Oregano Anbau im eigenen Garten: Was ist zu beachten?

satureja montanaOregano – auch als „Dost“ bekannt – hat seinen Ursprung im Mittelmeerraum und ist aus der italienischen Küche wohlbekannt. Doch auch in heimischen Gärten wird er gerne angebaut, da seine kräftige Würze den Geschmack vieler Gerichte verbessert. Darüber hinaus ist das Kraut aufgrund seines dichten Blattwerks und den vielen kleinen Blüten ausgesprochen dekorativ. Der Oregano Anbau ist denkbar einfach, so dass auch Anfänger dabei erfolgreich sein werden.

Oregano Standort

Aufgrund seiner ursprünglichen Herkunft liebt der Oregano die Sonne. Der Standort sollte demzufolge vollsonnig ausfallen, notfalls nimmt das Küchenkraut auch mit einem Plätzchen im Halbschatten vorlieb.

Der Boden sollte trocken, durchlässig und möglichst kalkhaltig sein. Ist dies der Fall, dankt es der Oregano seinem Besitzer mit üppigem Wuchs.

360°-Video von dem Oregano (Origanum vulgare)

In diesem Gartenbista-Video zeigen wir Ihnen in einer 360°-Ansicht, wie der Oregano (Origanum vulgare) aussieht.

360°-Video von dem Oregano (Origanum vulgare) – Gartenbista-Videostudio, gedreht im Mai

Oregano Pflege Tipps

  • Der Oregano darf weder zu nass noch zu trocken sein. So sollte vor jeder Wassergabe die Erde antrocknen.
  • Steht der Oregano in einem Topf, so ist in der Regel eine einmalige Wassergabe pro Woche vollkommen ausreichend.
  • Eine Düngegabe einmal im Jahr ist sinnvoll. Diese sollte – in Form von Kompost – im Frühjahr dem Boden verabreicht werden.
  • Da Oregano einen Hang zum Wuchern hat, sollte er regelmäßig geschnitten werden, und zwar eine Handbreit über der Erde. Wann dieser Schnitt erfolgt, bleibt dem Gartenbesitzer überlassen und ist auch während der Wachstumsperiode möglich.
  • Geerntet wird der Oregano direkt nach der Blüte, Ende August, wobei zu beachten ist, dass der Aromagehalt während der Blühphase am stärksten ist.
  • Nach der Ernte kann man den Oregano trocknen und so – wie viele andere Kräuter auch – den Winter über verwenden.

Oregano Vermehrung

  • Bestehende Oreganopflanzen können leicht durch Wurzelteilung vermehrt werden. Hierfür werden sie im Frühjahr oder Herbst ausgegraben und der Wurzelballen wird mit einem scharfen Messer oder Spaten geteilt. Dann werden die beiden neu entstandenen Pflanzen wieder in die Erde gesetzt.
  • Darüber hinaus ist es möglich, Oregano durch Samen zu vermehren. Diese Aussaat geschieht ab Februar, und zwar im Haus auf der Fensterbank. Alternativ kann nach den Eisheiligen eine Direktsaat ins Freie erfolgen.
  • Zu beachten ist, dass Oregano ein Lichtkeimer ist: ein Abdecken der Samenkörner ist somit nicht gestattet.
  • Das Saatgut muss immer gut feucht gehalten werden; nach circa 14 Tagen zeigen sich di ersten Keimlinge.
  • Des Weiteren ist eine Vermehrung durch Stecklinge möglich. hierfür werden circa 10 cm lange Stecklinge abgeschnitten, die unteren Blätter werden entfernt. Dann kommen die Stecklinge in ein Wasserglas, wo sie Wurzeln bilden. Ist dies geschehen, können die Pflanzen in einen Topf beziehungsweise ins Beet gepflanzt werden.

 

Oregano Krankheiten und Schädlinge

Der Oregano ist sehr resistent gegenüber Krankheiten und Schädlingen; gelegentlich wird er von Blattläusen und anderen saugenden Insekten befallen.

Oregano Überwinterung

Die meisten Oregano-Sorten sind winterhart. Dennoch ist es sinnvoll, die Pflanzen mit einer Abdeckung aus Reisig oder Stroh zu schützen, vor allem bei extrem kalten Temperaturen.

Steht der Oregano im Kübel, so kann dieser in Haus geholt werden. Dort wird er an einen kühlen Ort gebracht und nicht gedüngt. Eine regelmäßige, aber mäßige Wassergabe ist jedoch notwendig.

 

Graphik: © Scisetti Alfio – Fotolia.com


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