Heute ist Freitag der Dreizehnte

Freitag der Dreizehnte.
Freitag der Dreizehnte.

Der Freitag und die 13 sind für viele Menschen eine katastrophale Kombination. Ein solcher Freitag gilt als Unglückstag, an dem man sich, wovor auch immer, in Acht nehmen sollte. Pro Jahr gibt es Freitag den 13. mindestens einmal und höchstens dreimal. Im Jahr 2018 kommen wir immerhin zweimal in den Genuss dieser Kombination.

Pech oder Glück?

Abergläubische Menschen erwarten einen Tag voller Pleiten, Pech und Pannen. So mancher würde am liebsten keinen Fuß vor die Tür setzen und auch jegliche Betätigung im Haushalt unterlassen. Die Krankmeldungen häufen sich generell an so einem Freitag, das beweisen einschlägige Statistiken der Krankenkassen. Psychologen ordnen die Ängste vor einem solchen Freitag unter dem Begriff Paraskavedekatriaphobie ein.

Freitag der Dreizehnte: Angst vor diesem Datum

Schon in der Bibel ein solcher Tag äußerst negativ besetzt: Danach sollen an einem Freitag Adam und Eva den verbotenen Apfel gegessen haben und anschließend aus dem Paradies verwiesen worden sein. Ebenfalls an einem Freitag wurde der biblischen Überlieferung nach Jesus ans Kreuz geschlagen.

Unglückszahl

Auch allein schon die Zahl 13 löst bei vielen Menschen Unbehagen aus. Einige Fluglinien vermeiden eine 13. Sitzreihe, manche Hotels verzichten auf die Zimmernummer 13 und in vielen amerikanischen Hochhäusern gibt es das 13. Stockwerk insofern nicht, dass im Aufzug der entsprechende Knopf einfach nicht vorhanden ist.

Aberglaube

Freitag der Dreizehnte gilt als Unglückstag.
Unglückszahl und Unglückstag.

Dieser Aberglaube stammt angeblich aus der Antike. Dort galt die Zwölf als vollendete Zahl. Das Dutzend ist dafür noch heute ein gängiger Begriff. Alles was mit der 13 im Zusammenhang steht, befindet sich demnach schon außerhalb der Vollendung. So gab es in der Antike lediglich zwölf Hauptgötter.

Im Christentum setzte sich das mit den zwölf Aposteln fort. Es gibt zwölf Monate und zwölf Sternzeichen. Die 13 geht über diese Ordnung hinaus und bedeutet nach dieser Systematik nur Chaos. Es sind viele Beispiele aus der Geschichte bekannt, wo diese „Chaos-Zahl“ vermieden wurde. So führte beispielsweise Napoleon an einem 13. des Monats grundsätzlich keine Schlacht und der deutsche Reichskanzler Otto von Bismarck unterzeichnete an solch einem Tag keine Verträge.

Freitag der Dreizehnte – Unglücktag und Unglückszahl

Treffen die Unglückszahl und der Unglückstag zusammen, ist das also für abergläubische Menschen besonders fatal. Allerdings scheint diese Angst überwiegend unbegründet zu sein. So stellen Versicherungen zwar fest, dass es an Freitagen grundsätzlich die meisten Schäden gibt. Allerdings gilt das ausdrücklich nicht für den Freitag, der auf einen 13. des Monats fällt.

An diesen Tagen ist die Zahl der Schäden immerhin um zehn Prozent im Durchschnitt niedriger. Auch Autofahrer können aufatmen. Am vermeintlich bösen Freitag gibt es deutlich weniger Unfälle als an normalen Freitagen. Die Erklärung dafür könnte sein, dass die Menschen an diesem Tag dem Aberglauben Folge leisten und einfach vorsichtiger sind.

Unser Buch-Tipp: Rauhnächte. Märchen, Brauchtum, Aberglaube

Textquelle: Ralph Kaste

Symbolgrafiken: © jd-photodesign, drubig-photo – Fotolia.com


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