Schadet Kaffee der Gesundheit oder nicht?

Kaffee Gesundheit: wie gesund ist er?
Kaffee Gesundheit: wie gesund ist er?

Wohl selten ist ein Lebensmittel derart intensiv untersucht und begutachtet wie der Kaffee. Grund hierfür ist natürlich seine Beliebtheit als anregendes Genussmittel. Um die Freude am Genuss nicht vom Schatten schädlicher Wirkungen trüben zu lassen, wurden viele Generationen von Wissenschaftlern bemüht. Wir beschäftigen uns mit der Kaffee Gesundheit.

Der Koffein im Kaffee macht uns wach

Vermutlich gibt es nach wie vor Forschungsergebnisse, die dem Kaffee negative Effekte bescheinigen. Doch mindestens ebenso groß ist die Zahl der Studien, die vor allem seine positive Wirkungen hervorheben.
Bereits König Karl Gustav III. von Schweden soll, der Überlieferung nach, einen Beweis für die schädliche Wirkung des Getränks gefordert haben.
Dazu ließ er einem zum Tode Verurteilten täglich viel Kaffee verabreichen, einem vergleichbaren Delinquenten dagegen viel Tee. Ausgewertet werden konnte der Versuch aber nicht mehr. Beide Probanden überlebten den König. Auch spätere Studienergebnisse mit vordergründig negativen Aussagen für das Getränk gelten heute weitestgehend als widerlegt. 

Unbestritten ist inzwischen, dass er wach macht.

Das liegt am Koffein, welches

  • die Herztätigkeit beschleunigt,
  • die Bronchien leicht erweitert
  • und die Konzentration fördert.

Kaffee Gesundheit: Auf das eigene Empfinden kommt es an

Der Blutdruck wird aber, entgegen vieler Behauptungen, nicht sonderlich in die Höhe getrieben. Der minimal erhöhende Effekt der Anregung dauert im Schnitt lediglich 30 Minuten. Interessant ist in diesem Zusammenhang

Kaffee ist eins der beliebtesten Getränke.
Kaffee ist eins der beliebtesten Getränke.

auch, dass die Arterienverkalkung, die oft Ursache für Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist, bei Kaffeetrinkern deutlich weniger fortgeschritten ist als bei Abstinenzlern. Wissenschaftler machen vor allem die Vielzahl an Antioxidantien, die in ihm enthalten sind, für diesen Effekt verantwortlich. 

Widerlegt ist inzwischen auch, dass er dem Körper Flüssigkeit entzieht. Der harntreibende Effekt des Genusses ist wohl vielmehr auf die dabei zugeführte Flüssigkeitsmenge zurückzuführen. Wissenschaftlich bestätigt ist auch, dass das Getränk das Risiko einer Diabetes-Erkrankung deutlich senkt. Die Ursache ist noch nicht abschließend geklärt. 

Doch verallgemeinern kann man wohl gerade bei ihm weder die positiven noch die negativen Wirkungen. Am besten verdeutlicht wird dies an der Wirkung auf Magen und Darm: Mancher klagt schon nach wenig von dem Getränk über Magenbeschwerden, andere hingegen loben die verdauungsfördernden Wirkungen.

Gartenbista-Tipp: Einmal mehr entscheidet die Dosis über die einzelnen Wirkungen und nicht zuletzt sind es die Lebensgewohnheiten neben dem Kaffeegenuss, die über Wohl und Wehe bestimmen.

Unser Buch-Tipp: Das Kaffeebuch: für Anfänger, Profis und Freaks

Textquelle: Ralph Kaste

Symbolgrafiken: © Romolo Tavani, Frank Gärtner – Fotolia.com


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