Phosphor im Körper und in Lebensmitteln

Phosphor im Körper
Phosphor im Körper

Spätestens seit der Entdeckung der DNA, also der chemischen Struktur als Ursprung aller Erbanlagen, wird der Mensch selbst als relativ einfach strukturierter Chemiebaukasten betrachtet. Das Wissen um das Zusammenspiel von Mineralien und Spurenelementen ist schon sehr weit fortgeschritten. Dabei spielt es eine der Hauptrollen. Denn neben Kalzium ist Phosphor im Körper das häufigste Mineral des Menschen.

Phosphor im Körper ist an fast allen Lebensvorgängen beteiligt

Phosphor kommt im Körper nur in Verbindung mit Sauerstoff als Phosphat vor. Denn es ist nahezu an allen Lebensvorgängen beteiligt. Neben den wichtigen Funktionen im Knochen– und Eiweißstoffwechsel, wird Phosphat besonders für den Energiestoffwechsel als direkte Quelle aller Zellvorgänge benötigt. Hier vor allem beim Aufbau der Zellwände. Als Phosphorsäureester bilden sie sogenannte Nukleinsäuren und sind damit wichtige Bausteine der menschlichen Erbanlagen. Jeder Zellerneuerungs- und Zellwachstumsprozess bedarf also der Bereitstellung ausreichender Phosphatmengen. Im Blutplasma wirkt Phosphat als Puffer und wirkt regulierend auf den Säure-Basen-Haushalt.

Phosphor kommt auch in Lebensmitteln in Form von Phosphaten vor. Vor allem eiweißreiche Lebensmittel sind gute Lieferanten des Phosphors, so

  • Eier,
  • Milch,
  • Käse,
  • Fleisch
  • und Fisch.

Gartenbista-Tipp: Aber auch mit pflanzlichen Produkten kann die Phosphor-Versorgung gesichert werden, so beispielsweise mit Getreide oder Hülsenfrüchten. Nüsse werden in diesem Zusammenhang auch immer wieder gern ins Spiel gebracht. Die Alleskönner liefern reichlich Phosphor. Relativ wenig Phosphor dagegen ist beim Verzehr von Obst und Gemüse zu erwarten. Industriell hergestellten Lebensmitteln wird heute vielfach bei der Zubereitung Phosphat zugesetzt.

Vitamin D als Botenstoff von Phosphor

Mangelerscheinungen treten bei ausgewogener Ernährung kaum auf. Wenn doch, dann meist als Folge von Fehl- oder Mangelernährung oder eines Vitamin-D-Mangels. Gerade dem Vitamin D kommt bei der Phosphat-Konzentration im Blut eine herausragende Bedeutung als Botenstoff zu. Sinkt der Phosphatspiegel im Blut unter einen bestimmten Wert, kann es zur Knochenerweichung kommen. Bei Kindern ist dieses Phänomen als Rachitis bekannt. Aber auch bestimmte Medikamente, Darmentzündungen oder gar eine angeborene Hypophosphatämie behindern die regelmäßige Aufnahme von ausreichend Phosphor. Typische Symptome hierfür sind

  • Gewichtsverlust,
  • Müdigkeit
  • und ein oft beobachtetes Verlangen nach Kreide, Ton und Kalk.

Atembeschwerden und Herzrhythmusstörungen können dabei auf ein Fortwirken des Mangels hindeuten und 

Vitamin D für eine vermehrte Aufnahme von Phosphor
Vitamin D für eine vermehrte Aufnahme von Phosphor

bedürfen ärztlicher Abklärung. Oft wird bis zur sicheren Diagnose der Ursachen eine erhöhte Gabe an Vitamin D ärztlich empfohlen. Das Vitamin D sorgt für eine vermehrte Aufnahme des Phosphors in Form von Phosphat aus der Nahrung. Insofern ist die momentan gerade populäre und oft pauschale Verteufelung der Einnahme von Vitamin D sehr oberflächlich.

Zu viel Phosphat wird vom Körper geregelt

Einen Phosphat-Überschuss hingegen regelt der Körper in der Regel durch Ausscheidung mit dem Urin. Eine Hyperphosphatämie, krankhafter Phoshatüberschuss, kann seine Ursachen in einer Unterfunktion der Nebenschilddrüsen oder der Nebennieren haben. Aber auch Krebserkrankungen können hier ursächlich sein. Neuerdings wird ein Zusammenhang zwischen einer zu hohen Phosphorzufuhr und der Hyperaktivität vieler Kinder diskutiert. Hierfür wird der relativ hohe Phosphat-Gehalt in

  • Cola-Getränken,
  • Limonaden,
  • bunt gefärbten Lebensmitteln
  • und Süßigkeiten, wie beispielsweise Gummibärchen, verantwortlich gemacht.

Restlos bewiesen ist das allerdings noch nicht.

Textquelle: Ralph Kaste

Symbolgrafiken: © baibaz, ratmaner – Fotolia.com


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