Was ist Dogsharing?

Hund fährt zum Dog-Sharing.
Hund fährt zum Dog-Sharing.

Hunde sind bekanntlich die besten Freunde des Menschen. Niemand sonst bietet seinem Herrchen oder Frauchen solch bedingungslose und konsequente Liebe. Dies gipfelt nicht selten in der unbändigen Begrüßungsfreude, wenn der geliebte Zweibeiner nach langer Abwesenheit wieder zur Verfügung steht. Doch auch ein Hund braucht Liebe und  Aufmerksamkeit. Dass scheinen viele immer wieder misszuverstehen.

Das Tier ständig allein zu lassen ist dabei ebenso nicht wirklich artgerecht, wie es als Spielzeug oder eben nur als Zubehör zu betrachten. Beispiele dieser nichterwiderten Liebe gibt es bedauerlicherweise jährlich tausendfach: Wenn Hunde als Geschenk zu Weihnachten nur kurz Beachtung finden oder wenn der sommerliche Familienurlaub keine Gedanken an den Verbleib des störenden Vierbeiners zulässt. Dann werden Tierheime frequentiert oder die Entsorgung erfolgt durch Aussetzen. 

Hund teilen mittels Dogsharing

Natürlich gibt es viele Tierliebhaber, die gern einen Hund an ihrer Seite hätten. Allein fehlende Tagesfreizeit hindert sie bisher daran. Das ist durchaus vernünftig, doch in einer Gesellschaft, die sich immer mehr auf Dienstleistungen fokussiert, gibt es auch hierfür Angebote und Lösungen. Dogsharing, Teilzeithund, Miethund, die Modelle haben unterschiedliche Namen, alle aber ein ähnliches Prinzip:

  • Mehrere Besitzer teilen sich ein Tier.

Dabei bringen Vermittlungsplattformen zum Beispiel Hundebesitzer, die Unterstützung suchen, mit Leuten zusammen, die sich zeitweise um einen Hund kümmern möchten. Es gibt aber auch Firmen, die mehrere Hunde besitzen und diese gegen Gebühr stunden-, tage- oder sogar jahresweise vermieten.

Was der Hund von diesen neuen Möglichkeiten der Aufmerksamkeit hält, ist wohl überwiegend eine Frage der Gewöhnung. Sicherlich bedeuten gerade anfänglich die wechselnde Bezugspersonen und Umgebungen Stress für das Tier. Für einen sensiblen Hund, der ohnehin länger braucht, um Vertrauen aufzubauen, kann dieser Wechsel schwierig sein. Doch eine Phase der Anpassung und Eingewöhnung sollten wir auch Hunden zutrauen. Schließlich gehen wir mit unserem Nachwuchs auch nicht zimperlicher um, wenn wir die Kleinen zu Tagesmüttern oder in Krippen geben.

Wohl des Tieres sollte beim Dogsharing im Vordergrund stehen

Damit das Dog-Sharing gut funktioniert, müssen im Vorfeld die Spielregeln für den Umgang geklärt werden. Das Wohl des Hundes hat dabei oberste Priorität.  Deshalb sollte die Basis des Ganzen nicht rein geschäftlicher Natur sein, sonst sind sensible Absprachen oft schwierig. Der Klärung grundsätzlicher Fragen bedarf es aber, um auf dieser Grundlage eine Einigung über die Regeln bei der Erziehung finden zu können.

Auch wenn es beim Dog-Sharing zwei Verantwortliche gibt, sollte immer nur einer von ihnen der rechtlich handelnde Besitzer sein. So lassen sich Haftungsfragen und auch andere juristische Angelegenheiten leichter klären.

Gartenbista-Tipp: Nicht vergessen darf man bei einem Sharing-Modell die Benachrichtigung der Tierhalter-Haftpflichtversicherung. Diese sollte hier ausdrücklich der Verantwortungsteilung zustimmen, um Komplikationen von vornherein zu vermeiden. 

Ist an alles gedacht, kann Dog-Sharing eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten sein. Vor allem der Hund hat Beschäftigung und wird nicht ständig vernachlässigt.

Textquelle: Ralph Kaste

Symbolgrafiken:  Tiverylucky, Felix Vogel – Fotolia.com


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