Medizin-Nobelpreis für Youyou Tu – Malaria Bekämpfung

Malaria Bekämpfung durch Entdeckung von Wissenschaftlerin
Malaria Bekämpfung durch Entdeckung von Wissenschaftlerin

Die chinesische Medizinerin Youyou Tu, Professorin für Traditionelle Chinesische Medizin, erhielt einen Medizin-Nobelpreis. Somit wurde ihr erfolgreiches Forschen auf dem Gebiet der Malaria Bekämpfung geehrt, was gleichzeitig als weltweite Anerkennung der Kräuterheilkunde zu werten ist.

Forschung zur Malaria Bekämpfung

Denn als in den 1960er Jahren deutlich wurde, dass Malaria mit bis dato klassischen Mitteln nicht beizukommen war, wandte sich die Medizinerin Tu dem Kräuterwissen der Traditionellen Chinesischen Medizin zu. Dazu studierte sie eingehend Jahrtausende alte Schriften aus der Überlieferung. Daraufhin analysierte sie die Wirkstoffe etlicher Heilpflanzen, die in China schon seit Menschengedenken Anwendung finden.

Dabei wurden vorab mehr als 2000 Rezepturen der Kräuterheilkunde analysiert, wovon 640 in die Testphase gelangten. Doch dann im Jahr 1971 wurde die Wissenschaftlerin fündig: Denn aus den Blättern des Korbblüters Artemisia annua (dem Einjährigen Beifuß) isolierte sie den Wirkstoff Artemisinin. Dieser erwies sich alshochwirksam gegen Malaria, sowohl im Tierversuch als auch später als Medikament für Menschen.

Funktionsweise des Mittels

Dabei greift das Mittel an, wenn die Malaria-Parasiten die Blutzellen ihres Opfers bereits erreicht haben. Denn gelangt Artemisinin in Kontakt mit den infizierten roten Blutzellen, so bringt der hohe Eisenanteil darin den Wirkstoff dazu, in viele freie Radikale zu zerfallen, die den Erreger in der Zelle abtöten.

Gartenbista-Tipp: Doch die Wissenschaftlerin hat mit ihrer Entdeckung nicht nur der Menschheit unschätzbare Dienste erwiesen. Dies führte das Nobelpreiskommitee in seiner Begründung aus. Denn dieser Preis ist auch ein wichtiger Durchbruch für die Lehren der oft umstrittenen Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM).

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Textquelle: Ralph Kaste

Symbolgrafiken: © Kzenon – Fotolia.com


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