Arnika Anbau, Aussaat, Ernte und Heilwirkung

Arnica montanaDie Arnika zählt zu den wichtigsten Heilpflanzen überhaupt. Doch Vorsicht: sie steht unter Naturschutz, was bedeutet, dass wildwachsende Arnika weder gepflückt noch ausgegraben werden darf. Im heimischen Garten angebaut, kann die Arnika jedoch geerntet und für homöopathische Zwecke genutzt werden. Die Arnika, auch als „Bergdotterblume“ bekannt, verbreitet einen sehr aromatischen Duft, so dass sie auch für jene Gartenbesitzer, die nicht ihre Heilwirkung nutzen möchten, von Interesse sein kann.

Arnika Pflanzen – Steckbrief von Gartenbista:

Arnika Standort: anspruchslos

Die bis zu 50 cm hohe, mehrjährige Arnika stellt weder besondere Ansprüche an den Boden noch an den Standort – sie wächst eigentlich überall. Am wohlsten fühlt sie sich allerdings, wenn sie sonnig oder halbschattig steht.

Arnika Aussaat ganzjährig möglich

Im Fachhandel sind bereits vorgezogene Arnikapflanzen erhältlich, welche ganzjährig in die Erde gebracht werden können – solange kein Frost herrscht.

Wer jedoch seine Arnika lieber selbst ziehen möchte, der kann dies mithilfe von Samen tun, welche ebenfalls im Fachhandel erhältlich sind. Ausgesät wird ab Februar unter Glas oder im Gewächshau oder ab Mai direkt ins Freiland. Dieses Saatgut hat zwar eine hohe Keimfähigkeit, jedoch braucht der Hobbygärtner etwas Geduld: selbstgezogene Arnika kann in der Regel erst im dritten Jahr nach der Aussaat geerntet werden.

Arnika Ernte ab dem dritten Lebensjahr

Die Arnika Ernte kann ab dem dritten Jahr des Anbaus erfolgen. Geerntet werden die Blüten; nur in den seltensten Fällen auch die Wurzeln. Die Ernte selbst erfolgt im Juli/August. Falls die Wurzeln auch verwendet werden sollen, so werden sie ab Anfang Oktober herausgezogen.

Arnika Heilwirkung

Der langwierige Arnika Anbau ist insofern sehr lohnenswert, als dass die Arnika ein klassisches homöopathisches Mittel ist und somit zu den wichtigsten Heilkräutern zählt. Arnika besitzt eine entzündungshemmende, antibakterielle, blutreinigende, krampflösende und schmerzstillende Heilwirkung und wird unter anderem unterstützend eingesetzt bei

  • Blutergüssen
  • Bronchitis
  • Durchfall
  • Ekzemen
  • Fieber
  • Gicht
  • Grippe
  • Herzschwäche
  • Husten
  • Magenkrämpfen
  • Neuralgien
  • Prellungen
  • Rheuma
  • Venenschwäche
  • Verstauchungen.

Die äußerliche Anwendung erfolgt als Tee oder als Tinktur, wobei diese stark verdünnt eingenommen werden muss.

Zur Herstellung eines Arnika-Tees werden ein bis zwei Teelöffel getrocknete Arnikablüten mit 200 ml kochendem Wasser übergossen und 10 Minuten ziehen gelassen. Danach abseihen.

Dieser Tee kann zum Gurgeln oder für Umschläge verwendet werden. Hierbei sollte er allerdings im Verhältnis 1:1 mit Wasser verdünnt werden. Getrunken wird er eigentlich nie.

Zur Herstellung einer Tinktur werden die Arnikablüten in ein Glas mit Schraubdeckel gegeben, welches danach etwa zur Hälfte gefüllt sein sollte. Danach wird Doppelkorn hinzugefügt, bis die Blüten gutbedeckt sind. Das Glas danach gut verschließen und für 2-6 Wochen an einen warmen Ort stellen. Danach sollte die Tinktur abgefiltert werden, was am einfachsten mithilfe eines gewöhnlichen Kaffeefilters geschieht. Ist dies erledig, wird die Tinktur in eine dunkle Flasche abgefüllt, die gut verschlossen an einem kühlen, dunklen Ort aufbewahrt wird. Die Arnikatinktur ist so mindestens ein Jahr lang haltbar.

Allergien gegen Arnika können auftreten

Nicht selten kommt es vor, dass Menschen allergisch auf Korbblütler, zu denen auch die Arnika zählt, reagieren. Derartige Allergien zeigen sich in der Regel durch Hautreizungen bei Berührung der Pflanze; eine zu stark dosierte Einnahme der Arnika kann zu Übelkeit, Magenbeschwerden, Kopfschmerzen, Schwindel und Herzrhythmusstörungen führen.

Personen, denen eine Allergie gegen Korbblütler bekannt ist, sollten auf die Anwendung von Arnikatinkturen verzichten.

Bitte beachten Sie, dass gartenbista-Artikel nicht den fachlichen Rat eines Arztes, Heilpraktikers oder Physiotherapeuten ersetzen können. Außerdem übernehmen weder der Autor noch gartenbista das Risiko für eine Eigenbehandlung aufgrund dieses Artikels.

 

 

Graphik: © Kanusommer – Fotolia.com


3 Kommentare

  1. Auf der Suche danach Arnika selbst anzubauen, bin ich auf diesen Artikel gestoßen.
    Fast alles wichtige gut zusammen, danke. Werde jetzt auf jeden Fall versuchen Arnika anzubauen und dann auch zu ernten und anzuwenden 🙂

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