Die Narkose: Nebenwirkungen & Folgen

Narkosemittel können Nachwirkungen haben.
Narkosemittel können Nachwirkungen haben.

Eines der meist eingesetzten Mittel zur Narkose oder Betäubung bei medizinischen Eingriffen ist das sogenannte Lachgas (Distickstoffmonoxid, N20). Bereits seit 1844 sind seine schmerzlindernden und auch beruhigenden Wirkungen bekannt. Dabei ist mit Lachgas allein noch keine Narkose zu erreichen. Es wird schon immer in Kombination mit anderen Narkosemitteln eingesetzt. Gleichzeitig verhindert das Lachgas dabei eine Überdosierung der anderen Mittel. Dennoch kann die Narkose Nebenwirkungen aufweisen, die sehr gefährliche Folgen mit sich bringen können.

So wirkt das Lachgas auf den Körper

Lachgas wirkt allerdings erst richtig schmerzlindernd, wenn es in sehr hohen Konzentrationen verabreicht wird. Dabei wird dann aber lebensnotwendiger Sauerstoff verdrängt. Deshalb sind für die wirkungsvolle Anwendung von Lachgas immer ein großer sicherheitstechnischer Aufwand und absolute Fachkenntnisse nötig. Die oft in Erscheinung tretende Verwendung als Partydroge kann durchaus lebensgefährlich sein.

Was sind Narkose Nebenwirkungen?

Aber auch noch ein anderer Aspekt ist beim Thema Lachgas als Narkosemittel zu beachten: Bei seiner konzentrierten Verwendung werden bis zu 60 Prozent des im Körper gespeicherten Vitamin B12 verbraucht. Der Prozess geht auf eine Abwehrreaktion des Körpers zurück, bei dem Oxydationsprozesse ablaufen, die wiederum das Vitamin B12 deaktivieren. Dieser Prozess ist nicht umkehrbar, das nutzlos gewordene  B12-Vitamin wird ausgeschieden. Im Narkosezustand kann demnach ein erheblicher Mangelzustand aufgebaut werden.

Die Auswirkungen im Körper können dabei von

  • Depressionen
  • über die Zerstörung von Nerven in Gliedmaßen und Rückenmark
  • bis hin zu schwerer Blutarmut reichen.

Typische Symptome für beginnende Nervenschäden etwa sind Taubheit oder Kribbeln in den Gliedmaßen. Diese treten meist erst Tage nach der Narkose auf, wenn die Schutzschicht der Nerven durch mangelnde Nachbildung beschädigt ist. Beim Auftreten von B12-Mangelsymptomen nach einer Narkose besteht dringender Handlungsbedarf, um bleibende Schäden zu vermeiden.

Besonders kritisch ist der Effekt von Lachgas für Menschen, die bereits vor der Anwendung von Lachgas einen latenten B12-Mangel aufwiesen. Bekanntlich kann der Körper das Vitamin nicht selbst herstellen. Es bleibt also allein die Nahrungsaufnahme, um B12 für den Körper zu sichern. Dabei ist das Vitamin vor allem in tierischen Produkten ausreichend vorhanden.

Gartenbista-Tipp: Wenn ein B12-Mangel unerkannt bleibt, können die Auswirkungen dramatisch sein. Dies wurde in vielen Studien explizit nachgewiesen. 

Narkose Nebenwirkungen & Behandlung bei Kindern

Auswirkungen auf Kinder.
Auswirkungen auf Kinder.

Insofern kritisch wird die Verwendung von Lachgas auch bei der Behandlung von Kindern gesehen. Durch dasgeringe Lebensalter haben viele Kinder noch keine ausreichenden und stabilen Vitamin-B12-Speicher aufgebaut, so dass eine Narkose hier erhebliche Schäden verursachen kann.  Eine eingehende Besprechung mit dem behandelnden Arzt zu dieser Thematik gehört wohl heute zur Vollständigkeit einer Vorbesprechung und Aufklärung über die Risiken einer Behandlung dazu. Dabei werden in der Regel auch ausgleichende Maßnahmen besprochen.

Unser Buch-Tipp: Vitamin B12-Mangel: Die unterschätzte Volkskrankheit (Erschöpfung, Depressionen, Müdigkeit, Vegan, Vegetarier, WISSEN KOMPAKT)

Textquelle: Ralph Kaste

Symbolgrafiken: © Sherry Young , Stalnyk – Fotolia.com


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.