Ist der Sanddorn gesund?

Sanddornstrauch mit Beeren
Warum der Sanddorn gesund ist.

Wer kennt sie nicht, die schlichten Sträucher mit ihren leuchtend orange-roten Beeren. Völlig unscheinbar wirkt der Sanddorn-Strauch auf den ersten Blick: Schmale und blasse Blätter, viele Dornen, kleine Beeren. Dabei ist Sanddorn eine Pflanze mit außergewöhnlichen Eigenschaften. Man kann sie problemlos auf sandige Böden setzen, dort verwurzeln sie schnell und stark. Vor allem an der Nord- und Ostseeküste gedeiht dieser zu den Ölweide-Gewächsen und damit entfernt zu den Rosen gehörende Strauch hervorragend. Warum der Sanddorn gesund ist erfahren sie im nächsten Abschnitt.

Warum der Sanddorn gesund ist – Nahrungsergänzung

Besonders gut eignet er sich für den ökologischen Anbau. Dabei ist er als Nutzpflanze erst sehr spät ins Spiel gekommen. In der ehemaligen DDR und in anderen Ostblock-Staaten suchte man auf eigenem Terrain nach Abwechslung im Obstsortiment und entdeckte die Frucht. Seit den 90er Jahren ist die Pflanze auch in den westlichen Ländern zu einer der beliebtesten natürlichen Nahrungsergänzungen geworden.

Daher ist Sanddorn gesund, denn er hat einen hohen Gehalt an

  • ungesättigten Fettsäuren,
  • zahlreiche natürliche Vitamine,
  • Mineralien und
  • Spurenelemente

lässt die Beeren so wertvoll für unsere Gesundheit sein. Pur schmeckt er allerdings recht sauer, deshalb wird er oft mit Honig gesüßt. Für die Verarbeitung werden die Beeren erst gewaschen und dann ausgepresst.

Besonders erfrischend schmeckt die Beere in Kombination mit Milchprodukten wie

  • Joghurt,
  • Kefir
  • oder Buttermilch.

Besonders wertvoll sind Sanddorn-Säfte, in denen die Beeren vollständig verarbeitet wurden. So sind alle nützlichen Nährstoffe noch enthalten. Doch damit nicht genug: Aus den Pressrückständen der Fruchtschalen und Kerne wird ein Öl gewonnen, das reich an ungesättigten Fettsäuren und fettlöslichen Vitaminen ist.

Gartenbista-Tipp: Für das in Reformhäusern und Naturkost-Fachgeschäften erhältliche Sanddorn-Fruchtpulver stammen die Früchte aus kontrolliert ökologischem Anbau. Sie werden zu einem feinen Pulver verarbeitet, was eine optimale Bioverfügbarkeit und Resorptionsfähigkeit gewährleistet. Das Pulver eignet sich auch zur Verwendung in der Küche.

Mineralstoffe und Heilwirkung der Pflanze

Die kleinen Sanddorn-Beeren haben große Wirkung auf unsere Abwehrkräfte. Denn besonders ihr Reichtum an natürlichem Vitamin C, der deutlich höher als bei einer Zitrone liegt, macht sie so wertvoll.

Außerdem besitzen die Beeren zahlreiche Mineralstoffe und Spurenelemente wie

  • Kalzium,
  • Kalium,
  • Magnesium,
  • Eisen
  • oder Zink,
  • Beta-Carotin
  • und die Vitamine B1, B2, E und K.

Zudem sorgt der Gehalt an ungesättigten Fettsäuren dafür, dass die fettlöslichen Vitamine optimal vom Körper aufgenommen werden können. Außerdem zeigten Klinische Studien äußerst positive Auswirkungen bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Des Weiteren wird er in der Naturheilkunde vor allem zur Behandlung von

  • Lungenkrankheiten,
  • Störungen von Magen,
  • Darm,
  • Leber
  • und Milz,
  • Frauenleiden,
  • rheumatischen Beschwerden
  • und bei Ödemen an den Gelenken verwendet.

Sanddorn ist auch eine der ganz wenigen pflanzlichen Vitamin B 12-Quellen. Da es für Vegetarier und Veganer nur wenige Alternativen ausreichender Vitamin B12-Aufnahme gibt, ist er eine wichtige Ergänzung ihres Speiseplans. Schließlich zeigt er noch einen sehr angenehmen Nebeneffekt: Bei zahlreichen übergewichtigen Patienten, die an Programmen zur Gewichtsreduktion teilgenommen haben, hat die Pflanze den Erfolg der Gewichtsabnahme verbessert.

Außerdem schwindet die Lust auf Süßigkeiten, aber auch auf Nikotin und Koffein deutlich. Nach der sogenannten Lipostatischen Theorie des Hungers vermitteln verschiedene freie Fettsäuren in der Blutbahn das Hungergefühl. Vitamin B12 wiederum ist am Abbau dieser Fettsäuren beteiligt. Das erklärt den Effekt.

Rezept-Ideen

Sanddorn-Marmelade/Konfitüre

Zutaten:

  • 1 kg Sanddorn-Früchte,
  • 500 g Gelierzucker
  • und 100 ml Wasser.

Zubereitung:

Leckere und gesunde Sanddorn Marmelade
Leckere und gesunde Marmelade

Zunächst die Sanddornbeeren mit Wasser aufkochen, bis die Früchte aufplatzen. Danach durch ein Sieb geben und das entstandene Mus mit Gelierzucker vermischen. Anschließend unter Rühren etwa 4 min kochen lassen und die Gelierprobe machen. Zuletzt in kleine Gläser füllen und luftdicht verschließen.

Sanddorn-Joghurt

Zutaten für eine Portion:

  • 150 g Joghurt pur (3,5 % Fett),
  • 0,1 Liter roter Traubensaft,
  • 5 EL Sanddorn-Orangen-Nektar.

Zubereitung:

Zunächst den Joghurt mit Traubensaft und Sanddorn-Orangen-Nektar gut verrühren, anschließend ein paar Minuten kühl stellen und dann genießen.

Gartenbista-Tipp: Sanddorn unterstützt die Regenera­tion der Haut. Sanddornöl (oleum hippophae rhamnoides) hilft äußerlich bei wundgelegener und entzündeter Haut, wird empfohlen bei Akne und Neurodermitis und schützt vor schädlicher UV-Strahlung.

Sanddornheilöl

Man mischt 10 Tropfen ätherisches Lavendelöl gemeinsam mit 20 Tropfen Sanddornfruchtfleischöl und 50 ml Johanniskrautöl. Außerdem auch als eine leichte After-Sun-Hautpflege verwendbar: Dafür mischt man 100 ml Aloe Vera Öl mit 10 bis 20 Tropfen Sanddornfruchtfleischöl und 20 Tropfen Lavendelöl.
Beachte: Nach dem Einölen auf die Kleidung achten. Sanddornöl kann etwas abfärben.

Unser Tipp: Original Satower – 100% Sanddornsaft (purer Direktsaft)

Textquelle: Ralph Kaste 

Symbolgrafiken: © Jürgen-Fälchle, zia_shusha – Fotolia.com


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