Verdauungssystem Organe & Funktion

Verdauungssystem Organe & Funktion
Verdauungssystem Organe & Funktion

Verdauungssystem Organe & Funktion: Die Konversation über das menschliche Verdauungssystem ist nicht unbedingt beliebt. Das Thema gilt vielen als suspekt, laufen doch dort in der Regel Verwertungsprozesse ab. In den Fokus gerät das Ganze lediglich bei Auffälligkeiten, die aber auch nicht gerade Freude verbreiten. So gilt eine Magen-Darm-Grippe durchaus als unangenehm, schon der Gedanke daran vermittelt von gewissem Ekel getriebene Assoziationen. Noch schlimmer wird es beim Thema Darmkrebs, das es berechtigterweise aber mehrmals im Jahr an die Öffentlichkeit schafft.

So wichtig sind Verdauungssystem Organe

Denn alles was mit Magen und Darm zu tun hat, ist lebenswichtig. Das erkannten die Chinesen schon vor Jahrtausenden und haben in ihrer traditionellen Heilkunde ein ganz besonderes Augenmerk auf den Darm gelegt. Nach ihrer Ansicht und auch nach den Erkenntnissen der modernen Medizin, stehen Darm und Immunsystem in enger Verbindung zueinander.  Schwächelt eines der kompakten Systeme, gerät einiges aus dem Gleichgewicht. Vor allem betroffen ist dann die Darmflora, jene komplizierte Welt aus Mikroorganismen.

In der Mehrzahl sind es Bakterien,

  • die dort Nährstoffe verdauen und verwerten,
  • Vitamine bilden,
  • Krankheitserreger abwehren
  • und das Immunsystem mit den dafür notwendigen Informationen versorgen.

Bei einem gesunden Erwachsenen schätzt man die Masse der dort tätigen Mikroorganismen auf etwa 2 Kilogramm. Aber die Zusammensetzung ist nicht etwa wahllos, sie folgt einem sinnvollen und ausgewogenem Verhältnis. Allein der Aufbau dieser Flora ist ein komplizierter Prozess, der schon mit dem Geburtsvorgang eingeläutet wird. 

Babys und Kinder haben ein steriles Verdauungssystem.
Babys und Kinder haben ein steriles Verdauungssystem.

Bis dahin ist der Verdauungstrakt eines Kindes normalerweise völlig steril. Bei einer natürlichen Geburt wird ein Teil der Schleimhaut im Geburtskanal vom Baby herunter geschluckt. Die darin enthaltenen Bakterien bilden die Kultur für den Aufbau einer eigenen Darmflora in den nächsten Wochen und Monaten. Dadurch besitzt schon der Säugling einen relativ guten Schutz, auch über sein damit aktiviertes Immunsystem.

Unser Buch-Tipp: Darm mit Charme: Alles über ein unterschätztes Organ

Auswirkungen eines ungesunden Verdauungssystems

Im Laufe unseres Lebens zerstören wir durch Ernährung, Medikamente oder andere Einflüsse dieses komplexe System und machen unseren gesamten Körper damit angreifbar für vielerlei Krankheiten und Allergien. Doch nicht nur das ist dann problematisch, sondern auch die gleichzeitige Entstehung gesundheitsschädlicher Eiweiße.

Forscher haben inzwischen nachgewiesen, dass diese Eiweiße unsere Nervenzellen befallen können und damit Auswirkungen auf das Gehirn auslösen. In der Darmwand eines Menschen befinden sich schließlich mehr Nervenzellen als im Rückenmark. Damit erklärt sich die Sensibilität.

Gartenbista-Tipp: So stehen auch Krankheiten wie Alzheimer und Parkinson im Zusammenhang mit einer gestörten Darmflora. Die Mediziner sprechen von einem krankhaft gestörten Milieu, in dem Erreger prächtig und ungestört gedeihen können.

Das Thema Darmgesundheit wegzudiskutieren wäre also fatal. Besser ist auf jeden Fall, mit probiotischen Produkten die Gesundheit der Darmflora zu fördern. Bei schon ernsthafteren Schädigungen werden heute vielfach Schleimhaut-Therapien oder mikrobiologische Therapien angewandt. Aber auch die Einnahme von Präbiotika und deren Kombination mit Probiotika versprechen Unterstützung bei Darmproblemen. Ist dieses System wieder intakt, vermittelt es Wohlbehagen und Sicherheit.

Unser Buch-Tipp: Krebszellen mögen keine Himbeeren: Nahrungsmittel gegen Krebs. Das Immunsystem stärken und gezielt vorbeugen

Textquelle: Ralph Kaste

Symbolgrafiken: © Underdogstudios, Sabine Immken – Fotolia.com


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Du kannst unter Pseudonym kommentieren. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ja, ich habe die Datenschutzerklärung gelesen.