Zucchini pflanzen – Anbau, Standort und Ernte

Halloween ist bekanntermaßen die Hochsaison für Kürbisse. Doch während sich dabei fast alles ausschließlich um die dicken, orangenen Kürbisse dreht, gerät eine andere Sorte nahezu in Vergessenheit: die Zucchini. Die Zucchini zählt zu den beliebtesten Früchten (ja, es ist eine Frucht, auch wenn sie wie Gemüse verwendet wird!) in heimischen Küchen und kann leicht selbst angebaut werden – sehr leicht sogar.

Zucchini Anbau – Steckbrief von Gartenbista:

Der richtige Standort für Zucchinis

Die Zucchini liebt Sonne; von daher sollte sie unbedingt einen sonnigen Platz im Garten zugewiesen bekommen. Ein lockerer, humusreicher Biden ist optimal; gegebenenfalls können die Bodenverhältnisse durch eine kleine Kompostgabe verbessert werden.

Zucchini säen Mitte April

Mitte April können Zucchini bereits im Topf vorgezogen werden. Früher ist keinesfalls ratsam, da diese Kürbissorte sehr schnell wächst und die Jungpflanzen dadurch viel zu groß werden, bevor sie endlich ins Freie können. In jeden Topf sollten mindestens zwei Zucchinisamen zwei Zentimeter tief in die Erde gesteckt werden, da nicht jeder von ihnen auch wirklich keimfähig ist. Nach den Eisheiligen (Mitte Mai) können die kleinen Zucchinipflänzchen endlich ins Freie. Nun ist auch der beste Zeitpunkt, sie direkt ins Freiland auszusäen. Auch hier ist eine Saattiefe von 2 cm optimal.

Gartenbista-Tipp: Regelmäßiges Gießen der Zucchinipflänzchen nicht vergessen!

Zucchini pflanzen mit 80cm Abstand

Beim Pflanzen von Zucchini ist unbedingt auf einen ausreichenden Abstand zwischen den einzelnen Pflanzen zu achten. Dieser sollte bei circa 80 cm liegen, damit sich die Zucchini gut ausbreiten können, denn entgegen der landläufigen Meinung, es handele sich dabei um Rankgewächse, wachsen die meisten Zucchinipflanzen als Busch. Gegebenenfalls müssen zu dicht nebeneinander gesäte Pflanzen entfernt werden. Auch für gepflanzte Zucchini ist es wichtig, dass sie regelmäßig gegossen werden.

Gartenbista-Tipp: Damit die Früchte auf zu feuchtem Boden nicht faulen, sollten sie auf eine Mulchschicht gelegt werden.

Zucchini ernten – sechs bis acht Wochen nach Aussaat

Circa sechs bis acht Wochen nach der Aussaat können Zucchini bereits geerntet werden. Regelmäßig bilden die Pflanzen neue Blüten und Früchte – bis in den Herbst hinein. Ist der Sommer allerdings kalt und verregnet, fällt auch die Ernte recht gering aus.

Das beste Aroma entwickeln die Zucchini bei einer Länge zwischen 10 und 20 cm. Mit jedem Zentimeter, den sie länger werden, verlieren sie ein Stück Zartheit und Knackigkeit.

Zum Entfernen der Früchte verwendet man am besten ein scharfes Messer.

Zucchini lagern: Tipps

  • Nicht einfrieren: Am besten schmecken Zucchini natürlich frisch geerntet.  Zucchini sind leider keine Früchte, die sich einfrieren lassen: sie werden weich, wässrig und matschig.
  • Kühlschrank: Im Kühlschrank halten sich frische Zucchini einige Tage; in einem trockenen, nicht allzu kaltem Raum mehrere Wochen.
  • Trocknen: Darüber hinaus können sie in Scheiben geschnitten getrocknet werden und in einer Kunststoffdose aufbewahrt werden.
  • Einkochen: Eine weitere tolle Möglichkeit, den Winter über Gerichte mit Zucchini genießen zu können, ist Zucchini einkochen.

Schädlinge auf Zucchini

Schädlinge halten sich weitestgehend von Zucchini fern; die größte Gefahr für diese Pflanzen stellen die Nacktschnecken dar, die sich voller Freude auf sie stürzen und auffressen (insbesondere die Jungpflanzen). Bei einem kleinen Befall hilft oft ein Einsammeln der Schnecken (nachts!). Sollte der Gartenbesitzer dieser Plage allerdings nicht anders Herr werden, muss ein spezielles Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden.

Auch Blattläuse, Minierfliegen, Spinnmilben und Weiße Fliegen sind gelegentlich auf Zucchini zu finden, doch meistens in einer so überschaubaren Menge, dass nicht rabiat gegen sie vorgegangen werden muss.

Krankheiten bei Zucchini

Falscher Mehltau ist häufig auf Zucchinipflanzen zu finden, wenn es zu feucht ist. Auf der Oberseite der Blätter zeigen sich weißlich-gelbe Flecken, auf der Unterseite ein weißgrauer Belag.

Bei Trockenheit hingegen bildet sich der Echte Mehltau, der an weißen Flecken auf der Blattoberseite zu erkennen ist. Später verfärben sich die betroffenen Blätter braun und fallen ab.

Gegen beide Mehltauarten gibt es spezielle Pflanzenschutzmittel; allerdings sollte deren Einsatz nur bei starkem Befall geschehen. Gelegentlich reicht auch ein Entfernen der betroffenen Pflanzenteile vollkommen aus (bitte nicht auf dem Kompost entsorgen!).

Graphik: © atoss-Fotolia.com


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