Sind Fahrradanhänger gefährlich?

Ab wann ist ein Fahrradanhänger gefährlich?
Ab wann ist ein Fahrradanhänger gefährlich?

Das Fahrrad ist heute nicht mehr nur ein Gerät zur schnelleren Fortbewegung, vielmehr muss es auch Transportaufgaben erfüllen. Hersteller haben darauf reagiert und mit dem Fahrradanhänger ein praktisches Zusatzgerät geschaffen. Da sich darin aber oft auch Kinder wiederfinden, müssen einige Sicherheitsaspekte gelten. Ab wann kann ein Fahrradanhänger gefährlich sein und worauf sollte man achten?

Bedingungen für Fahrradanhänger

So gibt es Anhänger für ein Kind oder auch für zwei Kinder. Damit sollte der erste Schritt zur Vorauswahl gelingen. Beim Kauf sollte dann unbedingt auf das Prüfsiegel DIN EN 15918 geachtet werden. Diese Norm bestimmt sicherheitstechnische Anforderungen für zweispurige Fahrradanhänger und deren Verbindungseinrichtungen.

Diese sind für die Beförderung von Nutzlasten oder von bis zu 2 Kindern als passiv beförderte Personen bestimmt, von denen beide ohne fremde Hilfe sitzen können und keines mehr als 22 kg wiegt. Das zulässige Höchstgewicht eines solchen Fahrradanhängers, einschließlich der Last und Person, liegt bei 60 kg.

Wiegt ein Kinderanhänger mit Kindern oder nebst Gepäck mehr als 40 Kilogramm, muss er über eine sogenannte Auflaufbremse verfügen. Das schreibt die StVZO auch vor. Darauf muss man aber vorausschauend schon beim Kauf achten. Denn eine Nachrüstung mit einer Auflaufbremse ist in der Regel nicht möglich.

Die mitfahrenden Kinder im Anhänger dürfen nicht älter als sieben Jahre alt sein. Das Mindestalter liegt bei einem halben Jahr. Hier ist aber zusätzlich eine Babyschale oder eine Hängematte erforderlich. Wer mit seinem Fahrrad einen Anhänger zieht, muss dagegen mindestens 16 Jahre alt sein.

Aufbau eines Fahrradanhängers

Die Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) bestimmt zusätzlich, dass der Anhänger beleuchtet sein muss. Stecklampen mit Batterie genügen den Anforderungen, blinkende Leuchten hingegen sind nicht zulässig. Der Anhänger sollte als Sichtschutz eine Gaze haben, um die Belüftung zu sichern und das Kind vor Staub, Steinen und Insekten zu schützen. Die Preisspanne der angebotenen Anhänger ist relativ groß und reicht von knapp 150 Euro bis weit über 1000 Euro.

Laut StVZO muss das Rad zum Ziehen des Anhängers tauglich und vor allem auch betriebssicher sein. Im Zweifel kann man beim Hersteller oder beim Händler nachfragen. Alle Fahrzeuge, die ein Versicherungskennzeichen brauchen, dürfen nicht mit einem Fahrradanhänger gekoppelt werden.

Ab wann sind Fahrradanhänger gefährlich?

Kinder im Anhänger solten trotzdem einen Helm tragen.
Kinder im Anhänger solten trotzdem einen Helm tragen.

Aus Sicherheitserwägungen ist es natürlich vorteilhaft, Kinder im Anhänger nur angeschnallt und mit aufgesetztem Helm mitfahren zu lassen. Für den Fahrer ist es wichtig, dass er zu jeder Zeit bewusst auch für den Anhänger steuert.

Viele Hindernisse auf Straßen und Wegen können sonst zur ernsten Gefahr werden. Vor allem bei einem erkennbaren Gefälle ist Vorsicht angezeigt. Hier sollte man mit Hänger nicht zu schnell werden, um das Gespann auch jederzeit wieder zum Stehen bringen zu können.

Gartenbista-Tipp: Wer die wichtigsten Dinge beachtet, dem sollte auch nichts passieren. Inzwischen haben verschiedene Crashtests und Studien bestätigt, dass Fahrradanhänger als die sicherste Variante gelten, Kinder mit dem Fahrrad zu befördern.


Unser Tipp: Fahrradanhänger Übersicht

Textquelle: Ralph Kaste

Symbolgrafiken: © RioPatuca Images, Stanislav_uvarov – Fotolia.com


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