Engelwurz Anbau, Pflanze, Standort und Wirkung

Engelwurz alte Kloster- HeilpflanzeVor Jahrtausenden hat ein Engel den Menschen eine Wurzel gesendet, die Heilkräfte hatte – so lautet eine Legende. Diese Wurzel erhielt daraufhin die Bezeichnung „Engelwurz“. Die Pflanze fällt besonders durch ihren hohen Wuchs und ihren purpurroten Stängel auf, an dem sich grünlich-weiße Blüten bilden. Neben der Heilwirkung, die der Engelwurz innehat, ist diese imposante Pflanze auch ein Blickfang für jeden Garten. Der Anbau derartiger Heilpflanzen ist denkbar einfach…

Engelwurz Pflanzen-Standort von Gartenbista:

Engelwurz Standort: gerne sonnig

Der Engelwurz mag es gerne sonnig, nimmt aber notfalls auch mit einem halbschattigen Standort vorlieb. Wichtig ist, dass das Plätzchen windgeschützt ist. Bei der Wahl des Standorts sollte zudem beachtet werden, dass der Engelwurz eine Höhe von bis zu 2,50 m erreichen kann; als Unterpflanzung anderer Pflanzen ist er somit nicht geeignet.

Der Boden sollte nährstoffreich und feucht sein; in zu trockener Erde wird er nicht gedeihen.

Engelwurz Pflege – Tipps

  • Gießen: Ist der Engelwurz einmal gepflanzt, benötigt er kaum Aufmerksamkeit seitens des Gartenbesitzers. Lediglich an trockenen Tagen sollte darauf geachtet werden, dass man seinem hohen Wasserbedarf gerecht wird.
  • Absterben: Drei bis vier Jahre nach der Pflanzung stirbt der Engelwurz ab.
  • Vermehrung: Der Engelwurz bildet Samen, die herabfallen. Somit erledigt er seine Vermehrung alleine. Wer dies allerdings nicht wünscht, sollte die Blüten vor der Samenreife entfernen.
  • Aussaat: Die Aussaat von Engelwurz erfolgt im Frühjahr oder Herbst an Ort und Stelle.

Engelwurz – Heilwirkung

Die Heilwirkung der Pflanze war bereits im Mittelalter bekannt: dort wurde sie gegen die Pest eingesetzt. Dies ist heutzutage nicht mehr notwendig, jedoch besitzt der Engelwurz eine Heilwirkung, die ihn in der Naturmedizin unverzichtbar macht. Vor allem wirkt er krampflösend und verdauungsfördernd.

So wird er unter anderem eingesetzt bei

  • Appetitlosigkeit
  • Blähungen
  • Gicht
  • Krämpfen
  • Rheuma
  • Völlegefühl

Verwendet wird vor allem die Wurzel, die sehr viel ätherische Öle und Bitterstoffe enthält. Aus ihr werden Tees, Tinkturen, Öle und Badezusätze hergestellt.

Achtung: wird zu viel Engelwurz verzehrt, kann dies toxische Wirkungen haben!

Bitte beachten Sie, dass gartenbista-Artikel nicht den fachlichen Rat eines Arztes, Heilpraktikers oder Physiotherapeuten ersetzen können. Außerdem übernehmen weder der Autor noch gartenbista das Risiko für eine Eigenbehandlung aufgrund dieses Artikels.

Graphik: © hjschneider – Fotolia.com


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