Haare färben: Das sollten Sie beachten

Tipps für gesundes Haar.
Tipps für gesundes Haar.

Der Drang zum Haare färben ist fast so alt wie die Menschheit. Alte Höhlenmalereien zeugen von der beliebten Praxis, sich mit der Wunschhaarfarbe etwas aufzupeppen. Dies ist bis heute so geblieben, mehr noch: Noch nie war das Haar farbenfreudiger als heute. Waren es in alten Zeiten überwiegend Blut, Pflanzenextrakte und andere Essenzen, die farbliche Veränderungen bewirken konnten, so muss heute niemand mehr auf obskure Rezepte zurückgreifen. Farben und Tönungen sind in so vielen Variationen erhältlich, dass fast jeder Wunsch nach Veränderung leicht erfüllbar wird.

Nebenwirkungen beim Haare färben

Alle Haarfarben haben eines gemeinsam: Sie wirken chemisch, die färbenden Substanzen dringen also in das Haar ein und verändern dessen Farbpartikel, das sogenannte Melanin. 

Bei einigen Farbwünschen gibt es einen Frontalangriff gegen diese Farbpartikel, um sie aus den Haaren zu entfernen. So ist das Blondieren nur mit einem erheblichen Aufwand an Wasserstoffperoxid möglich, was der Struktur des Haares nicht unbedingt zuträglich ist. Noch krasser wird dieser Effekt genutzt, um die Trendfarbe Grau im Haar zu erzielen. Es soll Friseure geben, die eine solche Färbung komplett ablehnen.

Dem Haar wird dabei die

  • Farbpigmentierung komplett entzogen,
  • erst dann kann künstlich der Effekt erzielt werden,der dem Alterungsprozess des Haares vorweg greift.

Wer auf lange Sicht trotzdem schönes Haar haben möchte, sollte das Haare färben am besten einem Fachmann oder einer Fachfrau überlassen. Denn bei sachgemäßem Gebrauch können Gesundheitsgefährdungen weitestgehend verhindert werden. Vereinzelt auftretende Kontaktallergien setzen dem Wunsch nach Veränderung allerdings eine deutliche Grenze.

Schuld an der allergischen Wirkung ist der Stoff p-Phenylendiamin (PPD). Er wird vor allem in dunklen Haarfärbemitteln verwendet, um eine besonders schöne Farbnuance zu erzielen.

Auch wenn die inhaltliche Verwendung von PPD exakt geregelt ist, kann es zu

  • allergischen Reaktionen mit Rötungen,
  • Schwellungen
  • oder Bläschen kommen.

Alternative: Natürliche Färbemittel

Lassen Sie sich von Fachleuten beraten.
Lassen Sie sich von Fachleuten beraten.

Dem kann man eventuell entgehen, wenn man auf natürliches Haare färben zurückgreift. Schon seit Jahrhunderten werden die Blätter des Hennastrauches für diese Zwecke verwendet. Im Gegensatz zu chemischen Farben hat Henna aber deutlich weniger Tiefenwirkung.

Graues und weißes Haar schimmert durch und dunkles Haar wird beim Färben kaum heller. Außerdem waschen sich die natürlichen Haarfarben ohne chemische Zusätze schneller wieder aus. So muss die Farbe alle sechs Wochen erneuert werden. Eine Alternative, vor allem bei allergischer Anfälligkeit, ist es auf jeden Fall.

Unser Buch-Tipp:  HaarSprechStunde: Gesunde Lösungen für schönes Haar

Pflegetipps für gesundes Haar

Kokosmilch-Kur

Diese hilft bei trockenen Haaren und verleiht Glanz. Man nehme 5 EL Kokosmilch und 1 EL Olivenöl und vermische es. Diese Packung trägt man dann auf die Haare und die Kopfhaut auf und lässt sie 5 Minuten einwirken. Dann abspülen und normal waschen.

Behandlung mit Rizinussamen

Rizinussamen in Wasser aufkochen. An der Oberfläche bildet sich dann ein Öl, welches man vorsichtig abschöpft. Dieses Öl trägt man dann einmal die Woche auf das gesamte Haar auf.

Brennnesseln bei Schuppen

Bei Haarausfall und Schuppen kann ein Brennnesselsud helfen.Dazu 200 g Brennnesseln mit einem halben Liter Essig und 1 Liter Wasser ca. 30 Minuten köcheln lassen. Dann die Kopfhaut mind. 3 mal die Woche damit einreiben.

Rote Haarfarben Tönüng selbst gemacht

Man benötigt für schulterlanges Haar ungefähr eine Tasse Henna-Pulver. Man gibt dieses mit 1 EL warmen Pflanzenöl in eine Schüssel und mischt es gut durch. Bitte etwas heißes Wasser dazugeben, bis der Brei streichfähig ist.

Gartenbista-Tipp: Bei richtiger Anwendung entsteht folgendes Ergebnis: Naturblondes Haar sollte tizianrot werden, schwarzes Haar sollte einen schönen rötlichen Schimmer erhalten und braunes Haar sollte einen Mahagoni-Ton erhalten. Bitte die Tönung nicht bei blondiertem Haar anwenden, da sonst ein Karottenton entsteht.

Bananen-Haarkur

Man vermischt eine zerdrückte Banane mit 1EL Olivenöl und gibt dann den fertigen Brei auf die Haare. Haare mit einem Handtuch oder mit Folie bedecken und 20 Minuten einwirken lassen. ( Wärme verstärkt die Wirkung der Kur) Dann die Haare ausspülen.

Textquelle: Ralph Kaste

Symbolgrafiken: © Africa Studio, YakobchukOlena – Fotolia.com


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Du kannst unter Pseudonym kommentieren. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ja, ich habe die Datenschutzerklärung gelesen.