Was ist kognitives Altern?

Was ist Kognitives Altern?
Was ist Kognitives Altern?

In umfangreichen Studien über kognitives Altern, haben amerikanische Wissenschaftler seit über fünfzig Jahren mehr als 6.000 Teilnehmer intensiv beobachtet. Alle sieben Jahre untersuchten sie deren geistige Fitness. Das Ergebnis der Studie überraschte selbst die Forscher: Nur in zwei von sechs Testkategorien – bei der Reaktionsschnelligkeit und der Rechenfähigkeit – schnitten die älteren Jahrgänge schlechter ab. Ansonsten nahmen die Fähigkeiten mit dem Alter zu und hatten ihren Höhepunkt zwischen dem 55. und 60. Lebensjahr. In der Lebensmitte entwickelt das Gehirn offenbar neue Stärken. Es vermag die Informationen deutlich besser zu verknüpfen und Unwichtiges schneller auszublenden.

Kognitives Altern – Die Erfahrung macht’s!

Natürlich spielt die Erfahrung hierbei eine große Rolle, die komplex abrufbar viele Situationen und Entscheidungen meistert. Was im Volksmund als Bauchgefühl oder Intuition bezeichnet wird, ist nichts anderes als Erfahrungswissen, das vom Gehirn in unzähligen ähnlichen Situationen erworben und als Musterlösung abgespeichert worden ist.

Dabei spielen nicht vordergründig die gelebten Jahre eine Rolle. Vielmehr ist es die Summe der Erfahrungen, die den Vorteil ausmacht. Daneben zählt Bildung zu den besten Indikatoren für geistige Fitness, auch noch im mittleren Alter. Die ständige Aneignung von neuem Wissen und dessen praktische Anwendung bleiben unerlässlich.

Was hilft gegen Müßiggang?

Doch das alles nützt wenig, wenn man um die fünfzig auf den Modus Müßiggang schaltet. Es zahlt sich weiterhin aus, das Denken kontinuierlich zu trainieren. Damit baut man auch einen natürlichen Schutzmechanismus gegen solch schwere Krankheiten wie Alzheimer auf. Zwar weiß man heute noch nicht genau, mit welchen Anzeichen die Krankheit exakt beginnt.

Gartenbista-Tipp: Es gilt aber als erwiesen, dass geistige Fitness im mittleren Alter die Wahrscheinlichkeit einer Demenzerkrankung erheblich senkt. 

Auch andere Erkenntnisse scheinen zu belegen, dass um das fünfzigste Lebensjahr herum wichtige Weichen für die Gesundheit im Alter gestellt werden. Denn wer um die Lebensmitte beginnt, regelmäßig Sport zu treiben, ist, statistisch gesehen, vor den Gebrechen des Alters genau so gut geschützt wie jemand, der schon immer regelmäßig Sport betrieben hat.

Es macht also Sinn, spätestens ab dem fünfzigsten Lebensjahr für sich selbst strategische Entscheidungen zu treffen. Alter und Erfahrung dürften ausreichen, um auch den richtigen Weg zu finden.

Buch-Tipp: Mach dich fit mit Heike Drechsler: In wenigen Minuten zu mehr Ausdauer und stärkerer Muskulatur. So bleibt man fit im Alter. Mit Fitnessübungen für den Alltag.

Textquelle: Ralph Kaste

Symbolgrafiken: © Kzenon – Fotolia.com


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