Erholungsbeihilfe Voraussetzungen & Regelung

Erholungsbeihilfe Voraussetzungen
Erholungsbeihilfe Voraussetzungen

Erholungsbeihilfe Voraussetzungen & Regelung: Der wohlverdiente Urlaub rückt immer näher. Doch wohin die Reise geht, hängt nicht allein vom Fernweh ab, sondern auch vom Kontostand. Eine wichtige Rolle spielt dabei nicht zuletzt auch die Frage, ob und gegebenenfalls in welcher Höhe der Arbeitgeber ein Urlaubsgeld zahlt. Hierzu hat die gewerkschaftsnahe Hans-Böckler-Stiftung in einer nicht repräsentativen Befragung einige Zahlen analysiert. Danach erhalten 41 Prozent der Beschäftigten Urlaubsgeld, 59 Prozent gehen leer aus. Gegenüber den Vorjahren ist der Anteil der Arbeitnehmer mit Urlaubsgeld damit um fast 50 Prozent spürbar gesunken.

Erholungsbeihilfe statt Urlaubsgeld

Zahlen vor allem Großbetriebe ihren Beschäftigten weiterhin das Urlaubsgeld, so sind viele kleine und mittlere Unternehmen aus dieser Praxis ausgestiegen. Bei vielen Firmen belastet das Urlaubsgeld das Budget erheblich. Hinzu kommt, dass der arbeitsrechtliche Gleichbehandlungsgrundsatz es gebietet, dass es keine Einzelregelungen hinsichtlich der Grundentscheidung geben darf. Zahlt der Arbeitgeber Urlaubsgeld, muss er es allen Mitarbeitern ohne Ausnahme gewähren. 

Doch um Kosten zu sparen, muss nicht gleich ganz auf eine Zuwendung für die Beschäftigten verzichtet werden. Mit einer Erholungsbeihilfe kann ein Zuschuss zum Urlaubsbudget erfolgen, ohne dass hohe Abgaben anfallen. So hat auch der Arbeitnehmer in vielen Fällen mehr vom Geld.

Erholungsbeihilfe Voraussetzungen

Bekommt der Arbeitnehmer Urlaubsgeld, kommt davon nicht selten nur die Hälfte bei ihm an.  Die Erholungsbeihilfe kann dagegen unter bestimmten Voraussetzungen einem festen pauschalen Steuersatz von 25 Prozent unterworfen werden.

Sozialabgaben fallen nicht an, so dass hier Arbeitgeber und Arbeitnehmer profitieren. Übernimmt der Arbeitgeber auch die Zahlung der pauschalen Lohnsteuer, kann die Erholungsbeihilfe sogar  „brutto für netto” an den Arbeitnehmer ausgezahlt werden.

Allerdings dürfen die Beihilfen insgesamt im Kalenderjahr

  • 156 Euro für den Arbeitnehmer,
  • 104 Euro für den Ehegatten oder eingetragenen Lebenspartner
  • und 52 Euro pro Kind nicht übersteigen.

Für einen verheirateten Arbeitnehmer mit zwei Kindern kann jährlich also eine steuerbegünstigte Erholungsbeihilfe in Höhe von insgesamt 364 Euro gewährt werden. Die jeweiligen Höchstbeträge stellen auch die Grenze zur pauschalen Besteuerung dar.

Die Erholungsbeihilfe nur in Zusammenhang mit Urlaub

Anstelle des nicht begünstigten Urlaubsgeldes kann also auch Erholungsbeihilfe gewährt werden. Eine wichtige Voraussetzung für die Steuerbegünstigung ist, dass die Erholungsbeihilfe im zeitlichen Zusammenhang mit dem Urlaub gewährt wird.

Dafür muss aber keine geplante Reise nachgewiesen werden, der Urlaub kann auch zu Hause verbracht werden. Der zeitliche Zusammenhang gilt als gewahrt, wenn die Beihilfe innerhalb von 3 Monaten vor oder nach Antritt des Urlaubs ausbezahlt wird.

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Textquelle: Ralph Kaste

Symbolgrafiken: © Gina Sanders – Fotolia.com


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