Digitalisierung Entwicklung: In der Schule

Digitalisierung Entwicklung - Fortschritte der Zukunft
Digitalisierung Entwicklung – Fortschritte der Zukunft

Die Digitalisierung schreitet unaufhaltsam voran, in allen Lebensbereichen. Sie dringt auch in Sphären vor, die wir als Deutsche für nicht digitalisierbar halten. Unser Denken hinkt also oft der Entwicklung nach. So beispielsweise in der Bildung. Während in Deutschland sehr träge daran gewerkelt wird, die Klassenzimmer mit Computern auszustatten, ist man international schon längst dabei, die zukunftsorientierten Inhalte der benötigten Software zu optimieren. Digitalisierung Entwicklung im Klassenzimmer.

Wie die Digitalisierung immer weiter voran schreitet

Education Technology, kurz EdTec, ist momentan das Trendfeld der Software-Kreativen. Wer hier kurzfristig die innovativsten Lösungen hervorbringt, kann sich des Interesses vieler Investoren sicher sein. Kein Wunder also, dass man sich vor allem im Silikon Valley dieser Materie widmet. In neue, außergewöhnliche Bildungsplattformen wurden in den USA bereits mehr als zwei Milliarden Dollar investiert. Doch der Hype um diese Thematik hat gerade erst begonnen.

Dabei geht es nicht um „kleine digitale Helfer“ und anderen Schnickschnack. Es geht um völlig neue Lernwelten, wo Klassenarbeiten und Tests keine Rolle mehr spielen. Jeder soll mit Hilfe intelligenter Software sein Potential frei entfalten können, weil die Förderung dabei grundsätzlich individuell ausgerichtet ist.

Unser Tipp: Nicht der zu vermittelnde Stoff steht im Mittelpunkt, sondern die Möglichkeiten des Einzelnen. Dass komplexe Begreifen vielschichtiger Entwicklungsbreite und -tiefe ist in heutiger Schulform für Lehrer nicht möglich. Zu eng ist die Bindung an den vorgegebenen Lernstoff. 

Digitalisierung Entwicklung – Die Bildung in der Schule mit digitalen Helfern

Das digitale Lernen wird die Rolle des Lehrers völlig verändern. Er wird in Zukunft nicht mehr der alleinige Vermittler des Wissens sein, sondern eher ein Sachwalter, der seine Schüler durch die Komplexität der gebotenen Möglichkeiten lotst und begleitet.

Schüler selbst werden durch Interaktionen mit modernen Systemen die Inhalte

  • füllen,
  • vervollständigen und
  • ständig aktualisieren.

Der letzte OECD-Bericht sieht in Deutschland allerdings bisher den Trend verschlafen. Die Schulen haben sich hier

Wenn die Bildung digital wird
Wenn die Bildung digital wird

in den letzten Jahrzehnten kaum verändert. Gelernt wird über alle Schulformen bis hin zur Berufsschule im Akkord. Individualisierung ist weitestgehend ein Fremdwort. Schüler müssen immer noch gleichgeschaltet funktionieren. Eine staatliche Strategie für den Einsatz der komplexen digitalen Möglichkeiten fehlt bisher völlig. Nach Aussage führender Bildungsforscher ist Schule dort stehengeblieben, wo es um die Hardware geht – ein Whiteboard für die Klasse, einen Computer für jeden Schüler.

Viel interessanter ist aber, was man mit den Programmen darauf machen kann. Auch hierzulande könnten Lehrer neue Methoden unterschiedlichster Plattformen durchaus schon nutzen. Das tun sie bisher aber kaum, wohl auch, weil es lediglich auf eigene Rechnung funktioniert. Politische Entscheidungen über den Einsatz neuer Lernmethoden lassen auf sich warten.

Da Fortschritt und Innovation sich bekanntlich nie aufhalten lassen, werden es letzten Endes

  • Schüler,
  • Studenten und auch
  • Lehrer

selbst sein, die das Ganze auch ins deutsche Bildungssystem einbringen und Veränderungen der Lernkultur damit erzwingen. Schulbücher und ähnliches Material wird man wohl spätestens in zehn Jahren nicht mehr brauchen.

Buch-Tipp: Die Lüge der digitalen Bildung: Warum unsere Kinder das Lernen verlernen

Textquelle: Ralph Kaste 

Symbolgrafiken: © blue-Weissblick, Sergey-Nivens – Fotolia.com


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