Die Ayurveda Ernährung und ihre Heilkunst

Ayurveda als Heilkunst.
Ayurveda Ernährung als Heilkunst.

Immer mal wieder gelangen Zweifel an alternativen Heilmethoden ins Blickfeld der Öffentlichkeit, wie zum Beispiel die Ayurveda Ernährung. Vertreter der klassischen Schulmedizin sprechen dann oft drastisch von angeblicher Scharlatanerie hinsichtlich bestimmter Behandlungserfolge. Dabei ist der Streit uralt und wird auch nicht immer ganz ehrlich ausgetragen. 

Die Ayurveda Ernährung von Schulmedizinern anerkannt

Während die Schulmedizin auf wissenschaftlich fundierten Verfahren und Methoden basiert, vertraut die alternative Heilkunst eher auf die Selbstheilungskräfte des Körpers. Letztere sieht Gesundheit als einen im Gleichgewicht stehenden ganzheitlichen Prozess und Krankheit als Störung dieses Gleichgewichts. Behandelt werden soll hier immer der ganze Mensch, nicht nur ein Symptom. Beide Systeme unterscheiden sich also in Ansatz und Methode. Doch das muss sich nicht unbedingt beißen.

Zu diesen alternativen Lehren, die im Übrigen auch zunehmend von Schulmedizinern in Westeuropa anerkannt werden, gehört zweifellos das Ayurveda. Es ist die Traditionelle Indische Medizin (TIM), die in Südasien seit Jahrtausenden praktiziert wird. Diese Heilmethoden sind als medizinische Wissenschaft bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO) anerkannt. Im südasiatischen Raum wird Ayurveda-Medizin auch universitär gelehrt und zugelassen praktiziert. Diese Alternativmedizin ist dort der Schulmedizin gleichgestellt.

Die 3 Typen des Ayurvedas

Hinter den ganzheitlichen Methoden der Ayurveda Ernährung stehen weitreichende Konzepte zur Erhaltung der Gesundheit unter Vermeidung krankheitsauslösender Lebensweise. Nach der dabei vertretenen Lehre wirken in jedem Menschen drei Funktionsmechanismen, die sogenannten Doshas.
  • Das sind Vata, was für körperliche und geistige Beweglichkeit steht,
  • Pitta, was für den Stoffwechsel des Körpers steht
  • und Kapha, verantwortlich für die Stabilität von Körper und Psyche.

Die Doshas sollen sich nach der Lehre im Gleichgewicht befinden. Bei unterschiedlich starker Ausprägung kommt es demnach zu Störungen in der individuellen Balance, was eine oder mehrere Krankheiten indiziert. In dieser Heilkunst werden die Menschen schließlich auch nach diesen drei Typen unterschieden. So ist es bei der ayurvedischen Ernährung, die zum ganzheitlichen Ansatz gehört, selbstverständliche Voraussetzung, dass sich die Menschen entsprechend ihres Typs ernähren.

Neben der jeweils bevorzugten Art der Lebensmittel,

  • spielen auch deren Zubereitung
  • und die verwendeten Gewürze eine große Rolle.

Insofern präsentiert sich die gesamte traditionelle Gesundheitslehre auch als überaus komplexe Pflanzenheilkunde.

Gartenbista-Tipp: Aus Sicht des Ayurveda wirkt dabei auch jede eingesetzte Heilpflanze nicht nur auf den Körper, sondern gleichwohl auf die Seele des Menschen. Die Ayurveda Ernährug berücksichtigt also grundsätzlich auch die geistigen Wirkungen.

Ohnehin werden in der Ayurveda-Heilkunde immer Diagnose und Therapie so gestaltet, dass sich Synergieffekte einzelner Methoden ergeben und den Heilungsprozess auf der Basis der individuellen Konstitution optimal verlaufen lassen. Diese Vielfalt der Möglichkeiten unterscheidet das Ayurveda deutlich von den dogmatischen Ansätzen anderer asiatischer Gesundheitslehren.

Kombinationen: Heilkunst und klassische Schulmedizin

Deshalb kommt es zunehmend zu völlig zwanglosen und vor allem auch sehr sinnvollen Kombinationen zwischen Ayurveda und klassischer Schulmedizin.

Man denke dabei nur an

  • Yoga,
  • Meditation,
  • Tai Chi,
  • Qi Gong
  • oder die Achtsamkeitsbasierte Stressreduktion (MBSR),
Kombination von Heilunkst und Schulmedizin.
Kombination von Heilkunst und Schulmedizin.

die auch konventionellen Medizinern bei ihren Behandlungserfolgen unterstützen. Insofern kommt es immer mehr zu Überlagerungen der einzelnen Systeme, was den betroffenen Patienten nur zum Vorteil gereichen kann. Denn das Versprechen der Heilung tragen die Vertreter aller Methoden im Sinn.

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Textquelle: Ralph Kaste

Symbolgrafiken: © Marilyn Barbone, Andreaobzerova – Fotolia.com


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