedingt darauf zu achten, dass Staunässe vermieden wird, die gerade in Pflanzgefäßen leicht auftreten kann.

Übrigens: Petersilie gedeiht auch im Blumentopf auf der Fensterbank!

Petersilie Aussaat ab Mitte März

Petersilie kann bereits ab Mitte März ausgesät werden, und zwar direkt an Ort und Stelle. Eine Reihenaussaat ist empfehlenswert, aber nicht zwingend erforderlich. Sollten Sie sich für eine solche entscheiden, lassen Sie bitte circa 20 cm Abstand zwischen den einzelnen Reihen. Der Samen kann leicht aus bestehenden Petersiliepflanzen gewonnen werden: dieses Kraut ist zweijährig, und nachdem es einmal dem Frost ausgesetzt gewesen ist, was in der Regel im zweiten Jahr der Fall ist, bildet es Blüten, aus denen dann die Samen entstehen.

Bei der Aussaat ist Geduld erforderlich: Petersilie wächst sehr langsam. Wer das Beet trotzdem voll ausnutzen möchte, kann schnell wachsende Gemüse- oder Kräutersorten – wie beispielsweise Radieschen oder Kresse- in demselben Beet anbauen.

Des Weiteren besteht die Möglichkeit, Petersilie vorzuziehen beziehungsweise fertige Pflänzchen im Fachhandel zu kaufen. Auch diese können bereits Mitte März ausgepflanzt werden; ein Abstand von 20 – 30 cm zwischen den einzelnen Pflanzen sollte eingehalten werden.

 

Petersilie Pflege – Tipps

  • Gießen: Petersilienbeete sollten immer schön gleichmäßig feucht gehalten werden, aber keinesfalls zu nass: erhalten die Pflanzen zuviel Wasser, lassen sie ihre Stängel hängen, welche dann absterben.
  • Düngen: Eine monatliche Düngegabe sorgt für noch kräftigeren Wuchs der Petersilie. Bitte nur Grünpflanzendünger verwenden, da Kunstdünger den Geschmack des Küchenkrautes negativ beeinflussen kann.
  • Überwintern: Petersilie ist zwar winterhart, aber in kälteren Regionen ist es empfehlenswert, ihr einen Frostschutz in Form von Reisig oder Mulch zu gönnen.

Petersilien Ernte ganzjährig

Petersilie kann ganzjährig geerntet werden, allerdings sollten die Stängel eine Mindestlänge von 15 cm besitzen. Bei der Ernte selbst ist zu beachten, dass nicht einfach wahllos irgendwelche Blättchen beziehungsweise Stängel abgerissen werden: geerntet werden sollte von unten nach oben, damit die oberen, zarten Pflanzenteile sich in Ruhe entwickeln können. Auch sollte bei der Ernte nicht allzu ruppig an der Pflanze gezerrt werden; ein sanftes Abreißen der gewünschten Pflanzenteile ist vollkommen ausreichend…

Petersilie lagern

Petersilie kann sehr gut getrocknet und in dieser Form in Gewürzdosen gelagert werden. auch ein Einfrieren ist möglich, wobei die Blätter komplett mit Stielen eingefroren werden können. ebenso ist es möglich, die Petersilie kleinzuhacken und portionsweise (zum Beispiel in Eiswürfelbereitern) einzufrieren.

Petersilien Krankheiten, Schädlinge

Petersilien sind sehr robust und ausgesprochen resistent gegenüber Krankheiten. Lediglich die Septoria-Blattfleckenkrankheit, welche sich durch braune Flecken auf den Blättern äußert, kann zu einem Problem werden. betroffene Pflanzen sollten umgehend entsorgt werden (nicht auf dem Kompost!).

Blattläuse und Drahtwürmer können ebenfalls an Petersilienpflanzen auftreten, doch nur in den seltensten Fällen ist deren Befall so gravierend, dass der Einsatz eines Pflanzenschutzmittels vonnöten ist.

Heilwirkung Petersilie: Petersilientee herstellen

Petersilie wirkt entschlackend, blutreinigend und harntreibend. Zur Herstellung eines Petersilientees einen Teelöffel getrocknete Pflanzenteile mit 200 ml heißem Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen.

Bitte beachten Sie, dass gartenbista-Artikel nicht den fachlichen Rat eines Arztes, Heilpraktikers oder Physiotherapeuten ersetzen können. Außerdem übernehmen weder der Autor noch gartenbista das Risiko für eine Eigenbehandlung aufgrund dieses Artikels.

Graphik: © focus finder-Fotolia.com


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.