So funktioniert die innere Uhr

Die innere Uhr ist angeboren und kann sich auch verändern.
Die innere Uhr ist angeboren und kann sich auch verändern.

Schon seit Jahrtausenden leben die Menschen nach dem Rhythmus, der ihnen von der Natur vorgegeben ist. Dazu sitzt im Gehirn ein zentraler Taktgeber, der durch das Tageslicht immer wieder neu aktiviert wird. Denn neben dem Schlafrhythmus beeinflusst der Takt auch den Stoffwechsel, den Blutdruck, die Zellteilung und letztlich auch die Stimmung. Diese innere Uhr ist angeboren. Im Laufe des Lebens erfährt sie zwar immer wieder Veränderungen, die äußeren Einflüssen geschuldet sind. Doch ob jemand zu den Lerchen, also zu den Frühaufstehern zählt oder zu den nachtaktiven Eulen, die abends spät müde werden und morgens lange schlafen, verändert sich nur kurzzeitig im Rahmen der Pubertät und kehrt relativ schnell wieder zu seinem Ursprungsmuster zurück.

Alltagsrhythmus gegen individuellen Rhythmus

Denn leben verschiedene Typen durch starre Schulzeiten oder Schichtpläne ständig entgegen ihrem individuellen Rhythmus, so sind gesundheitliche Probleme auf Dauer vorprogrammiert.

Somit ist dieChronobiologie eine recht junge Wissenschaft und erforscht, wie Biorhythmus, Lebensweise und Umwelt im Wechselspiel die Gesundheit beeinflussen. Doch je mehr Erkenntnisse bei der Forschung gewonnen werden, desto deutlicher kristallisiert sich ein Grundproblem unserer Zeit heraus:

Denn der Alltagsrhythmus in

  • Schulen,
  • im Berufsleben
  • und in der Freizeit

folgt immer mehr der realen Zeit. Zudem werden die Lebensrhythmen immer wieder den entsprechenden Erfordernissen angepasst, auch kurzfristig. Somit gehört die Problematik bei der Umstellung zwischen Sommer- und Winterzeit deshalb auch hierhin.

So wichtig ist die Innere Uhr für die Gesundheit

Die Missachtung der inneren Uhr ist ungesund.
Die Missachtung der inneren Uhr ist ungesund.

Vorübergehend kann ein gesunder Organismus diese Missachtung der inneren Uhr kompensieren, auf Dauer führt derlei Ignoranz gegenüber dem eigenen biologischen Rhythmus zu körperlichen und seelischen Störungen.

Wird die individuelle innere Uhr ständig ignoriert, kann das zu massiven

  • Schlafstörungen,
  • zu Fehlerhäufungen,
  • zu dauerhaften Leistungseinbrüchen
  • und auch zu Depressionen führen.

Daneben steigt das Risiko für körperliche Erkrankungen überproportional an. In einer Arbeitswelt, in der die permanente Verfügbarkeit geradezu propagiert wird, erscheinen diese Forschungen zur inneren Uhr mehr als nötig.

Gartenbista-Tipp: Einige Schichtbetriebe in Deutschland haben diese Problematik schon aufgegriffen und beziehen Mitarbeiterwünsche zu den Arbeitszeiten ernsthaft in die Planung mit ein. Der Gesundheit der Belegschaft wird es auf Dauer förderlich sein und dem Betriebsergebnis letzten Endes natürlich auch.

Unser Buch-Tipp: Schlaf gut!: Das Geheimnis erholsamer Nachtruhe

Textquelle: Ralph Kaste

Symbolgrafiken: © Wordley Calvo Stock – Fotolia.com


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