Winterkresse, Barbarakraut – Pflege, Standort und Aussaat

Yellow fieldsDas Echte Barbarakraut gehört – genau wie das Mittlere Barbarakraut – zu jenen Arten der Winterkresse, die sowohl in der Naturmedizin als auch in der Naturküche Anwendung finden. Die kleine Pflanze gilt als extrem anspruchslos und wird gerne in heimischen Gärten angebaut – der Erfolg ist garantiert.

Standort

Die Winterkresse ist bei der Auswahl ihres Standorts nicht wählerisch: sie wächst in der freien Natur an Feldrändern, Böschungen, Bahndämmen, Wiesen,… nahezu überall. Besonders wohl fühlt sie sich jedoch an einem sonnigen bis halbschattigen Plätzchen mit einem fechten und nährstoffreichen Boden.

Aussaat

Die Aussaat des Barbarakrauts erfolgt direkt an Ort und Stelle und ist vom Frühjahr bis in den Herbst hinein möglich. Früh im Jahr ausgesäte Pflanzen können bereits Ende desselben Jahres geerntet werden; Pflanzen der späteren Aussaat hingegen im Frühjahr des Folgejahres.

Das Barbarakraut wird in Reihen ausgesät, wobei diese einen Abstand von 20 cm zueinander haben sollten. Da es sich bei diesem Wildkraut um einen Lichtkeimer handelt, sollte das Saatgut nur leicht mit Erde bedeckt werden.

Das Barbarakraut kann eine Höhe von bis zu einem Meter erreichen. Als Unterpflanzung anderer Pflanzen ist es somit nicht geeignet, steht aber gerne in der Nähe anderer Kräuter.

360°-Video

In diesem Gartenbista-Video zeigen wir Ihnen in einer 360°-Ansicht, wie die Winterkresse (Barbarea vulgaris)aussieht.

360°-Video von der Winterkresse (Barbarea vulgaris) – Gartenbista-Videostudio, gedreht im Mai

Barbarakraut Pflege – Tipps

  • Pflanzen: Die Winterkresse braucht etwas Platz, um sich gut entwickeln zu können. Aus diesem Grund müssen die kleinen Pflanzen auf einen Abstand von circa 10 cm zueinander ausgedünnt werden, wenn sie eine Höhe von 5-8 cm erreicht haben.
  • Überwintern: Barbarakraut ist zweijährig, also winterhart. Dennoch sollte man dem Wildkraut die kalten Temperaturen ein wenig verschönern, in dem man ihm einen Winterschutz in Form von Reisig gibt.
  • Düngen: Eine zusätzliche Düngegabe ist nicht notwendig, insbesondere auf organische Dünger sollte komplett verzichtet werden.
  • Gießen: Das Barbarakraut sollte regelmäßig gegossen werden; insbesondere an heißen Tagen. Ausnahmen bestehen jedoch für jene Pflanzen, die am Rande eines Gartenteichs wachsen: bei diesen ist in der Regel keine zusätzliche Wassergabe notwendig.
  • Vermehrung: Die Winterkresse ist selbstaussäend. Wer also einmal einen Barbarakraut Anbau gestartet hat, braucht sich in den kommenden Jahren keine Sorgen über dessen Bestand zu machen.

Erntezeit

Von April bis Juni bildet das Barbarakraut gelbe Blüten. Während dieser Zeit können die Blätter einen bitteren Geschmack annehmen, was bei der Ernte zu beachten ist. Ansonsten kann die Winterkresse immer dann geerntet werden, wenn sie frische grüne Blätter (Rosenblätter) aufweist – sogar dann noch, wenn bereits der erste Schnee gefallen ist. Diese sind nämlich besonders angenehm im Geschmack (erinnern an Kresse) und besitzen ausgesprochen viele Vitamine. Allerdings sollten sie nach Möglichkeit nur in rohem Zustand verzehrt werden, da sie nur dann das beste Aroma besitzen.

Barbarakraut als Küchenkraut

Barbarakraut kann sowohl wie Spinat gekocht als auch als Salat verzehrt werden. Auch Quark verleiht die Winterkresse eine angenehme, würzig-pikante Note.

Heilwirkung

Das Barbarakraut ist sehr vitaminhaltig. Darüber hinaus enthält es viele Bitterstoffe, welche die Verdauung anregen und fördern. Winterkresse wird zudem als Wundheilmittel sowie zur Prophylaxe gegen Erkältungen sowie Harnwegsinfekte verwendet. Hierfür wird ein Tee hergestellt: 5 Gramm frische Blätter werden mit 200 ml heißem Wasser übergossen und circa 10 Minuten ziehen gelassen.

Bitte beachten Sie, dass gartenbista-Artikel nicht den fachlichen Rat eines Arztes, Heilpraktikers oder Physiotherapeuten ersetzen können. Außerdem übernehmen weder der Autor noch gartenbista das Risiko für eine Eigenbehandlung aufgrund dieses Artikels.

Barbaratag, 04. Dezember

Wie kommen Zweige in Verbindung mit der Heiligen Barbara? Der Legende nach blieb die Heilige Barbara bei ihrer Verhaftung im Jahre 306 n. Chr.  mit ihrem Kleid an einem Zweig hängen, der abriss. Sie stellte diesen ins Wasser, und genau an dem Tag, an dem sie zum Tode verurteilt wurde, fing der Zweig an zu blühen. Ihr zu Ehren wurde seitdem ihr Gedenktag (04.12.) dazu genutzt, Zweige abzuschneiden.

a) Barbarazweige: die Tradition

Am Barbaratag werden die Zweige geschnitten und in eine mit Wasser gefüllte Vase in die Wohnung gestellt. Das dort in der Regel herrschende Klima simuliert die Außentemperaturen im Frühling und führt dazu, dass die Blatt- beziehungsweise Blütenknospen wachsen und aufblühen. Nach einigen Wochen, normalerweise genau zu Weihnachten, stehen die Zweige in voller Blüte.

b) Welche Zweige eignen sich besonders gut für den Barbaratag?

  • Apfelbaum
  • Birke
  • Birnbaum
  • Forsythien
  • Goldregen
  • Ginster
  • Haselnuss
  • Holunder
  • Kirschbaum
  • Mandelbäumchen
  • Pflaumenbaum
  • Rosskastanie
  • Rotdorn
  • Schlehe

Achtung: Bitte die Zweige nicht abreißen, sondern abschneiden – und zwar nicht in freier Natur, sondern nur von Bäumen aus dem eigenen Garten beziehungsweise mit Erlaubnis des Besitzers.

Symbolik der Barbarazweige

Barbarazweige haben verschiedene Bedeutungen seit Jahrhunderten. So dienen sie beispielsweise als Orakel zur Vorhersage von allen möglichen Geschehnissen in der Zukunft (sogar zur Vorhersage von Lottozahlen!), als Symbol für Glück – oder einfach als wunderschöne Zimmerdekoration. Und genau als das sollten sie angesehen werden: als eine Dekoration, die Hoffnung macht, dass nach dem kalten Winter wieder ein Frühling folgen wird…

Graphik: © Oleg Fedorkin – Fotolia.com; © womue-Fotolia.com


10 Kommentare

  1. Hallo,
    ich pflanze in meinem Garten gerne alte Gemüsesorten an und interessiere mich für Kräuter und Heilpflanzen. Es gibt schon zahlreiche Kräuter auf meinen Kräuterbeeten, die aber alle eher zu den bekannten Kräutersorten zählen, wie z. B. Kamille, Wegerich oder Salbei. Ein Bekannter hat gemeint, dass in meinem Beet noch Barbarakraut fehlen würde. Ich bin aber unsicher, ob es sich um eine essbare Pflanze handelt… Ist das Barbarakraut essbar?

    1. Guten Abend Musaa,
      in meinem Kräutergarten wächst Barbarakraut, und ich möchte diese sehr vielseitig zu verwendende Pflanze in meinem Beet nicht mehr missen. Barbarakraut ist essbar und kann für die Verfeinerung von Naturkost Salaten verwendet werden. Außerdem schmeckt es gut in Verbindung mit Quark, den ich gerne als Kräuterquark zubereite.

    2. Hallo,

      das Barbarakraut ist essbar und gehört zu den beliebten, wenn auch nicht sehr bekannten, Küchenkräutern.

      Das Kraut ist sehr vitaminreich und sollte roh verzehrt werden, damit die Vitamine durch Hitzeeinwirkung nicht zerstört werden.

      Ich nutze Barbarakraut oft für die Verfeinerung von Quarkspeisen und experimentiere gerne mit weiteren Gewürzen und Kräutern aus meinem Garten.

    3. Das Barbarakraut ist essbar. Bei der Ernte würde ich darauf achten, dass es nicht während der Blütezeit geerntet wird, weil es nach der Blütezeit besser schmeckt. Ich benutze das Barbarakraut zum Würzen von Suppen. Auch für einen Kräuterquark oder als Bestandteil von Kräuterbutter kann ich dieses Kraut empfehlen. Du kannst das barbarakraut ohne Bedenken in dein Beet pflanzen.

    4. Huhu, was für eine Frage…. natürlich ist das Barbarakraut essbar.
      Ich nutze das Kraut seit vielen Jahren, um damit Suppen und Salate im Geschmack zu verfeinern.
      Dabei ernte ich nur die frischen grünen Blätter.
      Wenn das Barbarakraut blüht ist der Geschmack nicht ganz so intensiv und würzig, das würde ich bei der Ernte auf jeden Fall berücksichtigen.

  2. Guten Abend,
    ich möchte in meinem Garten nur Pflanzen haben, die für meine Kinder und für die Haustiere unbedenklich sind. Giftpflanzen gehören nicht in meinen Garten, auch wenn das nicht jeder so konsequent umsetzen würde – ich habe da eine ganz klare Meinung. Ist das Barbarakraut giftig für Mensche oder Tiere? Oder kann ich ohne Bedenken Barbarakraut in meinen Garten pflanzen.

    1. Hallo Korwin,

      das Barbarakraut ist ungiftig für Menschen oder Tiere. Du kannst es also ohne Bedenken in deinen Garten pflanzen. Es handelt sich beim Barbarakraut nicht nur um eine ungiftige Pflanze, sondern um ein beliebtes Küchenkraut, das du für die Veredlung vieler Gerichte einsetzen kannst. Kräuterquark mit Barbarakraut kommt bei uns oft auf dem Tisch und wird gerne gegessen.

    2. Huhu,
      seit vielen Jahren baue ich Barbarakraut in meinem Garten an. Zuerst war ich einfach nur neugierig, ob diese interessante Pflanze, über die ich schon so viel gelesen hatte, in meinem Garten wächst.
      Inzwischen bin ich ein richtiger Fan des Barbarakrautes. Barbarakraut ist ungiftig für Tiere und Menschen. Ich möchte auf diese aromatische Würzpflanze nicht mehr verzichten, die unseren Speisezettel bereichert.

    3. Guten Abend Korwin,
      Barbarakraut ist ungiftig. Ich schwöre auf meinen Tee aus Barbarakraut, den ich Trinke, damit ich mich in der kalten Jahreszeit vor Erkältungen schütze. So gesehen ist die Winterkresse nicht nur ungiftig für Menschen und Tiere, sondern auch nützlich. Seitdem ich Tee mit Barbarakraut aus dem eigenen Garten zubereite, hatte ich keine Erkältung mehr. Ob es nur Zufall ist oder ob das Barbarakraut seine Wirkung entfaltet hat, kann ich nicht mit Sicherheit sagen. Das muss jeder für sich selbst herausfinden.

    4. Bei dem Barbarakraut musst du keine Bedenken hinsichtlich Giftigkeit haben. Das Barbarakraut ist ungiftig und gehört zu den Würz- und Küchenkräutern. Man bezeichnet diese ungiftige Pflanze auch als Winterkresse, weil man auch in der kalten Jahreszeit ernten kann, wenn das Barbarakraut nicht in voller Blüte steht. Die ungiftige Würzpflanze enthält viele Vitamine, was mir gerade im Winter wichtig ist.

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