Blitzeinschlag: Tipps zum richtigen Verhalten

Blitzeinschlag: So kann man sich schützen
Blitzeinschlag: So kann man sich schützen

Die deutlich wärmeren Tage bringen auch immer mehr Gewitter mit sich. Blitz und Donner häufen sich, was erst einmal nichts Dramatisches ist. Arten diese Gewitter in wahre Wolkenbrüche aus, kommt es nicht selten zu verheerenden Naturkatastrophen. Auch das vollbringt die Natur. Dabei ist das begleitende Blitzen am Himmel auch keine gänzlich ungefährliche Sache. Immerhin handelt es sich dabei um einen Entladungsprozess, der Spannungen von bis zu einigen 100 Millionen Volt freisetzt. Dabei entstehen innerhalb der Blitze Temperaturen von durchschnittlich 30.000 Grad Celsius. Überwiegend vollziehen sich diese Spannungsausgleiche innerhalb der Wolken, doch wenn die Leitfähigkeit der Atmosphäre für elektrischen Strom ausreichend groß ist, dann können die Blitze eben auch von der Wolke bis zum Erdboden reichen. Wie sollte man sich bei einem Blitzeinschlag richtig verhalten?

Gefahren bei Gewittern

Blitze suchen sich immer Wege des geringsten Widerstands, deshalb erscheinen sie oft als zackige Gebilde in der Atmosphäre. Doch auf dem Weg zur Erde ist gerade das ein Problem für Menschen, Tiere, Bäume und Bauwerke. Jedes Objekt in freier Natur ist ein potenzielles Ziel für Blitze, da sie so den zu überbrückenden Weg abkürzen können.

Dann kommt es nur noch auf die Leitfähigkeit des jeweiligen Objektes an. Je größer diese ist, desto wahrscheinlicher wird ein Blitzeinschlag. Blitze können zudem Entfernungen von etwa 4,5 Metern überspringen. All das sollte man im Kopf behalten, wenn man von einem Gewitter überrascht wird und Schutz sucht.

Blitzeinschlag: So schützt man sich richtig

Sicher sind Häuser mit Blitzableitern und Fahrzeuge mit Metalldach. Bei geschlossenen Türen und Fenstern, schirmt der Wagen die Insassen gegen einen möglichen Treffer ab.

Die Abschirmung funktioniert allerdings nicht

  • beim Leichtdach eines Cabrios
  • und auch nicht in einem Zelt.
Leichtdach eines Cabrios und Zelte bieten keinen Schutz.
Leichtdach eines Cabrios und Zelte bieten keinen Schutz.

Gerade im Freien gibt es keinen zuverlässigen Schutz. Wird man überrascht, dann ist das Innere eines Waldes immer noch sicherer als der Waldrand oder das freie Feld. Manchmal bieten auch Unterstände und Hütten Unterschlupf. Dabei muss man sich aber möglichst in der Mitte der Hütte aufhalten, möglichst weit von eventuell vorhandenen Wänden entfernt. 

Da sich ein Blitz zur Abkürzung immer ein herausragendes Obbjekt in der Nähe sucht, kann es alleinstehende

  • Bäume,
  • Masten,
  • Häuser
  • aber auch Menschen treffen.

Zumindest wenn weit und breit sich nichts anderes findet. Dann sollten sich vom Gewitter Überraschte in Hockstellung möglichst klein machen und alle metallenen Gegenstände weit vom Körper entfernt lagern. Findet sich ein dicker Ast oder eine gummierte Matte, kann man diese als Unterlage benutzen. Das bremst im Notfall den durch den Körper schießenden Blitz. Mehrere Personen müssen sich weit voneinander entfernt aufhalten, sonst übertragen sie sich gegenseitig die Blitzeinwirkungen. 

Gartenbista-Tipp: Wird trotz aller Vorsichtsmaßnahmen doch eine Person vom Blitz getroffen, so ist sofort einsetzende Erste Hilfe geboten. Da Herzfunktion und Atmung ausfallen können, gehört hier die bekannte Herz-Druck-Massage mit dem bekannten Rhythmus an die erste Stelle, hiernach eventuell noch eine Beatmung. In jedem Fall sollte der Rettungsdienst informiert werden.

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Textquelle: Ralph Kaste

Symbolgrafiken: © Trendobjects, Boyloso – Fotolia.com


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