So einfach können Sie Minze einfrieren

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Frische Minze
Frische Minze

Die beliebte Heilpflanze wuchert und wuchert für gewöhnlich sehr. So sehr, dass man als Gartenbesitzer häufig nicht drum herumkommt, als Minze einfrieren zu müssen. Wird dies richtig gemacht, sind die Pflanzenteile mehrere Monate lang haltbar. Hier erfahren Sie, wie´s geht.

Kann man Minze einfrieren?

Minze lässt sich hervorragend einfrieren. Sie verliert kaum an Aroma und kann nach dem Auftauen für verschiedene Zwecke verwendet werden:

  • Als Tee
  • Für Erfrischungsgetränke
  • Zum Würzen
  • Zur Dekoration von Süßspeisen, Torten und Kuchen

Im Übrigen lässt sich eingefrorene Minze auch wunderbar kandieren.

Trocknen als bessere Methode?

Trocknung von Kräutern an der Luft
Trocknung von Kräutern an der Luft

Dass sich Minze gut trocknen lässt, ist allgemein bekannt. Es gibt keine schonendere und gesündere Art der Haltbarmachung. Vor allem für die Zubereitung von Tee wird getrocknete Minze sehr gerne verwendet. Allerdings ist dieses Procedere für gewöhnlich arbeitsintensiver und somit zeitaufwändiger, so dass mach ein Hobbygärtner lieber seine Minze einfriert. Wie das Kraut letztendlich konserviert wird, bleibt jedem selbst überlassen.

Haltbarkeit

Eingefrorene Minze ist sechs bis zwölf Monate haltbar. Danach könnte sie zwar weiterhin verwendet werden, ohne dass ein gesundheitliches Risiko besteht. Die Optik sowie das Aroma lassen bei zu langer Lagerung im Gefrierschrank allerdings merklich nach.

Minze richtig ernten

Bevor es ans Minze Einfrieren geht, muss diese natürlich erst einmal geerntet werden:

  • Mit einem Messer oder einer Schere die Zweige abschneiden
  • Mindestens ein Viertel des Triebes sollte dabei stehengelassen werden, damit die Pflanze wieder austreibt
  • Im Herbst können sämtliche Pflanzenteile bodennah abgeschnitten werden

Gartenbista-Tipp: In milden Regionen auch im Herbst einige Triebe stehenlassen, um auch in den Wintermonaten auf frische Minze zurückgreifen zu können.

Zeitpunkt

Frisch geerntete Kräuter
Frisch geerntete Kräuter

Die Minze Ernte ist prinzipiell ganzjährig möglich, jedoch gibt es Phasen im Leben der Pflanzen, in denen sie am aromareichsten und somit am geschmack- und gehaltvollsten sind. Dies ist vor der Blüte der Fall, also etwa Anfang Juni. Wichtig ist, dass es mindestens zwei Tage lang nicht geregnet hat, bevor geerntet werden soll.

Doch nicht nur die Jahres-, sondern auch die Tageszeit ist von Bedeutung: ideal sind die frühen Morgenstunden, da dann noch kein Aromaverlust durch Wärme sowie Sonneneinstrahlung stattgefunden hat.

Minze einfrieren Vorbereitung

Sind die Triebe abgeschnitten, sollten sie sorgfältig unter kaltem Wasser abgespült werden. Es wird zwar gelegentlich dazu geraten, die Minze ungewaschen einzufrieren, jedoch ist eine solche Methode nicht jedermanns Sache. Es können sich immer kleine Insekten und vor allem Erde an den Pflanzenteilen absetzen, die man nicht unbedingt in seinem Tee oder auf seinem Kuchen haben möchte.

Nach dem Abwaschen sollte die Minze abgetrocknet werden. Dies kann mithilfe einer Salatschleuder geschehen. Dabei ist jedoch zu beachten, dass die Kräuter nicht zu heftig geschleudert werden, da sie ansonsten zermatschen.

Auf Nummer Sicher geht man, wenn man die Minze auf ein Geschirrtuch legt und sie mit einem anderen Tuch oder Küchenkrepp vorsichtig abtupft. Im Übrigen ist ein Abtrocknen nicht notwendig, wenn das Kraut in Würfeln eingefroren werden soll.

Schneiden?

Ob man seine Minze schneiden muss oder nicht, hängt in erster Linie davon ab, ob man sie im Ganzen oder in Würfeln einfrieren möchte. Ist ersteres der Fall, erübrigt sich jede weitere Erläuterung; „im Ganzen“ bedeutet nun einmal „im Ganzen“. Soll das Kraut jedoch als Gewürz eingefroren werden, so sollte es auf jeden Fall kleingeschnitten werden. Für Tee eignen sich beide Optionen: sowohl aus ganzen Blättern als auch aus kleineren Pflanzenteilen kann das aromatische Getränk hergestellt werden.

Minze mit Stiel einfrieren?

Werden komplette Triebe eingefroren, so bleibt das Aroma nahezu vollständig erhalten. Wird die Minze später gebraucht, können zum einen natürlich die Triebe im Ganzen verwendet werden. Alternativ ist es auch möglich, nur so viele der gefrorenen Blätter abzuzupfen, wie gerade benötigt werden.

Minze einfrieren – so geht´s

  • Vorbereitete Triebe so auf einem Backblech ausbreiten, dass sie sich möglichst nicht berühren
  • Alternativ eine flache Schale verwenden
  • Blech für eine halbe Stunde in das Schnellgefrierfach des Tiefkühlschrankes stellen
  • Minze herausnehmen und in Gefrierdosen oder -beutel umfüllen
  • Erneut einfrieren
  • Zügig arbeiten, damit die Minze nicht antaut

Gartenbista-Tipp: Wer kein Schnellgefrierfach hat, kann das Blech auch in jede andere Abteilung innerhalb des Gefrierschranks stellen.

Blätter

Wer möchte, kann auch einzelne Blätter der Minze einfrieren. Diese eignen sich sehr gut zur Herstellung von Tee sowie Erfrischungsgetränken, zum Kandieren und zur Dekoration:

  • Vorsichtig die Blätter von den Stielen abzupfen
  • Blätter so auf ein Backblech oder in eine flache Schale legen, dass sie sich überhaupt nicht berühren
  • Blech in das Schnellgefrierfach stellen
  • Nach einer halben Stunde wieder herausnehmen
  • Minze in geeignete Behälter umfüllen
  • Wieder einfrieren

In Würfeln

Frische Minze portionsweise einzufrieren ist immer dann sinnvoll, wenn sie für warme Speisen oder Getränke verwendet werden soll:

  • Minze kleinschneiden
  • Alternativ kleinhacken
  • Pflanzenteile so in einen Eiswürfelbereiter füllen, dass dessen Fächer zu zwei Dritteln gefüllt sind
  • Mit kaltem Wasser auffüllen
  • Einfrieren

Gartenbista-Tipp: Anstelle von Wasser die Minze in Öl einfrieren, sondern sie ausschließlich für Speisen genutzt werden soll.

Tipps & Tricks

  • Gefrierbehältnisse grundsätzlich beschriften: Inhalt und Einfrierdatum sollten auf keinem Behälter fehlen.
  • Zur Verwendung die Minze unaufgetaut den Speisen beifügen.
  • Die Pflanzenteile nicht lange mitkochen lassen, da dies unweigerlich einen massiven Aromaverlust mit sich bringen würde.

 

Symbolgraphiken: © Anikonaann – stock.adobe.com; Galinka – stock.adobe.com; Jana Kollarova – stock.adobe.com; Pixel-Shot – stock.adobe.com


, Kategorie: Kräuter

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