Funktion & Leistung der Bauchspeicheldrüse

Bauchspeicheldrüse: Funktion und Leistung
Bauchspeicheldrüse: Funktion und Leistung

Die Bauchspeicheldrüse des Menschen (griechisch: das Pankreas) liegt waagerecht hinter dem Magen. Das schlanke Organ wiegt etwa 100 g, erreicht nach links fast die Milz und hat rechts direkten Anschluss an den Magen–Darm–Trakt. Zentral im gesamten Organ verläuft ein mit etwa 3 mm recht schmaler Gang, der sich in alle Richtungen feinmaschig verzweigt. Dort hinein wird das Sekret von Tausenden winzigen traubenförmigen Drüsen abgegeben. Dieser „Bauchspeichel“ oder auch Pankreassaft wird nach seinem Transport durch den Pankreasgang in den Zwölffingerdarm direkt der Nahrung beigemischt. Aus diesem Grund ist die Bauchspeicheldrüse Funktion und Leistung sehr wichtig für den Körper.

Bauchspeicheldrüse – Funktion

Die Bauchspeicheldrüse produziert täglich ein bis eineinhalb Liter Pankreassaft, mehr als das zehnfache ihres eigenen Gewichts. Der Pankreassaft enthält Wasser und basische Salze zur Neutralisierung des sauren Magensaftes und schützt dadurch die empfindliche Dünndarmschleimhaut. Ferner sind die Verdauungsenzyme nur aktiv, wenn die Magensäure neutralisiert wird. Der Großteil dieser Verdauungsenzyme wird in der Bauchspeicheldrüse gebildet.

Außerdem spalten diese Verdauungsenzyme sehr spezialisiert pflanzliche oder tierische

  • Eiweiße,
  • Zucker,
  • Fette

und auch die in den Nahrungsmitteln enthaltenen Erbinformationen in ihre jeweiligen Einzelbausteine. Erst diese Einzelbausteine können vom Darm aufgenommen werden. Kann der Pankreassaft dagegen nicht abfließen, weil der Gang beispielsweise verstopft ist, so bei der Mukoviszidose oder bei Gallensteinen, beginnen die Verdauungsenzyme, die Bauchspeicheldrüse selbst zu zersetzen. Als Folge treten die typischen Entzündungssymptome auf. Der gleiche Effekt folgt im Übrigen bei übermäßigem Alkoholgenuss.

Als weitere Funktion obliegt die Produktion der Stoffwechselhormone, die den Blutzucker regulieren.

  • So entsteht in den Beta-Zellen Insulin, das den Blutzucker senkt.
  • Die Alpha-Zellen dagegen bilden Glukagon, das den Blutzucker anhebt.

Auffällig wird das kleine Organ auch hier immer dann, wenn es nicht mehr richtig funktioniert. In Bezug auf die Blutzuckerregulierung sind es die beiden Formen von Diabetes, die auf Störungen in der Bauchspeicheldrüse beruhen. Beim Diabetes Typ 1 sterben die Beta-Zellen ab.

Erkrankung der Bauchspeicheldrüse

Es entsteht kein Insulin mehr. Diese Form der Zuckerkrankheit ist nicht heilbar, aber durch Insulingaben steuerbar. Beim Typ 2 hingegen sprechen die Körperzellen nicht genügend auf Insulin an. Mit erhöhter Insulinausschüttung entsteht eine überforderung der Bauchspeicheldrüse. Funktion und Leistung werden somit schwächer.

Behandelt wird hier in erster Linie mit Medikamenten, die die Empfindlichkeit der Körperzellen auf Insulin steigern und die Insulinausschüttung normalisieren.

Gartenbista-Tipp: Zum Therapiekonzept gehören allerdings auch eine gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung.

Unser Kauf-Tipp: EBNS Rezept- und Lebensmittelliste für Bauchspeicheldrüsenkrebs: Diätologie und Traditionelle Chinesische Medizin

Zu den Symptomen gehören schmerzen im Oberbauch.
Zu den Symptomen gehören schmerzen im Oberbauch.

Die wohl tückischste Erkrankung der Bauchspeicheldrüse ist mit Abstand der Bauchspeicheldrüsenkrebs. Es ist eine der häufigsten Krebsformen des Verdauungs-Traktes, an dem jährlich mehr als 12.000 Menschen sterben.

Die Ursachen des Krebses sind nicht genau bekannt, allerdings gilt das Rauchen als größter Risikofaktor. Die Symptome von Bauchspeicheldrüsenkrebs sind relativ unspezifisch und treten in der Regel erst auf, wenn die Erkrankung schon weiter fortgeschritten ist.

Am meisten klagen Betroffene über eine

  • Verschlechterung des Allgemeinzustandes,
  • Appetitlosigkeit,
  • Gewichtsverlust
  • und Schmerzen im Oberbauch.

Der Behandlungserfolg hängt davon ab, wo genau der Tumor sich befindet und wie weit er fortgeschritten ist. Je früher Bauchspeicheldrüsenkrebs entdeckt wird, desto höher sind die Überlebenschancen.

Textquelle: Ralph Kaste

Symbolgrafiken: © Yodiyim, Absolutimages – Fotolia.com


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