Bärlauch ernten – ab wann ist die beste Erntezeit?

Bärlauch
Bärlauch

Bärlauch verleiht vielen Gerichten eine besonders delikate und würzige Note, die ein wenig am Knoblauch erinnert. Sehr gut können frische Bärlauchblätter auch in Salaten verarbeitet werden. Da der Bärlauch Anbau relativ einfach ist, wird er in vielen heimischen Gärten gerne praktiziert. Doch wann ist die beste Erntezeit für die gesunde Pflanze?

Zeitpunkt – ab wann kann man Bärlauch ernten?

Während oder nach der Blüte?

Theoretisch könnte Bärlauch vom Frühjahr bis in den Herbst hinein geerntet werden, denn er ist – trotz anderslautender Gerüchte – zu keiner Jahreszeit giftig. Auch nach der Blüte nicht, was vielerorts vermutet wird. Dennoch sollte die Bärlauch Ernte vor beziehungsweise während der Blüte stattfinden, und zwar aus einem ganz profanen Grund: nach der Blüte werden die Bärlauchblätter ständig faseriger und verlieren dadurch an Geschmack.

Der optimale Zeitpunkt zum Bärlauch Ernten beginnt im März und geht – je nach regionaler Lage – bis in den April/Mai hinein. Definitiv ist die Bärlauchsaison zuende, wenn die dekorativen weißen Blüten vollständig abgeblüht sind.

Bärlauch im August ernten?

Manch ein Hobbygärtner schwört darauf, eine weitere Ernte im August durchzuführen, da dann die Blätter wieder zarter sein sollen. Erwiesen ist diese These nicht, jedoch bleibt es jedem selbst überlassen, dies auszuprobieren….

Frischen Bärlauch ernten und verarbeiten oder gleich einfrieren?

Wie viele andere Pflanzen, schmeckt auch der Bärlauch am besten, wenn er direkt nach der Ernte verzehrt wird. Dies ist jedoch nicht immer möglich.

  • Soll der Bärlauch nur einige Tage gelagert werden, so empfiehlt es sich, ihn direkt nach der Ernte in einen kleinen Plastikbeutel zu geben, diesen aufzublasen und anschließend zu verknoten. So kann er ein bis zwei Tage gelagert werden.
  • Auch können die Blätter in ein feuchtes Tuch eingewickelt und in den Kühlschrank gelegt werden; die Haltbarkeit verlängert sich auf etwa eine Woche.
  • Alternativ können Bärlauchblätter auch getrocknet und eingelegt werden; in diesem Zustand sind sie einige Monate haltbar.
  • Wer einige kleine geschmackliche Einbußen in Kauf nehmen möchte, kann Bärlauch zudem einfrieren. Hierfür werden die Blätter gründlich gewaschen, in Streifen geschnitten oder gehackt und portionsweise eingefroren.
  • Nicht aufgeblühte Bärlauchblüten erinnern geschmacklich an Kapern. Diese Knospen können abgepflückt und wie Kapern eingelagert werden.

Bärlauch im Kübel ernten

Wird der Bärlauch in einem Pflanzgefäß kultiviert, so gilt folgendes zu beachten: werden zu viele Blätter entfernt, so hemmt dies die weitere Entwicklung der Pflanze. Sinnvoll ist es deshalb, immer nur wenige Blätter zu entfernen, um eine längere Erntesaison zu gewährleisten.

Bärlauch Samen ernten

Wird Bärlauch im Garten kultiviert, so sichert er seinen Fortbestand durch Selbstaussaat. Wer dennoch von dort Samen oder von wildwachsenden Pflanzen ernten möchte, sollte im Juni/Juli die Blütenstängel mit den verwelkten Blüten und reifen samen abschneiden und zusammen in einen Beutel stecken. Mit diesem wird der Samen an den gewünschten Standort transportiert. Dort wird der Boden leicht aufgelockert; das Saatgut wird eingearbeitet. Wichtig ist, dass der Standort immer leicht feuchtgehalten wird.

Wo ist Bärlauch Ernten verboten?

Wenn Bärlauch in freier Natur wächst, so kann er geerntet werden. Ausnahmen bestehen jedoch in Naturschutzgebieten: es ist verboten, dort Bärlauchblätter zu ernten!

Achtung: Es ist ebenfalls nicht gestattet, Bärlauch Samen aus Naturschutzgebieten mitzunehmen. Wer also in freier Wildbahn diesen Samen ernten möchte, sollte sich zwingend zuvor informieren, ob dieser von einem geschützten Standort stammt!

Gartenbista-Tipps & Tricks

  • Pro Pflanze nur ein bis zwei Blätter auf einmal abschneiden.
  • Scharfes Schnittwerkzeug verwenden.
  • Bärlauch ähnelt manch anderen Gewächsen, die teilweise giftig sind. Um sicher zu gehen, dass es sich tatsächlich um die gewünschte Pflanze handelt, sollte ein Blatt zwischen den Fingern zerrieben werden. Entsteht dadurch ein knoblauchartiger Geruch, so handelt es sich um Bärlauch; wenn nicht, sollte man lieber die Finger von dem Gewächs lassen……

Unser Buch-Tipp: Bärlauch: Ernten, zubereiten, genießen

Graphik: (c) ji_images – Fotolia.com


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