Glühwein selber machen

Glühwein selber machen.
Der Hit im Winter: Glühwein selber machen.

Wenn auf den Weihnachtsmärkten der herrliche Duft von Nelken, Kardamon und Zimt vom Glühwein in der Luft liegt, ist die Weihnachtsstimmung nicht mehr weit. Üblicherweise ist Glühwein als Heißgetränk alkoholhaltig. Aber es gibt auch einen Glühweinersatz, nämlich einen alkoholfreien Punsch, der auch als Heißgetränk genossen wird. Bei diesen alkoholfreien Sorten beinhaltet das Heißgetränk keinen Wein. In diesem Artikel erfahren Sie, wie man Glühwein selber machen kann.

Wie kann man Glühwein selber machen?

An einem kalten Wintertag soll der Glühwein den Körper durchwärmen. Dieser Effekt wird durch den Genuss von Glühwein auch kurzfristig bei kalten Außentemperaturen erreicht. Der im Getränk enthaltene Ethanol erweitert die Blutgefäße. Damit kann mehr Blut an die Hautoberfläche gelangen. Allerdings gibt der Körper die Wärme auch schneller wieder ab und man fröstelt leicht. In geschlossenen und warmen Räumen ist der Durchwärmeffekt daher besser zu erreichen.

Die Herstellung von Glühwein ist nicht schwer und kann leicht selbst gemacht werden. Für die Zubereitung wird zunächst ein geeigneter Topf benötigt, der einen Deckel hat. Gern genommen werden hierzu auch elektrische Töpfe, die im unteren Bereich einen Zapfhahn haben. Die Töpfe haben ein integriertes Thermometer, sodass immer sehr einfach die Temperatur im Auge behalten werden kann. Auch das abzapfen des Getränks ist leichter mit diesen speziellen Töpfen.

Für die Zubereitung wird

  • weißer oder
  • roter Wein mit Gewürzen, wie beispielsweise Gewürznelken, Sternanis und Zimt erhitzt
  • und mit Zucker abgeschmeckt.

Wichtig für die Zubereitung ist die Temperatur. Der Wein darf nicht über 78 Grad Celsius erhitzt werden, weil sonst der darin enthaltene Alkohol verdampft. Gleichzeitig kommt es bei einer Überhitzung zu geschmacklichen Veränderungen des Glühweins. Insbesondere verändert sich der Geschmack der Gewürze.

Auch entsteht das krebserregende Zuckerabbauprodukt Hydroxymethylfurfural. Oftmals wird Glühwein mit Schuss getrunken. Hier wird noch ein kleiner Schuss Rum, Likör oder Weinbrand zum Abschluss in den Glühweinbecher gegeben. Als vollkommen alkoholfreie Variante wird ein Punsch hergestellt, der aus erhitztem Frucht– oder Kräutersaft besteht, mit den gleichen Gewürzen versehen ist und gesüßt wird. Leckere Rezepte mit einer einfachen Zubereitung werden nachfolgend aufgeführt.

Klassische Gewürze und der richtige Alkoholgehalt für einen perfekten Glühwein

Viele Gewürze werden in den Glühwein gegeben, damit er seinen besonderen Geschmack erhält. Sehr klassisch werden

  • Nelken,
  • Sternanis,
  • Kardamon
  • und Zimt

zum Würzen des Glühweins genutzt.

Klassische Gewürze für Glühwein.
Klassische Gewürze für Glühwein.

Dabei regt Zimt den Stoffwechsel an. Er kommt aus Asien und vom Zimtbaum gewonnen. Auch der Kardamon hat eine stoffwechselfördernde Wirkung und regt zusätzlich den Appetit an. Nelken wirken dagegen antibakteriell. Eine besondere säuerliche Note bekommt der Glühwein immer durch Orangenscheiben.

Der Alkoholgehalt ist für den Glühwein gesetzlich vorgeschrieben. Er liegt bei sieben Prozent. Aus diesem Grund ist ein Glühwein mit Schuss auch eigentlich ein Punsch. Der Zucker, der dem Glühwein für den Geschmack hinzugegeben wird, beschleunigt übrigens die Aufnahme des Alkohols im Körper.

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Wann gab es den ersten Glühwein?

Schon im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts wurde der erste Glühwein hergestellt. Hierzu wurde Rotwein, Gewürznelken, Zimt und Zucker erhitzt. Nach der Zubereitung durch ein Sieb gegossen und serviert. Eine Flaschenabfüllung des beliebten Heißgetränks gab es erst Mitte des 20. Jahrhunderts. Abgefüllt wurde der Glühwein in Augsburg.

Glühwein selber machen mit Kräutern für einen Liter Heißgetränk

Zutaten:

  • 1 Flasche Rotwein, beispielsweise Merlot oder Dornfelder
  • 150 ml Kräutersaft
  • 80 g Zucker
  • 3 Sternanis
  • 2 Zimtstangen
  • 4 Nelken
  • 1 Vanilleschote
  • 2 Orangen

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Zubereitung:

Die Orangen werden zunächst gewaschen und in dünne Scheiben geschnitten. Der Wein wird zusammen mit dem Kräutersaft, dem Zucker und allen Gewürzen und den Orangenscheiben in einen Topf gegeben und erhitzt.

Gartenbista-Tipp: Dabei sollte die Temperatur 78 Grad Celsius nicht überschreiten, weil andernfalls der Alkohol verfliegt und die Gewürze an Geschmack verlieren. Aus diesem Grund sollte der Wein sehr langsam erhitzt werden und auf gar keinen Fall aufgekocht werden.

Nachdem der Glühwein erhitzt ist, sollte er über einige Stunden ziehen. Zum Warmhalten sollte der Glühwein mit einem Deckel abgedeckt werden, damit nicht allzuviel Alkohol verdampft. Eingefüllt wird der Glühwein in klassische Glühweinbecher. Wem der Alkoholgrad des Glühweins zu gering ist, fügt noch einen Schuss Likör oder Rum oder Weinbrand hinzu. Zur Verlängerung kann immer noch etwas Wein auf den zubereiteten Glühwein gegeben werden. Der für den Glühwein genutzte Wein sollte wenig Gerbstoffe einhalten und nicht aus einem Eichenfass stammen.

Kräuter – Glühwein selber machen: als Punschvariante ohne Alkohol

Zutaten:

  • 1 Liter kochendes Wasser
  • 4 Teebeutel Kräutertee
  • 100 ml Kräutersaft
  • 2 Zimtstangen
  • 3 Nelken
  • Kardamon
  • 100 g Zucker

Zubereitung:

Die Teebeutel werden mit dem kochenden Wasser übergossen. Der Tee sollte 10 Minuten lang ziehen. Dann werden alle weiteren Zutaten hinzugegeben und der Zucker wird zum Schluss zum Süßen eingerührt. Vor dem Servieren sollte der Glühwein durch ein Sieb gegossen werden, damit die Zutaten nicht in den Becher gegossen werden.

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Textquelle: Gartenbista-Redaktion

Symbolgrafiken: © Karepa, Yanadjan – Fotolia.com


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