Heilpflanze Kubebenpfeffer

Getrockneter Kubebenpfeffer.
Getrockneter Kubebenpfeffer.

Der Verein zur Förderung der naturgemäßen Heilweise nach Theophrastus Bombastus von Hohenheim, kurz Paracelsus e.V., hat den Kubebenpfeffer zur Heilpflanze des Jahres 2016 gewählt. In jedem Jahr wird so auf eine Pflanze aufmerksam gemacht, die in der Naturheilkunde eine herausragende Bedeutung besitzt. Waren es in der Vergangenheit überwiegend heimische Gewächse, so fällt die Wahl des Jahres 2016 deutlich aus dem Rahmen.

Nutzen des Kubebenpfeffers

Die Früchte des in Südostasien heimischen Kletterstrauches sind hierzulande nur als selten verwendetes Gewürz bekannt. Auch als Fertigarznei spielte dieser Pfeffer bisher keine große Rolle. Die überlieferten erfahrungsmedizinischen Wirkungen sind jedoch beachtenswert. Durch die Kür zur „Heilpflanze des Jahres“ will der NHV Theophrastus diese wieder in Erinnerung bringen.

Seine Heimat hat die Pflanze in

  • Indonesien,
  • vor allem auf Java,
  • Sumatra
  • und im Südteil Borneos.

Der Kletterstrauch wird 5 bis 10 m hoch, hat bis 25 cm lange, 4 bis 6 cm breite spitze Blätter und walzenförmige Ähren. Daraus entwickeln sich traubenartige Fruchtstände, deren kugelige, rote Früchte an einem kleinen Stil sitzen. Daher nennt sie der Volksmund auch Stiel- oder Schwanzpfeffer.

Ernte & Heilwirkung

Die Früchte werden geerntet, wenn sie noch nicht ganz reif sind. Bei der Trocknung in der Sonne verfärben sie sich schwarz-bräunlich und bekommen die typische netzartige, runzlige Oberfläche. 

Die kugeligen Früchte wurden lange als Hausmittel

  • bei Kopfschmerzen,
  • Atemwegs– oder Harnwegs-Erkrankungen empfohlen,
  • sie sollen entzündungshemmend wirken.

Kubebenpfeffer lindert

  • Kopfschmerzen
  • und Schwindel,
  • steigert den Geschlechtstrieb und
  • fördert die Konzentration.

Er soll neben vielen anderen Gewürzen Bestandteil der aphrodisisch wirkenden „Orientalischen Fröhlichkeitspillen“ gewesen sein. Im mittelalterlichen Europa erwähnte Paracelsus den Kubebenpfeffer als „erwärmendes Gewürz“, welches von ihm als lebensverlängerndes Mittel empfohlen wurde.

Verwendung als Gewürz

Beim Räuchern wirkt gemörserter Kubebenpfeffer anregend und bringt stockende Energien wieder in Fluss. Laut der Universalgelehrten Hildegard von Bingen führt der Kubebenpfeffer „… zu einem fröhlichen Geist, einem scharfsinnigen Verstand und zu reinem Wissen.“

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Das in der indonesischen und nordafrikanischen Küche traditionelle Gewürz wird der marokkanischen

Ras el Hanout: Gewürz aus Marokko.
Ras el Hanout: Gewürz aus Marokko.

Gewürzmischung Ras el-Hanout beigemischt.

In der hiesigen Küche würzt der Kubebenpfeffer

  • Reis,
  • Gemüse und
  • Meeresfrüchte,
  • gibt aber auch Lamm oder Schmorgerichten eine bitter-scharfe Note.

Kubebenpfeffer schmeckt leicht harzig und holzig, hat aber auch eine fruchtige Note, die an Nelken oder Limette erinnert. Verschiedene ätherische Öle sorgen für ein sehr breites Aromaspektrum.

Textquelle: Ralph Kaste

Symbolgrafiken: Emuck, Elena Moiseeva – Fotolia.com


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