Warum die Walnuss gesund ist

Walnüsse sind gesund
Walnüsse sind gesund.

Walnüsse stammen ursprünglich aus Asien. Mit Hilfe der Römer sind sie letztlich in unsere Breiten gelangt und diese haben ihnen auch den Namen gegeben. In Deutschland wächst der Baum, der die Nüsse jährlich reichlich abwirft, vor allem in Hausgärten und in den Weinbergregionen. Im ländlichen Bereich gehörte der Walnussbaum früher auf jeden Hof. Er hielt, über dem Misthaufen stehend, die Fliegen fern. Das Holz des Baumes ist noch heute sehr begehrt bei Liebhabern aufwendig handgefertigter Möbel. Im folgenden erklären wir warum die Walnuss gesund ist und wie man sie wirkungsvoll anwenden kann.

Wirkung der Walnuss

Jährlich im Herbst, mit den ersten Stürmen, entledigt sich der Baum seiner da noch grünen Nüsse. Diese, per Hand aufgesammelt, getrocknet und gesäubert, sind unsere Weihnachtsboten. Von vielen wird die Walnuss schon im frischen Zustand, unmittelbar nach ihrem Abwurf geschätzt.

Die dann noch reichlich vorhandenen Gerbstoffe

  • stimulieren die Abwehrkräfte,
  • bekämpfen freie Radikale
  • und hemmen wohl auch die Entstehung von Krebs.

Die Walnuss besteht zu zwei Dritteln aus Fett, deshalb wird sie von vielen gemieden. Das aber völlig zu unrecht, denn ein gemäßigter Verzehr ist für den menschlichen Körper sehr vorteilhaft. Schon wenige Nüsse liefern reichlich einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die unser Körper so dringend braucht. Diese verbessern den Blutfluss und wirken dem Bluthochdruck entgegen. Walnüsse sind die einzigen Nüsse, die große Mengen an Omega-3-Fettsäuren enthalten. Diese tragen dazu bei, ein Nachlassen unserer geistigen Fähigkeiten zu verhindern. Viel mehr noch, sie haben erneuernde und aufbauende Wirkung.

Omega-3-Fettsäuren sind Bestandteil der Gehirnzellen und sie sind notwendig

  • für die Bildung von Nervenzellen.
  • Gleichzeitig wirken sie sich positiv auf die Sehfunktion aus.
  • Der hohe Gehalt an einfach ungesättigten Fettsäuren führt zu einer Senkung des Cholesterinspiegels
  • und verbessert die Elastizität der Arterien.
  • Ein wirksamer und natürlicher Schutz vor Herzinfarkt und Schlaganfall.

Gartenbista-Tipp: Eine jüngste Studie der Harvard Universität belegt: Wer lange Zeit jeden Tag 5 Walnüsse genießt, hat ein bis zu 52 Prozent geringeres Risiko für einen Herzinfarkt und verlängert sein Leben um bis zu 5 Jahre.

Nährwerte: Deshalb ist die Walnuss gesund

Walnüsse enthalten darüber hinaus die wichtigen Vitamine B1, B3, B6, Vitamin E und Folsäure. Wegen des hohen Fettgehalts, ist das fettlösliche Vitamin E, das antioxidativ wirkt und vor freien Radikalen schützt, für den Menschen besonders gut verwertbar.

Aus diesen Gründen ist die Walnuss gesund und liefert gleichzeitig lebensnotwendige Mineralien in reichlicher Menge,

Gartenbista-Tipp: Wer auf Nüsse allerdings allergisch reagiert, für den sollte der Verzehr tabu sein. Schon kleinste Mengen können eine schwere Reaktion auslösen. Auch wenn die Walnuss gesund ist, sollten Allergiker sie unter keinen Umtänden verzeheren.

Ungesätigte Fettsäuren in der Nuss

Ungesättigte Fettsäuren stärken die Kittsubstanz und die Ceramidschicht der Haut. Des Weiteren stabilisiert sie den Zellaufbau und reguliert den Cholesterinspiegel. Die Arterien werden vor Verkalkungen geschützt und schuppige Haut, sowie Kopfhaut wird geschmeidiger und gewinnt an Feuchtigkeit.

Wirkung auf Herz und Gehirn

Täglich fünf bis sieben Walnüsse fürs das Herz:  Sie enthalten besonders viele Substanzen, die vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützen. Die Walnuss hat 666 kcal pro 100 Gramm und gehört damit zu den fettreichsten Nussarten. 100 Gramm Walnusskerne enthalten zum Beispiel 7,5 Gramm der wichtigen alpha-Linolensäure.

Dazu sind die Nusskerne reich an Zink (ein wichtiges Spurenelement unter anderem für Leber und Haare) und Kalium (fürs Herz), außerdem enthält sie

  • Magnesium,
  • Phosphor,
  • Eisen,
  • Kalzium
  • und die Vitamine A, B1, B2, B3, C, E
  • und Pantothensäure.
Die Nüsse lassen sich vielseitig anwenden.
Die Nüsse lassen sich vielseitig anwenden.

Nüsse lassen sich leicht in die tägliche Nahrung einbauen, etwa ins Müsli, in Joghurt oder als Nussbrot.Mit ihren beiden Hemisphären, der schädelähnlichen Schale und den knotigen Faltungen sehen normale Walnüsse dem menschlichen Gehirn in mehrfacher Hinsicht ähnlich – und genau diesem Gehirn nützen sie auch. Walnüsse sind die einzigen Nüsse, die große Mengen an Omega-3-Fettsäuren enthalten, die dazu beitragen, ein Nachlassen der kognitiven Fähigkeiten zu verhindern. Denn das Gehirn von Säugetieren ist aus diesen Säuren zusammengesetzt und braucht sie.

Vielseitige Anwendung der Walnuss

Auch zum Backen für Kuchen und Gebäck eignen sich die Kerne und werden auch gerne Salaten beigegeben. Gepresst ergeben sie ein aromatisches Öl. Aus halbreif im Juni oder Juli geernteten grünen Nüssen werden alkoholische Spezialitäten wie Nusslikör oder Nusswasser hergestellt. Walnüsse veredeln auch Konfitüren, Sirup oder Honig.

Altes Walnuss Rezept

Man gibt die Nüsse im Herbst, wenn sie schon so weit trocken sind, dass man die Haut nicht mehr davon abziehen kann, schichtweise in Körbe, streut Sand zwischen die Lagen, deckt die Körbe mit Sand zu und setzt diese Körbe den Winter über, wohin man will, in die freie Luft, wo sie dem Regen, dem Schnee und dem Frost beständig ausgesetzt sind. Ende Februar oder Anfang März, ehe die Nüsse keimen, nimmt man sie heraus; die Haut lässt sich dann ablösen, und die Kerne schmecken süß und gut.

Bad aus  Walnussblättern

Eine Handvoll getrocknete Walnussblätter 20 Minuten lang kochen und dann abkühlen lassen, darin kann man seine gestressten und schwitzigen Füße baden oder sich eine Ganzkörperabreibung verpassen – etwa wenn man unter Hitzewallungen leidet. Die Abkochung eignet sich auch als Sitzbad (1 EL pro l Badewasser) bei Hämorrhoiden.

Walnuss gesund und wirkungsvoll für Haut und Haar

Walnüsse spenden der Haut Fett von innen und vertreiben so die Trockenheit. Linolsäure versorgt die Haut optimal mit geschmeidig haltendem Lipid. Walnüsse sind eine perfekte Quelle dafür.

Walnuss-Hummus mit Leinsamen

Zutaten:

  • 50 g Walnüsse
  • 400 g gekochte Kichererbsen
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 EL Tahin
  • Saft einer 1/2 Zitrone
  • 1/2 TL gemahlener Kümmel
  • 1/2 TL Salz
  • 2-3 EL geschrotete Leinsamen
  • 5-6 EL Wasser

Zubereitung:

Zunächst gehackte Petersilie, Walnüsse in einer Pfanne rösten und dann fein reiben. Danach Knoblauchzehe fein hacken und Walnüsse, Knoblauch, Kichererbsen, Tahin, Zitronensaft, Kümmel, Salz zusammen pürieren. Leinsamen unterrühren. Anschließend Wasser unterrühren und gehackte Petersilie unterheben.

Honiggeröstete Walnüsse

Zutaten:

  • 1 EL Butter
  • 25 g Muscovado Zucker
  • 1 EL Honig
  • 1-3 TL gemahlener Ingwer (je nachdem wie intensiv man es mag)
  • 200 g Walnüsse
  • 1/4 TL feines Meersalz (bitte kein normales Haushaltssalz verwenden da es zu intensiv im Geschmack ist)

Zubereitung:

Den Ofen auf 160°C (Umluft) vorheizen. Zunächst die Butter in einer Pfanne schmelzen, Zucker dazugeben und schmelzen lassen. Die Pfanne vom Herd nehmen, nun Honig, Ingwer und Meersalz dazugeben und gut unterrühren. Zum Schluss noch die Nüsse in die Pfanne geben und sehr gut untermischen. Sie sollten alle mit der Karamelmasse überzogen sein.Ein Backblech mit Backpapier auslegen und die Nüsse darauf verteilen. Für 5 Minuten im Backofen rösten und nach ungefähr 7 Minuten die Nüsse einmal durchmischen. Die Nüsse aus dem Ofen nehmen, abkühlen lassen und dann luftdicht verpacken.

Unser Kauf-Tipp: BIO-Walnusskerne | Walnüsse Ernte 2017 (1 kg Halbe Kerne)

Textquelle: Ralph Kaste

Symbolgrafiken: ©  Jd-Photodesign, Exclusive-Design – Fotolia.com


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