Wasser trinken: So viel Wasser braucht der Mensch

Gesunde Menge Wasser trinken.
Gesunde Menge Wasser trinken.

Der Körper braucht Flüssigkeit, sonst trocknet er aus. Auch die Zufuhr von Mineralien in gelöster Form erfolgt über das Trinken. Ältere Menschen vergessen es oft, doch bei Hitze oder auch im Sport wird dergleichen manchmal übertrieben. Das kann zu gefährlichen Ergebnissen führen und ist keinesfalls zu unterschätzen. Im ersteren Fall droht Austrocknung, manchmal kann das ständige Trinken aber auch zu viel des Guten sein. Nein, es geht hier nicht um Alkohol und dessen Missbrauch. Wie viel Wasser trinken gesund ist erfahren Sie im folgendem Artikel.

Maßvolles Trinken – Zu viel kann schaden

Man kann sich auch mit Wasser zu Tode trinken. Denn wird der Körper mit Wasser überschwemmt, reicht die Salzkonzentration nicht mehr aus, um die Verteilung der Flüssigkeit zu regeln. In der Medizin wird das als belastungsbedingte Hyponatriämie (EAH) bezeichnet und ist regelmäßig Gegenstand intensivster Forschung. Erst kürzlich wurde dazu wieder eine Studie im Clinical Journal of Sport Medicine veröffentlicht.

Denn durch die Aufnahme zu großer Flüssigkeitsmengen entsteht im Körper ein Verdünnungseffekt, der Wasser in die Zellen strömen und sie anschwellen lässt. Im Hirn kann derlei Schwellung die Blutzufuhr behindern und auch zum Tode führen.

Anzeichen einer Hyponatriämie

Wasser trinken während des Sports.
Wasser trinken während des Sports.

Typische Anzeichen einer leichten EAH sind:

  • Schwindel
  • Übelkeit
  • Schwellungen
  • Gewichtszunahme

Diese Symptome können während der sportlichen Betätigung und bis zu 24 Stunden danach auftreten.

Eine schwere Hyponatriämie äußert sich durch:

  • Kopfschmerzen
  • Erbrechen
  • Bewusstseinsstörungen bis hin zu komatösen Zuständen und Enzephalopathien.

Gartenbista-Tipp: Sportler, die unter den genannten Beschwerden leiden, sollten sich unverzüglich in ärztliche Behandlung begeben.

Viele Langstreckenläufer erleiden derartige Symptome. Kürzlich erst erlag wieder ein Triathlet diesem Phänomen. Darauf bezogen ist es auch völlig egal, ob der Athlet Wasser oder spezielle Sportlergetränke zu sich nimmt. Die Angabe „isotonisch“ verweist lediglich auf einen erhöhten Glukose-Gehalt des Getränks, es besteht aber trotzdem überwiegend aus Wasser. Sportler müssen deshalb nach Ansicht der Experten darauf achten, nicht mehr Flüssigkeit zu sich zu nehmen, als sie über Schweiß und Urin verlieren.

Wasser trinken: Wie viel Wasser sollte man am Tag trinken?

Konkrete Angaben zur maximalen Trinkmenge werden dabei nicht gemacht. Wer sich selbst kontrollieren möchte, kann sich vor und nach dem Sport wiegen. Nach mehreren Stunden körperlicher Betätigung, wie beispielsweise nach einem Marathonlauf oder einer anderen schweißtreibenden Herausforderung, sollte der Athlet nicht schwerer sein als vorher.

Andernfalls kann dies bereits ein Hinweis auf eine übermäßige Flüssigkeitsaufnahme sein. Ein geringer Gewichtsverlust dagegen geht völlig in Ordnung und hat meist auch gar nichts mit dem Flüssigkeitshaushalt zu tun. Therapiert wird eine EAH in der Regel durch intravenöse Verabreichung einer 3-prozentigen Kochsalzlösung. Um das Auftreten einer Hyponatriämie vor allem beim Sport zu vermeiden, gilt den Experten zur Folge immer noch eine ganz simple Faustregel: Es sollte nur trinken, wer Durst hat.

 

Textquelle: Ralph Kaste

Symbolgrafiken: © sebra, grki – Fotolia.com


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