Lesekompetenz durch Lust am Lesen fördern

Interesse am Lesen muss geweckt werden.
Interesse am Lesen muss geweckt werden.

Lesen ist ein wesentlicher Schlüssel für Bildung. Wer nicht richtig lesen kann, hat im Leben nur begrenzte Chancen. Eine umfassende Lesekompetenz ist daher Voraussetzung für die persönliche Entwicklung, für Erfolg im Berufsleben und für gesellschaftliche Teilhabe. Wie Sie Ihre Kinder beim Lesen fördern können, erfahren Sie im folgendem Artikel.

Analyse der PISA-Studien

PISA-Studien und OECD-Berichte für die Lesekompetenz deutscher Kinder zeigen seit Jahren große Defizite auf:

  • So verfügen 14,5 Prozent der 15-jährigen Schülerinnen und Schüler nur über eine schwache bis sehr schwache Lesekompetenz.
  • Rund 7,5 Millionen Erwachsene sind hierzulande funktionale Analphabeten, also nicht in der Lage, Texte richtig zu verstehen und richtig zu schreiben.
  • Und nur jeder Fünfte in Deutschland liest regelmäßig ein Buch.

Das hat die Stiftung Lesen analysiert. 

Warum ist Lesen so wichtig?

Lesen ist wichtig.
Lesen ist wichtig.

Mangelnde Lesefähigkeiten bilden demnach ein sich selbst reproduzierendes Problem. Unter den Kindern und Jugendlichen wachsen kontinuierlich neue Generationen potenzieller funktionaler Analphabeten heran. Aufgrund mangelnder Lesefähigkeiten fehlt ihnen eine zentrale Voraussetzung für Bildung und auch für den Zugang zum Arbeitsmarkt. Soweit die heutigen Kinder und Jugendlichen selbst Kinder haben und als Eltern nicht die notwendige Förderung anbieten können, wird es auch für die dann heranwachsende Generation ein Lese-Problem geben. Das Land der Dichter, Denker und genialen Erfinder scheint zunehmend ins Mittelmaß abzudriften.

Eine umfassende Lesekompetenz, dazu gehört selbstverständlich auch das Lesen digitaler Medien, ist eine wesentliche Voraussetzung, um sich persönlich und gesellschaftlich zu entwickeln, im Berufsleben erfolgreich zu sein, als informierter Mitbürger am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen und seine auch Rechte wahrnehmen zu können. In einer multimedialen Welt sind Bücher, Zeitschriften, Zeitungen, elektronische Medien, Internet, Filme und Hörmedien miteinander verbunden und verweisen aufeinander. Sie sind demnach gleichwertig. Einseitige Verteufelungen, die oft im Zusammenhang mit Lesekompetenzen auftauchen, gehören also ins Märchenreich. 

Interesse am Lesen wecken

Lesekompetenz ist die Grundlage jeglicher Bildungsanstrengung. Deshalb bedarf sie angestrengter staatlicher und gesamtgesellschaftlicher Initiativen und Programme. Vor allem die staatlichen Schulen müssen hier endlich ihren Auftrag erfüllen. Natürlich gehört zum Lesenlernen eine gewisse Disziplin. Was einigen große Freude bereitet, bereitet anderen Kopfzerbrechen. Lesen, das bereichernd und auch vergnüglich sein soll, gehört aber zu den vor allem anfänglich schwierig zu erlernenden Fertigkeiten.

Gartenbista-Tipp: Deshalb muss das Interesse daran sehr früh und auch immer wieder neu geweckt werden.

Lesen fördern durch Vorlesen

Vorlesen ist dabei ein probates Mittel, Kinder an die Schrift heranzuführen und ihnen Lust auf das eigene Lesen zu machen. Erzählen und Vorlesen wecken und fördern:

  • das Leseinteresse
  • den Wortschatz
  • das Sprachgefühl
  • die Erlebnisfähigkeit 
  • die Einsicht in den Sinn der Schriftsprache

Es gibt schon viele Anstrengungen seitens der Stiftung Lesen, Vorleseinitiativen und vieler anderer Unterstützer, dieses gesellschaftliche Problem endlich in den Griff zu bekommen. Dazu gehört es aber auch, Eltern zu unterstützen und elektronische Medien als Ziel und Mittler erworbener Kompetenzen zu verstehen und zu akzeptieren.

Unser Buch-Tipp: Lesen und Rechtschreiben lernen nach dem IntraActPlus-Konzept: Vollständig individualisiertes Lernen in Klasse 1 und 2, Frühförderung, Kindergarten und Vorschule. Verhindert und therapiert Legasthenie

Textquelle: Ralph Kaste

Symbolgrafiken: © Denis Nata, Picture-Factory – Fotolia.com


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