Schlafmangel: Auswirkungen & warum Schlaf so wichtig ist

So wichtig ist Schlaf für den Körper.
So wichtig ist Schlaf für den Körper.

Schlafmangel gilt unter Führungskräften oft als schick. Viele sehen darin eine zwingende Karrierevoraussetzung. Dabei ist dieses Phänomen nicht neu. Schon Napoleon rühmte sich dafür, nach vier Stunden Schlaf völlig ausgeruht zu sein. So mancher berühmte Geist der Geschichte hat diese Schwelle auch noch unterboten. Fragt sich nur, ob das auch noch gesund ist, denn die Schlafmangel Auswirkungen können auf dauer gefährlich werden.

Schlafmangel Auswirkungen

In Tests hat man nachgewiesen, dass nach einer Woche mit nur vier bis fünf Stunden Schlaf pro Nacht die kognitive Leistungsfähigkeit gesunder Versuchsteilnehmer so stark gemindert war, wie bei einem Blutalkoholspiegel von einem Promille. Je länger der teilweise Schlafentzug dauert, desto extremer sind die Folgen. Das Gehirn nimmt Visionen, Schatten und Geräusche wahr, die real nicht existieren. Unbestritten ist also, dass Schlafen extrem wichtig ist. In der Ruhephase laufen im Körper diverse Regenerationsprozesse ab.

  • Zellen erneuern sich,
  • Wachstumshormone werden produziert
  • und Immunzellen aktiviert.

Dabei durchlaufen wir mehrmals nacheinander sogenannte Schlafzyklen. Die Länge der Abschnitte ändert sich aber ab der zweiten Nachthälfte. Die Tiefschlafphasen werden nach den ersten drei Stunden kürzer. Da diese aber für die Erholung entscheidend sind, bestimmt ihre Qualität den gesamten Schlaf. 

So viel Schlaf braucht der Mensch

7 Stunden Schlaf ist optimal.
7 Stunden Schlaf ist optimal.

Deshalb ist es nicht entscheidend, wann man ins Bett geht. Das Schlafbedürfnis selbst kann genetisch beeinflusst sein, von der körperlichen Verfassung und der Belastung am Tag abhängen und steht auch in Verbindung mit dem Lebensalter. Ältere Menschen benötigen deutlich weniger Schlaf als Kinder. 

Eine neue Studie belegt nun, dass sieben Stunden ausreichen und sogar am gesündesten sind. Wissenschaftler der Universität von Nagoya stellten dabei fest, dass die höchste Lebenserwartung die Personen hatten, die zwischen 6,5 und 7,5 Stunden schliefen.

Bei einem Pensum von acht Stunden stieg das Sterblichkeitsrisiko deutlich an. Auch Menschen, die entschieden weniger schlafen, haben nach dieser Studie eine geringere Lebenserwartung. Hier zeigte sich ein auffälliger Zusammenhang bei einer Schlafdauer unter 4,5 Stunden. 

Gartenbista-Tipp: Wissenschaftler aus Großbritannien stellten den gleichen Zusammenhang fest und empfehlen sieben Stunden Schlaf als gesundes Maß. Normalerweise nimmt sich der Körper nur die Menge Schlaf, die er benötigt. Verlängert man aber eine insgesamt träge Lebensweise in den Schlaf, erhöht dies die ohnehin latente Gesundheitsgefahr. Zu viel Schlaf wirkt sich dann negativ aus.

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Textquelle: Ralph Kaste

Symbolgrafiken: © Drubig-Photo, Wordley Calvo Stock – Fotolia.com


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