Erste Hilfe Maßnahmen – Das sollte man wissen!

Erste Hilfe Maßnahmen im Notfall.
Erste Hilfe Maßnahmen im Notfall.

Jedes Jahr sterben rund 60.000 Menschen am plötzlichen Herztod. Sie fallen unvermittelt um oder sacken in sich zusammen, weil ihr Herz nicht mehr schlägt. Die Blutversorgung zum Gehirn ist unterbrochen, lebenswichtige Funktionen des Körpers versagen. In dieser Situation kann sich ein Passant oder Familienmitglied mit erste Hilfe Maßnahmen als Lebensretter erweisen. Doch das erschöpft sich aber nicht darin, dass ärztliche Hilfe herbeigerufen wird. Doch vor allem muss man selbst Hand anlegen, sonst sinken die Überlebenschancen rapide.

Plötzlicher Herztod – Überlebenschancen

Betragen sie in der ersten Minute noch 90 Prozent, so verliert man mit jeder weiteren Minute wertvolle 10 Prozent. Aus Angst oder auch aus Unwissenheit wird diese Hilfe aber oft nicht geleistet. Lediglich 30 Prozent aller Menschen mit Herzstillstand werden in Deutschland durch Sofortmaßnahmen erfolgreich reanimiert.

Erste Hilfe Maßnahmen – So gehts!

In anderen europäische Staaten liegt diese Quote mehr als doppelt so hoch, was wohl darauf zurückgeführt werden kann, das Erste-Hilfe-Maßnahmen dort zum Lehrplan in den Schulen gehören. Dabei ist das Erkennen und Handeln nicht schwer, verkehrt machen kann man nichts, sofern man hilft. Einprägen sollte man sich dafür drei aufeinander folgende Handlungen:

  • Prüfen,
  • Rufen,
  • Drücken.
Nach der Prüfung muss umgehend der Rettungsdienst angerufen werden.
Nach der Prüfung muss umgehend der Rettungsdienst angerufen werden.

Findet man also einen regungslosen Menschen, muss man erst seine Ansprechbarkeit prüfen. Bleibt die Person dabei regungslos, wird die Atmung geprüft. Ist diese nicht normal, wird der Notruf 112 betätigt, um Situation und Ort für die Rettungskräfte zu übermitteln. Das muss alles in Sekundenschnelle geschehen, um dann zügig zur Herzdruckmassage überzugehen. 

Dabei legt man die hilflose Person

  • auf den Rücken,
  • presst die Handflächen auf die Mitte des Oberkörpers
  • und beginnt zu drücken.
  • Wichtig sind dabei Druck und Frequenz.
  • Der Brustkorb muss etwa 5 bis 6 Zentimeter eingedrückt werden
  • und das mindestens hundertmal pro Minute.

Auf keinen Fall soll diese wieder unterbrochen werden, solange bis der Notarzt eintrifft. Um ein Gefühl für die Frequenz zu bekommen, empfehlen Mediziner die gedankliche Orientierung am Lied „Stayin‘ Alive“ von den „Bee Gees“. Das ist vielleicht nicht jedermanns Musikgeschmack, hat aber exakt einhundert Beats pro Minute. 

Unser Kauf-Tipp: Kursbuch Erste Hilfe

Gartenbista-Tipp: Wer sich immer noch unsicher ist, der kann mit seinem Anruf in der Notrufzentrale auch telefonische Unterstützung für die Druckmassage erbitten. Um der eigenen Erschöpfung vorzubeugen, sollen in jedem Fall auch eventuell umstehende Personen zur Mithilfe aktiviert werden. Erste Hilfe geht jeden an!

Textquelle: Ralph Kaste

Symbolgrafiken: © Spkphotostock, Thaut Images – Fotolia.com


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