Nasennebenhöhlenentzündung – Symptome, Ursachen, Therapie

Nasennebenhöhlenentzündung und Erkältung.
Nasennebenhöhlenentzündung und Erkältung.

Wenn die Nase tropft, dann ist das oft ein untrügliches Zeichen für den Schnupfen. Das ist zwar unangenehm, geht aber nach wenigen Tagen wieder vorbei. Wäre da nicht das immer häufiger auftretende Problem mit den Nasennebenhöhlen. Diese befinden sich im Stirn- und Wangenbereich des Schädels und verfügen über kleinste Zugänge zur Nase. Ihre Funktion ist medizinisch bis heute nicht vollständig geklärt.

Die Nasennebenhöhlen sind normalerweise gut belüftet. Bei einem Schnupfen wird der Sekretabfluss durch Schwellung der Schleimhäute behindert. Das gebildete Sekret kann nicht mehr abfließen und hemmt die Belüftung der Nebenhöhlen. Das Schnupfensekret sucht sich einen Weg in die Nasennebenhöhlen. Dort finden die bakteriellen Erreger ein für sie ideales feucht-warmes Klima und breiten sich rasch aus. Das bildet den Enzündungsherd der Sinusitis. Aber auch Allergien, Verkrümmungen der Nasenscheidewand oder Nasenpolypen können die Ursache für eine Sinusitis bilden. 

Nasennebenhöhlenentzündung Symptome

Jeder siebte Erwachsene hat mindestens einmal im Jahr eine Nasennebenhöhlenentzündung. Regelmäßig dauern die Beschwerden dann 8-14 Tage an. Nicht vollständig ausgeheilte Entzündungen der Nebenhöhlen können allerdings zu ständig wiederkehrenden Infektionen führen. Bei mehrmaliger Entzündung im Jahr und überwiegend längerer Dauer der Infektion, wird von einer chronischen Erkrankung gesprochen.

Eine akute Nasennebenhöhlenentzündung macht sich also durch

  • eine verstopfte Nase sowie
  • ein Druckgefühl im Kopf bemerkbar.

Daneben ist das Gesicht im Bereich der betroffenen Nebenhöhlen äußerst empfindlich, was nicht selten auch mit deutlichen Schwellungen einhergeht.  Die Beschwerden verstärken sich ganz typisch beim Bücken.

Nasennebenhöhlen Behandlung und Therapie

Bei der Behandlung steht vor allem die Beseitigung des angestauten Sekrets im Fokus. Das gelingt häufig mit abschwellenden Nasentropfen oder entsprechenden Sprays. Bei festsitzenden Verstopfungen der Verbindungskanäle werden häufig auch schleimlösende Medikamente eingesetzt. Wenn das Ganze daneben heftige Schmerzen verursacht, ist der entzündungshemmende Einsatz von Antibiotika manchmal ein hilfreicher Weg. Viele schwören allerdings auf die Anwendung homöopathischer Behandlungsmethoden.

Gartenbista-Tipp: Als sehr effektiv hat sich in derlei Problemlagen die Anwendung einer Nasendusche gezeigt. Das ist zu Beginn sicher ein unangenehmes Unterfangen, bei konsequenter Wiederholung aber können die Vorteile deutlich überwiegen: Emsan Nasendusche + Spülsalz 10 Beutel á 2,5g

Eine von HNO-Ärzten häufig empfohlene Vorsichtsmaßnahme ist das generell sehr vorsichtige schnäuzen der Nase. Wer kräftig ins Taschentuch bläst, kann immer auch Schleim in die Nebenhöhlen pusten. Deshalb wirkt das gelegentliche Hochziehen des Sekrets zwar nicht überall angenehm, es beugt dieser Gefahr aber deutlich besser vor.

Was hilft bei chronischer Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis)?

Bei einer chronischen Sinusitis hilft das alles aber nur noch bedingt. Hier wird oft versucht, mit einer zielgerichteten 

Bei chronischer Sinusitis hilft der Gang zum Arzt.
Bei chronischer Sinusitis hilft der Gang zum Arzt.

Operation die Ursache des Problems zu beheben. Doch nicht immer sind Polypen oder die verkrümmte Nasenscheidewand anatomisch ursächlich.

Die Suche kann Betroffene dann oft schon über Jahre schmerzhaft begleiten. Manche entschließen deshalb, mit einem minimalintensiven Eingriff des HNO-Arztes zumindest zeitweise wieder ausreichend Belüftung für die Nebenhöhlen verschaffen zu lassen. Dabei werden die kleinen Verbindungsgänge zur Nase vom lästigen Sekret befreit.

Textquelle: Ralph Kaste

Symbolgrafiken: MkrBerlin, Sven Weber – Fotolia.com


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