Gesund ernähren: Was braucht der Körper?

Eine gesunde Ernährung ist sehr wichtig.
Eine gesunde Ernährung ist sehr wichtig.

Eigentlich sollte alles ganz einfach sein: Viel Obst und Gemüse sorgen für eine gesunde Ernährung.Pommes, Currywurst und Schokolade sind dagegen ungesund. So die gängige Polemik auf diversen Ernährungsportalen, in Büchern und Ratgeber-Sendungen. Doch diese Pauschalbehauptung kann im Grunde nur falsch sein. Denn die Allgemeinheit lässt sich weder in Geschmack noch in Verträglichkeit zusammenfassen. Nachfolgend erfahren Sie wie Sie sich richtig und gesund ernähren.

Was ist eine gesunde Ernährung?

Der eingangs formulierte Slogan kann also lediglich die Wahrnehmung des Einzelnen sein. Was dem einen Menschen gut bekommt, ist für ihn gesund, was ihm nicht bekommt, ist für ihn nicht gesund. Demnach gibt es auch keine allgemein gültige Unterscheidung zwischen gesundem und ungesundem Essen. Diesen Fakt beschreibt auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) und schränkt damit ihre zehn Regeln gesunder Ernährung deutlich ein.

Die Vermutungen und Behauptungen, die Ernährungswissenschaftler regelmäßig formulieren, folgen eigentlich nur bestimmten Beobachtungen und stützen sich auf statistische Auswertungen. Wissenschaftlich fundiert sind die oft pauschal formulierten Anleitungen zur Ernährung nicht. Empfohlene Ballaststoffe beispielsweise können für so manchen zum Problem werden, mit der hoch gehandelten Milch verhält es sich ebenso.

Gesund ernähren: Essen Sie nur, wenn Sie hungrig sind

Ausgewogenheit bei der Ernährung.
Ausgewogenheit bei der Ernährung.

Niemand kennt die eigenen Bedürfnisse besser als man selbst. Hunger und Lust sollten also die wichtigsten Antriebe eigener Ernährung sein. Was nützt es, ständig irgendwelchen Empfehlungen zu genügen, wenn es einem nicht schmeckt, nicht bekommt und auch nicht satt macht. Hunger ist dabei der Auslöser für das Wollen. Ohne Essen würden wir nicht überleben. Das Maß bestimmt der Körper bei regelmäßigen Mahlzeiten selbst.

Alles was darüber hinaus ein Verlangen nach Essen auslöst, ist ein Problem der Psyche. Nichts mit der an sich zu tun haben:

  • Die pure Lust aufs Essen
  • Gier
  • Stress
  • Langeweile
  • Gewohnheit

Gartenbista-Tipp: Dieses Übermaß kann wohl auf Dauer dann auch als ungesund angesehen werden. Die Lust, etwas Bestimmtes zu essen, ist vor allem am persönlichen Geschmack orientiert.

An den Bedürfnissen des eigenen Körpers orientieren

Nur dann, wenn man sich mehr oder weniger auch an diesem Bedürfnis des eigenen Körpers orientiert, wird das Essen seinen Zweck erfüllen. Alle anderen Erwägungen, was man essen kann, sollte oder darf, nehmen der Ernährung ihren eigentlichen Zweck und sind auf Dauer kontraproduktiv.

Wenn also Gesundheit des Essens nicht für alle Menschen das Gleiche bedeutet, dann kann auch der Begriff der Ausgewogenheit bei der Ernährung lediglich ein Maßstab sein. Eine Orientierung dafür, welche Stoffe der Köper in welchem Maße benötigt, um gesund zu funktionieren. Doch auch hier sind die Details des Einzelnen schlussendlich das Wichtigste. Mängel in der Versorgung mit Mineralien oder Vitaminen erkennt lediglich ein analysierender Mediziner.

Unser Buch-Tipp: Iss dich gesund: Mein Ernährungswissen und 150 Rezepte für ein gutes, langes Leben

Textquelle: Ralph Kaste

Symbolgrafiken: © marilyn barbone  – Fotolia.com


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