Das gesunde Leinöl – Wirkung und Verwendung

Die Leinöl Verwendung
Die Leinöl Verwendung

Es gilt nicht nur unter Ernährungsexperten als Geheimtipp. Der hohe Gehalt an Omega-3-Fettsäuren macht das Leinöl als Nahrungsmittel sehr wertvoll. Diese Fettsäuren sind lebensnotwendig, in der heutigen Ernährung werden sie aber all zu oft vernachlässigt. Mangelerscheinungen sind die Folge, die zu erheblichen gesundheitlichen Problemen führen.  In erster Linie seien hierbei die häufigen Herz-Kreislauferkrankungen genannt, aber auch die Beeinträchtigung der Sehkraft ist sehr häufig auf derlei Mangel zurückzuführen. Wir beschreiben hier die Leinöl Verwendung und wie gesund das Öl eigentlich ist.

Wo das Leinöl Verwendung findet

Als Ausgleich wird für eine ausgewogene Ernährung der Verzehr von Seefisch empfohlen. Dies müsste dann aber in konstanter Weise und in nicht geringen Mengen erfolgen. Viel wirksamer ist hingegen die regelmäßige Leinöl Verwendung bei der Ernährung, da der Gehalt der Omega-3-Fettsäuren um ein Vielfaches größer ist.

Das fällt auch insofern leichter, da Leinöl aus Leinsamen gepresst wird und Leinsamen zu den historischen Ölpflanzen unserer Breiten gehören. Schon für die Jungsteinzeit ist deren Verwendung auf dem europäischen Festland nachgewiesen, einer Zeit, als Jäger und Sammler zu sesshaften Bauern wurden. Seit mehr als 12000 Jahren werden die Pflanze und ihr Öl verwendet, wir sollten uns diese reichhaltigen Erfahrungen noch mehr zu Nutze machen. Wie alle Öle, so hat man auch Leinöl über die Jahrhunderte zu verschiedenen anderen Zwecken verwandt.

  • In der Kosmetik spielt es eine gewisse Rolle bei der Seifenherstellung.
  • Leinölfarben spielen seit Jahrhunderten eine wichtige Rolle. Hier wurde das Öl vornehmlich als Bindemittel der Farbpigmente verwendet, was hervorragende Qualitäten bot.
  • Gleichzeitig ist seine Eigenschaft als Holz-Imprägnier-Schutz ebenso lange bekannt, wie seine Eigenschaften als viel verwendbares Konservierungsmittel, vor allem für Eisen und Stahl.
  • Als Hausmittel wird das vielseitige Öl schlussendlich seit ewigen Zeiten zur Linderung bei Husten und Heiserkeit verwendet. 

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Die Qualität des Leinöl und ein Rezept zum selber machen

Natürlich spielt vor allem die Qualität eine Rolle, wenn Leinöl zu Ernährungszwecken Anwendung findet. Am besten schmeckt Leinöl ganz frisch, auch wenn der leicht nussige Geschmack nicht jedermanns Sache ist. Die pure Einnahme von 1 bis 2 Teelöffeln des Öls pro Tag, dürfte in kurzer Zeit das körperliche Wohlbefinden erheblich steigern.  Durch den hohen Gehalt an Omega-3-Fettsäuren oxidiert Leinöl beim Kontakt mit Luft schnell und wird bitter. Es hat daher eine relativ geringe Haltbarkeitsdauer von etwa zwei Monaten. Es sollte kühl und dunkel, am besten im Kühlschrank gelagert werden.

Zur Anregung ein uraltes Rezept, was lange als Essen für Arme galt, nunmehr aber als Spezialität in der Lausitz und der Spreewaldregion feilgeboten wird:

Pellkartoffeln mit Quark und Leinöl

  • Dabei wird das Öl (etwa 4 Esslöffel) solange mit dem Quark verrührt (500g), bis dieser cremige Konsistenz erlangt hat.
  • Dazu kommt Petersilie, kleingehackte Zwiebeln, Salz und Pfeffer. 
  • Zusammen mit den Kartoffeln dürfte der Genuss perfekt gelingen.

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Die Kulturpflanze Lein-Linum usitatissimum

  • Bekannt auch als Haarlinsen, Hornsamen, Saatlein oder Flachs.
  • Der Flachs oder Lein ist eine der ältesten Kulturpflanzen.
  • Er liefert noch heute Nahrung und Öl, das z.B. zur Herstellung von Salben, Ölfarben oder Linoleum dient.
    Lein-Linum usitatissimum (Flachs)
    Lein-Linum usitatissimum (Flachs)

    Seine Fasern sind Ausgangsrohstoff für Kleidung, Nahtmaterial im chirurgischen Bereich oder Asbestersatz.

  • Der Lein wächst bevorzugt auf sandigem, lehmigen, Boden oder auf leichteren Böden mit guter Wasserführung.
  • Faserlein wird Ende Juli geerntet, Öllein von August bis September, verwendet wird der Samen.
  • Die Wirkstoffe im Samen der Pflanze wirken bei Entzündungen in Mund und Rachenraum, Heiserkeit, Husten Magen- und Harnwegbeschwerden oder Verstopfung.
  • Als Umschlag wird ein Brei aus dem Samen bei Verstauchungen, Prellungen oder Rheuma aufgelegt. Rapunzel Leinöl nativ, 1er Pack (1 x 250 ml) – Bio

Gartenbista-Tipp: Wichtig, wenn man die ersten zwei Rezepte versuchen möchte, muss man unbedingt darauf achten, genug Wasser zu trinken, das heißt mindestens 8 Gläser a 250 Milliliter pro Tag. Nur so wird sichergestellt, dass die gesamte Samenmenge durch den Darmtrakt wandert.

  • Bei Verstopfung nehme man jeweils morgens und abends einen Esslöffel Leinsamen ein. Die abführende Wirkung tritt jedoch erst nach 2-3 Tagen ein. Somit ist der Leinsamen kein Mittel für einen akuten Fall, sondern für den Dauergebrauch. Mann kan die Wirkung als Abführmittel stärken, wenn etwas Fruchtmus, Milchzucker oder Honig beigegeben wird.
  • Bei Magenentzündungen wird ebenfalls morgens und abends ein Esslöffel Leinsamen eingenommen. Allerdings muss man ihn hier zuvor in Wasser einweichen (bis der Samen von einer schleimigen Schicht überzogen ist).
  • In der Volksheilkunde wird der erwärmte Leinsamenbrei auch für die Schmerzbehandlung von Rheuma und bei Zahnschmerzen eingesetzt. Für einen lindernden Umschlag fülle man 50g gemahlenen Leinsamen in ein Stoffsäckchen und erwärme es 10 Minuten über Wasserdampf, bevor man es noch heiß auf die erkrankte Stelle legt.
  • Hinweis: Frisch ist Lein stark giftig!
  • Gegenanzeigen: Leinsamen dürfen nicht bei Darmverschluß angewendet werden, bei Darmentzündungen nur vorquellen, bei Verengungen der Speiseröhre und im Magen- Darmbereich, bei akut entzündlichen Darmerkrankungen und Erkrankungen der Speiseröhre, des Mageneingangs und bei Schluckbeschwerden.

Buch-Tipp: Leinöl macht glücklich: Das blaue Ernährungswunder

Textquelle: Ralph Kaste

Symbolgrafiken: © valya82, Olesia Sarycheva – Fotolia.com


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