Blutdruck zu hoch oder zu niedrig? – Was man wissen sollte

Blutdruck zu hoch.
Blutdruck zu hoch.

Aktuelle Studien belegen, dass etwa 30 Prozent aller Deutschen einen zu hohen Blutdruck haben. Diese leben auch mit der ständigen Gefahr, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden. Problematisch ist es auch für die Nieren und Augen, wenn der Blutdruck zu hoch ist. Es ist also durchaus ratsam, vor allem im höheren Lebensalter, ärztliche Kontrolle und auch eventuell nötige Beratung und Behandlung zu beanspruchen. Statistisch gesehen könnten 50 Prozent aller Herzinfarkte und Schlaganfälle bei rechtzeitiger Behandlung des zu hohen Blutdrucks verhindert werden.

Was ist der Blutdruck?

Der Blutdruck ist eine dynamische Größe, die sich messen lässt und bei Mehrfachmessungen auch gesicherte Aussagen über den Mittelwert liefert. Mit diesem Wert reagiert der Körper auf die verschiedenen Belastungen und Anforderungen. Bei Stress und hoher körperlicher Aktivität wird auch das Herz zu höherer Leistung angeregt, damit die Durchblutung der beanspruchten Körperregionen optimal gewährleistet und auch die Sauerstoffversorgung gesichert ist.

Ein komplexes System aus

  • Hormonen,
  • Gefäß- und Nervenaktionen steuert dabei den Blutdruck, 
  • biochemische Botenstoffe,
  • Organe,
  • Blutgefäße
  • und das Nervensystem

treten dazu miteinander in Wechselwirkung. Doch dieser Mechanismus ist bis heute nur zu einem Teil erforscht, die körperlichen Ursachen für Bluthochdruck sind noch nicht wirklich bekannt. Lediglich die wichtigsten Faktoren, die einen Bluthochdruck begünstigen, konnten in Forschungsergebnissen nachgewiesen werden.

Danach sind es

  • mangelnde Bewegung,
  • ungesunde Ernährung,
  • Übergewicht
  • und Stress,

die krankhafte Werte begünstigen. Ein Blutdruck von 120 / 80 mm Hg (Millimeter Quecksilbersäule) gilt als normal. Niedrigere Werte sind optimal. Liegt er zwischen 130 / 85 mm Hg und 139 / 89 mm Hg, so gilt das als zwar etwas erhöht, aber noch normal. Erst ab einem Wert von 140 / 90 mm Hg und höher spricht ein Arzt von Hypertonie, also krankhaft hohem Blutdruck.

Ist der Blutdruck zu hoch oder zu niedrig?

Bluthochdruck kann zu Herzinfarkten führen.
Bluthochdruck kann zu Herzinfarkten führen.

Dabei steht die erste Messzahl immer für den systolischen, die zweite für den diastolischen Druck. Als Systole bezeichnet man in der Medizin die Auswurfphase des Herzens, bei der sich die linke Herzkammer zusammenzieht und das Blut in die Aorta pumpt.

Gleichzeitig gelangt aus der rechten Herzkammer Blut in den Lungenkreislauf. Der Blutdruck ist zu diesem Zeitpunkt am höchsten. Anders dagegen die Diastole. Sie kennzeichnet die Entspannungsphase der Herzkammern, wenn diese sich erweitern, um neues Blut hineinströmen zu lassen. Der gemessene Wert ist in diesem Moment am niedrigsten.

Unser Buch-Tipp: Blutdruck senken ohne Medikamente – Natürliche Heilverfahren und Maßnahmen zur Selbsttherapie

Nun haben neueste amerikanische Studien den Nachweis erbracht, dass eine kompromisslose Absenkung des systolischen Blutdrucks unter 120mm Hg die Lebenserwartung von Bluthochdruck-Patienten deutlich steigert. Die alte Faustregel, 100 plus Lebensalter, für den Zielwert bei älteren Menschen, dürfte damit als überholt gelten.

Gartenbista-Tipp: Doch mit Medikamenten allein lässt sich das nicht erreichen, zumal die Nebenwirkungen von Blutdrucksenkern erheblich sind. Die Verminderung des Übergewichts ist hierzu ein wichtiger Schritt, allein zehn Kilogramm weniger auf der Waage senken den Wert bereits um 15 mm Hg.

Textquelle: Ralph Kaste

Symbolgrafiken: © Kurhan, Adiano – Fotolia.com


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