Folsäure: Wirkung in der Schwangerschaft

Folat ist wichtig für Schwangere.
Die Folsäure Wirkung ist wichtig für schwangere.

Folsäure Wirkung: Spätestens beim Thema Schwangerschaft taucht die Frage nach der Folsäure-Versorgung auf. Besser wäre es sicher, das Thema würde latent immer eine Rolle spielen. Damit ist ein B-Vitamin gemeint.  Allerdings muss dabei aber zwischen sogenannten Folaten, die in der Natur vorkommen und der industriell hergestellten Folsäure unterschieden werden. Denn für den Körper spielt dieses Vitamin bei Wachstumsprozessen und bei der Zellteilung eine wichtige Rolle und hat eine große Wirkung. Da die Blut bildenden Zellen im Knochenmark sich sehr häufig teilen, ist eine ausreichende Versorgung mit dem Vitamin wichtig für die Blutbildung. Das Thema ist also nicht nur für die Nachwuchsplanung und das gesunde Heranwachsen des Kindes im Mutterleib von Bedeutung. 

Unterschied zwischen der Folat und Folsäure Wirkung

Folat ist dabei der Oberbegriff. Der Name leitet sich von dem lateinischen Begriff folium (das Blatt) ab, da das Vitamin zuerst in grünem Blattgemüse nachgewiesen wurde. In Lebensmitteln sind unterschiedliche Folate enthalten. Die synthetisch hergestellte Form des Vitamins wird als Folsäure bezeichnet. Diese wird

  • in Nahrungsergänzungsmitteln eingesetzt,
  • ist in angereicherten Lebensmitteln enthalten
  • oder findet in Arzneimitteln Verwendung.

In welchen Lebensmitteln ist Folat enthalten?

Folate kommen in tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln vor. Zum Beispiel sind Gute natürliche Quellen hierfür

  • grünes Gemüse,
  • einige Kohl- und Obstsorten,
  • Hülsenfrüchte
  • und Vollkornprodukte,
  • auch Eigelb
  • und Leber.
  • Besonders reich an Folaten sind Weizenkeime und Sojabohnen.
Grünes Gemüse ist reich an Folaten.
Grünes Gemüse ist reich an Folaten.

Zudem sind Folate wasserlöslich und empfindlich gegenüber Licht und Hitze. Daher können bei der Zubereitung und Lagerung Verluste auftreten und eine geringere Wirkung des Vitamins hervorbringen. Zudem werden in Lebensmitteln enthaltene Folate und synthetisch hergestellte Folsäuren vom Körper unterschiedlich aufgenommen und umgewandelt. Ebenso gibt es Unterschiede in der Empfindlichkeit gegenüber Licht, Hitze oder Sauerstoff. Deshalb ist das natürliche Folat für den Menschen weniger gut verwertbar als die Folsäure.

Folat für eine gesunde Schwangerschaft

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. hat für Kinder ab 13 Jahren sowie für Jugendliche und Erwachsene eine tägliche Zufuhr von 300 Mikrogramm Folaten über die Nahrung empfohlen. Schwangeren und Stillenden wird dagegen eine Zufuhr von 550 bzw. 450 Mikrogramm pro Tag empfohlen.

Zusätzlich zu der empfohlenen Folataufnahme über die Nahrung sollten Frauen, die schwanger werden wollen oder könnten, ein Präparat mit 400 Mikrogramm synthetischer Folsäure Wirkung einnehmen, weil dadurch das Risiko für Fehlbildungen beim Kind reduziert werden kann. 

Da viele Schwangerschaften ungeplant sind, sollten Frauen im gebärfähigen Alter durch eine gezielte Auswahl folatreicher Lebensmittel auf eine gute Versorgung achten. Bereits in den ersten vier Wochen der Schwangerschaft, also zu einer Zeit, in der viele Frauen noch nicht wissen, dass sie schwanger sind, entsteht das Neuralrohr, aus dem sich das Zentralnervensystem des Kindes entwickelt.

Der vollständige Verschluss des Neuralrohrs erfolgt normalerweise gegen Ende der vierten Schwangerschaftswoche. Erfolgt dieser Verschluss nicht oder nur teilweise, spricht man von einem Neuralrohrdefekt. Der bekannteste Defekt ist die Spina bifida, im Volksmund als „offener Rücken“ bezeichnet.

Gartenbista-Tipp: Für die Allgemeinbevölkerung ist die Einnahme von Folsäurepräparaten nur empfehlenswert, wenn eine unzureichende Versorgung besteht. Gefährdungen, die sich direkt aus einer zu großen Aufnahme von natürlichen Folaten ergeben, sind bisher nicht bekannt.

Unser-Tipp: Folsäure 800µg – 250 Tabletten – wasserlösliches Vitamin B9 (Folsäure) – Reinsubstanz

Textquelle: Ralph Kaste

Symbolgrafiken: © Anna, Komarinansk – Fotolia.com


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