Sind Bitterstoffe für den Körper gesund? Welche Wirkung haben sie?

Bitterstoffe in der Zucchini
Bitterstoffe in der Zucchini

Als im Sommer 2015 der Tod eines Mannes nach dem Verzehr von Zucchini die Schlagzeilen beherrschte, war der Aufschrei groß. Besonders Eifrige warnten vor den giftigen Bitterstoffen und den Gefahren für Leib und Leben. Doch zeigt diese Hysterie einmal mehr den Grad der Hilflosigkeit, der in Bezug auf bittere Geschmacksstoffe in Lebensmitteln bereits erreicht ist.

Die fünf Grundqualitäten unseres Geschmackssinnes

Sie sind fast vollständig aus unserem Leben verschwunden. Aus vielen natürlichen Lebensmitteln wurden sie über die Jahrzehnte einfach herausgezüchtet. Bitter entspricht nicht unbedingt dem Geschmacksverlangen der Konsumenten. Das ist eigentlich fatal.

Unser Geschmackssinn kennt fünf Grundqualitäten, die auf der Zunge und im Rachen wahrgenommen werden können:

  • süß,
  • sauer,
  • salzig,
  • bitter
  • und herzhaft.

Sowohl saurer als auch bitterer Geschmack signalisieren dem Körper eine gewisse Gefahr.

Das Gegessene könnte

  • unreif,
  • überreif
  • oder gar giftig sein.

In der Regel reagiert der Körper darauf mit einem Reflex, der das Ganze bei Übermaß gleich wieder heraus befördert.

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Bitterstoffe Wirkung: Was man über Bitterstoffe wissen sollte

Doch gerade bei Bitterstoffen ist dieser Reflex inzwischen weitgehend unbekannt. Eine bittere Gurkebnschale oder der natürlich bittere Geschmack einer Pampelmuse kommen auf dem Speiseplan der Verbraucher kaum noch vor. Das mag im ersten Augenblick verständlich erscheinen, verheißen ja viele Bitterstoffe nicht immer nur Gutes.

Doch bekanntlich macht die Dosis das Gift. So auch hier. Bitterstoffe benötigt der menschliche Organismus vor allem für die Funktion der Gallenblase. Die zunehmende Abwesenheit bitterer Bestandteile in unserem Essen lässt die Gallenblase träge werden. Das provoziert die Ausbildung von Steinen und lässt die OP-Zahlen rasant ansteigen.

Gartenbista-Tipp: Auch der Magen wird durch Bitterstoffe angeregt, die Zersetzung der Speisen zu optimieren. Im Ergebnis funktionieren dann auch Leber und Bauchspeicheldrüse deutlich besser. Nicht zuletzt die antioxidative Wirkung, lässt die Bitterstoffe als wichtigen Bestandteil unserer Ernährung nun wieder an Bedeutung gewinnen. Zudem sind sie auch noch effektive Fettverbrenner und Appetitzügler.

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Es lohnt sich also, den bitteren Geschmack ab und an wieder zu suchen. Vor allem Pflanzen in freier Natur haben ihren Schutzinstinkt, Bitterstoffe zur Abwehr auszubilden, noch nicht verlernt.

Deshalb sind

Bitterstoffe Wirkung: Löwenzahn als natürlicher Träger
Bitterstoffe Wirkung: Löwenzahn als natürlicher Träger und Lieferant.

gute Lieferanten des Bedarfs.

Aber auch

  • Brokkoli,
  • Kohlrabi
  • und Linsen

stillen den Heißhunger und helfen bei der Verdauung.

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Textquelle: Ralph Kaste

Symbolgrafiken: © atoss, photoparis – Fotolia.com


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