Wirkung & Anwendung von Hanföl aus Hanfsamen

Hanfblatt

Wenn in unseren Breiten von Hanf die Rede ist, dann rümpfen einige sofort die Nase, andere hingegen bekommen leuchtende Augen. Steht die Pflanze doch in erster Linie für das generelle Verbot privaten Anbaus, für Marihuana, Joint und Rausch.

Doch Hanf ist nicht gleich Hanf. Auch hier gibt es verschiedene Sorten. Darunter auch jene, die das berauschende Tetrahydrocannabinol (THC) nicht enthalten. Davon soll hier die Rede sein.

Rauschfreie Hanfprodukte für die Gesundheit: Hanföl und -Butter

In vielen Naturkostläden finden sich seit einiger Zeit wieder diverse Hanfprodukte, die sich auch wachsender Beliebtheit erfreuen. Schon in alten Kulturen und auch noch bei unseren Vorfahren stand Hanf wegen der Vielfalt seiner Anwendungsgebiete hoch im Kurs. Eine überragende Stellung nahm dabei die Bedeutung des Hanfsamens in der Ernährung ein. Die sogenannten Hanfnüsschen wurden pur gegessen, zu einem proteinreichen Mehl vermahlen oder vor allem auch zu Öl und Butter verarbeitet.

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Der Hanfsamen ist enorm vitaminreich. Vor allem das wichtige Vitamin B 2 findet sich in solch hoher Konzentration, wie man sie sonst sehr selten findet.

Dieses Vitamin ist verantwortlich für

  • den Muskelaufbau,
  • für die Funktionsfähigkeit der Schilddrüse und
  • auch für eine gesunde und glatte Haut.

Daneben bestehen die Hanfsamen zu einem viertel Teil aus Proteinen in Form von Aminosäuren. Diese benötigt der Mensch dringend, um körpereigenes Eiweiß zu produzieren.

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Herstellung von Hanföl

Hanf ist als Nutzpflanze demnach vor allem als Ölpflanze einzustufen. Die kleinen Hanfnüsschen werden zu Öl

Hanföl und Hanfsamen.
Hanföl und Hanfsamen.

verpresst, dass neben dem Vitamin- und Proteinreichtum noch einige weitere Besonderheiten bereithält.

Hanföl bietet einen hohen Nährwert, der durch das ideale Verhältnis der Omega-6 und Omega-3 ungesättigten Fettsäuren verursacht wird. Das dort vorgefundene Verhältnis  von 3 : 1 entspricht vollkommen den Bedürfnissen des menschlichen Körpers.

In heutigen Industriegesellschaften herrscht vorwiegend ein völlig ungesundes Omega-6 zu Omega-3-Verhältnis von 1:20 oder schlechter vor. Dieses ungünstige Verhältnis ist verantwortlich für entzündliche Prozesse aller Art im menschlichen Körper.

Gamma-Linolsäure (GLA) im Hanföl

Schlussendlich gehört Hanf mit seinem Öl auch zu den wenigen Pflanzen, die die wichtige aber überaus seltene Fettsäure GLA (Gamma-Linolsäure) enthalten.

GLA ist hilfreich bei

  • Problemen mit der Hautstruktur,
  • bei Neurodermitis und
  • anderen entzündlichen Prozessen bis hin zu Stoffwechsel und Blutdruck.

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Gartenbista-Tipp: Hanföl ist außerdem nicht so empfindlich wie Leinöl und hält sich bis zu 9 Monaten. Es entwickelt auch keine bittere Note im Geschmack.  2-3 Eßlöffel Hanföl decken in etwa den Tagesbedarf an dreifach ungesättigten Fettsäuren. Im Salat ist es besonders angenehm, weil es sich geschmacklich nicht hervordrängt, wie zum Beispiel Olivenöl. Mit einer leicht nussigen Note unterstützt es den Eigengeschmack der Salatzutaten. Zum Braten ist es nicht geeignet. Mit Hitze würde man die wertvollen Stoffe nur zerstören.

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Textquelle: Ralph Kaste

Symbolgrafiken: © Emer, AlfredLeis – Fotolia.com


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