Zöliakie Ursachen & Symptome

Zöliakie Ursachen und Symptome.
Zöliakie Ursachen und Symptome.

Glutenfrei, ja klar, aber warum, das wissen dann auch nur die Wenigsten zu beantworten. Dabei ist das Problem der Unverträglichkeit des besagten Glutens so klein nicht. Diese ist es nämlich, die mit dem Namen Zöliakie benannt ist. Die Zahlen in den Statistiken schwanken, nehmen allerdings jährlich zu. Lesen Sie mehr zu den Zöliakie Ursachen und Symptomen.

Gluten Eigenschaften und Vorkommen

Gluten ist ein dominierendes Eiweiß, was sich in bestimmten Getreidesorten findet. Wird das Getreide zu Mehl gemahlen und mit Wasser vermischt, dann erhält es durch Gluten seine typisch zähe Konsistenz. Das Eiweiß wirkt dabei wie ein Kleber und wird deshalb auch gern als Klebereiweiß bezeichnet.

Das Gluten kommt unter anderem in

  • Weizen,
  • Gerste,
  • Roggen
  • und auch in Dinkel vor.

Viele industriell hergestellte Produkte können ebenso Gluten enthalten. Allerdings müssen Hersteller inzwischen auf Packungen ausdrücklich darauf hinweisen.

Zöliakie Symptome bei Kindern und Erwachsenen

Die Gluten-Unverträglichkeit, Zöliakie, macht sich tatsächlich erst durch markante Reaktionen der Unverträglichkeit bemerkbar. Bei Kleinkindern fällt die Erkrankung oft auf, wenn die Kleinen das erste Mal Getreideprodukte in Form von Brei erhalten. Wenige Wochen bis Monate später können dann die klassischen Symptome einer Zöliakie auftreten:

  • Blähungen,
  • Durchfälle,
  • Appetitlosigkeit
  • und Gewichtsverlust.

Doch bei älteren Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen gibt es in diesem Zusammenhang oft nur unspezifische Beschwerden, so dass die Krankheit meist erst sehr spät erkannt wird.

Zöliakie Ursachen

Teilweise zeigt sich die Unverträglichkeit nur indirekt durch die Folgen einer Mangelernährung. Diese wird durch anhaltende Entzündungen im Dünndarm ausgelöst, die zu einer Rückbildung der dort sehr wichtigen Schleimhautzotten führt.

Die einzige Therapie: Verzicht!
Die einzige Therapie: Verzicht!

Diese Ausstülpungen nehmen normalerweise die Nährstoffe aus der Nahrung auf. Doch durch einen genetischen Defekt, der die Gefahr einer Gluten-Unverträglichkeit im Dünndarm um ein Vielfaches vergrößert, können aber viele lebenswichtige Bestandteile der Nahrung im Darm nur noch unzureichend verwertet werden.

Stattdessen gelangen die lebenswichtigen Nährstoffe in den Dickdarm und werden dann mit dem Stuhl wieder ausgeschieden. Dies führt zu erheblichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen. 

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Risiken der Erkrankung

Doch wird solch eine Unverträglichkeit gegenüber Gluten nicht erkannt oder nicht behandelt, kann es langfristig zu Komplikationen kommen.

Dazu gehören die Folgen einer

  • Nährstoffunterversorgung ebenso,
  • wie Entwicklungsstörungen,
  • verzögerte Pubertät
  • und Unfruchtbarkeit.

Daneben besteht ein erhöhtes Risiko für Autoimmunkrankheiten, wie Diabetes mellitus oder gar krankhafte Veränderungen der Schilddrüse. Hierbei sind anhand einer Gewebeprobe aus der Dünndarmschleimhaut mittels Biopsie, unter dem Mikroskop die für eine Zöliakie typischen Veränderungen an der Schleimhaut erkennbar.

Worauf sollte man verzichten?

Die einzige Therapie, die es zur Heilung gibt und um den Gefahren und Problemen einer Gluten-Unverträglichkeit auch künftig aus dem Weg zu gehen, ist: Komplett auf Gluten verzichten, und zwar lebenslang.

Das heißt also, Verzicht auf

  • Weizen,
  • Roggen,
  • Gerste,
  • Dinkel,
  • Kamut,
  • Emmer,
  • Einkorn,
  • Grünkern
  • und auch auf daraus hergestellte Fertigprodukte, wie zum Beispiel Nudeln. 

Ersetzt werden können die glutenhaltigen Lebensmittel beispielsweise durch Mais und Maismehl, Reis, Hirse, Wildreis und Buchweizen.Tipps für eine ausgewogene Ernährung ohne Gluten lassen sich natürlich auch speziellen Zöliakie-Kochbüchern entnehmen.

Textquelle: Ralph Kaste

Symbolgrafiken: © Daniela Stärk, Juniart – Fotolia.com


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