Stangenbohnen Anbau, Pflege, Aussaat & Pflanzen

FitzebohnenStangenbohnen Anbau – seit Ewigkeiten wird er in heimischen Gärten betrieben, was nicht weiter verwunderlich ist: Stangenbohnen Anbau ist denkbar einfach, und ein guter Ertrag von Stangenbohnen ist eigentlich garantiert. Auch der Zeitraum für den Anbau ist gigantisch kurz: in der Regel liegen gerade einmal 10 Wochen zwischen der Stangenbohnen  Aussaat und der Stangenbohnen Ernte. Lediglich einige Tipps sind zu beherzigen…

Stangenbohnen Standort: sonnig, humusreich

Stangenbohnen brauchen wenig Platz; auch kleinste Areale innerhalb des Gemüsegartens sind deswegen ausreichend. Schön ist es, wenn diese in sonniger Lage gelegen sind, denn Stangenbohnen lieben Wärme. Optimal ist ein sonniger und windgeschützter Standort.

Der Boden sollte humusreich sein.

Stangenbohnen Aussaat nach den Eisheiligen

Stangenbohnen können ab Mitte Mai gelegt werden – bis Ende Juni. Wichtig ist nur, dass die Bodentemperatur bei mindestens 10°C liegen muss. Je wärmer der Boden ist, desto widerstandsfähiger gegenüber Krankheiten und Schädlingen werden später die Stangenbohnenpflanzen.

Vor der Aussaat sollten die Kletterhilfen in den Boden gerammt werden, an denen die Stangenbohnen emporranken. Als Kletterhilfe bietet es sich an, 5 – 6 Stangen, die circa 2 m lang sind, im Kreis aufzustellen und an der Spitze zusammenzubinden.

Alternativ kann auch jeweils eine einzige Stange in den Boden gesteckt werden, und im Abstand von circa 70 cm werden weitere in einer Reihe positioniert.

Um jede Stange werden nun 5-6 Bohnensamen gelegt, wobei zu beachten ist, dass diese Samen nicht zu tief in die Erde hinein dürfen.

Auch besteht die Möglichkeit, Stangenbohnen im Gewächshaus vorzuziehen.

Grüne Stangenbohnen pflanzen und anbauen

  • Aufquellen der Bohnen: Bohnen sind extrem frostempfindlich und können bereits bei – 1° C irreparable Schäden erleiden. Einen Tag, bevor die Bohnen in die Erde gesteckt werden sollen, sollten sie in Wasser eingelegt werden, damit sie aufquellen.
  • Pfanzzeit: Sie benötigen einen recht warmen Boden zum Keimen und dürfen von daher erst nach den Eisheiligen (Mitte Mai) gesteckt werden. Bohnen bevorzugen einen sonnigen Standort und mögen humusreiche Erde; eine Extradüngung benötigen sie hingegen nicht.
  • Horste: Buschbohnen werden in Reihen in sogenannten Horsten gelegt; das bedeutet, jeweils 5-6 Bohnen werden kreisförmig angeordnet. Wichtig ist, dass sie maximal 2 cm tief in die Erde kommen, denn Bohnen möchten die Glocken läuten hören, und dies geht nicht, wenn sie allzu tief verbuddelt werden. Der Abstand zwischen den einzelnen Horsten sollte 40-50 cm betragen, zwischen den Reihen etwa 50 cm.
  • Rankgerüst: Beim Stangenbohnen Anbauen muss das Rankgerüst bereits vor dem Legen der Bohnen aufgebaut werden. Maximal 8 Bohnen werden kreisförmig um das Gerüst, welches im Übrigen bis zu 4 m hoch sein kann, gelegt. Der Abstand zwischen den Stangen sollte auch hier 40-50 cm betragen; der Reihenabstand circa 60 cm. Sind die Triebe 15 cm groß, müssen sie dem Rankgerüst zugeführt werden.
  • Anhäufeln: Grüne Bohnen immer anhäufeln, damit die Pflanzen genügend Stabilität entwickeln können. Außerdem haben sie einen enormen Wasserverbrauch und müssen somit regelmäßig gegossen werden. Geschieht dies nicht, fallen die Bohnen ab.

Interessanterweise blühen Bohnenpflanzen und bilden gleichzeitig Früchte. So ist – anders als bei anderen Gemüsesorten – eine permanente Möglichkeit zum Ernten gegeben. Übrigens: je öfter geerntet wird, desto größer fällt die Ernte aus!

Stangenbohnen Pflege – Tipps

  • Gießen: Nach der Aussaat benötigen Stangenbohnen nicht viel Wasser; bis sie keimen, können sie also getrost sparsam gegossen werden. Nach der Keimung hingegen benötigen Stangenbohnen viel Wasser.
  • Kletterhilfe: Sind die kleinen Stangenbohnen circa 15 cm hoch, müssen sie ringsum mit Erde angehäufelt werden. Nun ist auch der richtige Zeitpunkt, um die Stangenbohnen mit ihren Stangen zu verbinden. Hierfür wird die Bohnenranke vorsichtig um die Kletterhilfe geschlungen, und zwar gegen den Uhrzeigersinn. Damit die Ranke nicht verrutscht, sollte sie angebunden werden.
  • Pilzgefahr: Bei Nässe sollten die Bohnenschoten nie angefasst werden, da dies die Anfälligkeit für Pilzkrankheiten steigert.

Stangenbohne: Schädlinge, Krankheiten

Bohnenkäfer legen sehr gerne ihre Eier in den Spalt der Bohne hinein. Die Larven schlüpfen und fressen die Bohne von innen heraus auf.

  • Bohnenrost: Die Unterseite der Blätter ist mit weißen Pusteln übersäht, während die Oberseite schwarz oder rot verfärbt ist.
  • Grauschimmel: Auf den Blättern bilden sich braune Flecken, die Pflanze ist mit einem grauen Pilzrasen überzogen.
  • Blattläuse: Auch vor Bohnen machen diese Schädlinge nicht Halt, insbesondere auf junge Triebe haben sie es abgesehen. Meistens hält sich der Befall in Grenzen. Vorsicht ist allerdings geboten, wenn die Schwarze Bohnenblattlaus ihre Offensive auf die Bohnenpflanzen gestartet hat: meistens geschieht dies in einer Masseninvasion, die zum kompletten Eingehen der Pflanzen führt.
  • Bohnenfliege: Sie legt ihre Eier auf den Bohnensamen ab. Diese können nicht wachsen und werden schließlich von den Maden dieser Fliege gefressen.
  • Speisebohnenkäfer: Nur 4 mm groß ist dieser ovale, gelbgrün bis bräunliche Käfer. Seine Larven wachsen in den Früchten, während die erwachsenen Käfer in den Blütenpollen leben. Jedes Weibchen legt 50-100 Eier an der Hülsennaht der Bohnen ab, so dass sich dieser Schädling sehr stark vermehren kann. Oft hilft nur eine Bekämpfung mit einem Pflanzenschutzmittel.

Gartenbista-Tipp: ein natürlicher Schutz gegen Schädlinge an Bohnenpflanzen sind Buchsbäume. Auch Knoblauch, zwischen die Bohnenreihen gesteckt, kann einen allzu starken Befall verhindern. So werden Sie mit Sicherheit viele grüne Bohnen ernten….

Stangenbohne: Ernte

Wenn die Bohnenschoten beim Biegen glatt durchbrechen und sich noch keine Kerne durch diese hindurch zeigen, sind sie erntereif.

Wichtig ist, dass die Ernte nie bei Nässe durchgeführt wird. Optimal für die Stangenbohnen Ernte ist ein sonniger Tag.

Stangenbohne: Lagerung

Stangenbohnen sollten am besten frisch verzehrt werden, da sie zu diesem Zeitpunkt am geschmackvollsten sind. In ein feuchtes Tuch eingeschlagen, können sie aber sehr gut zwei Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Stangenbohnen eignen sich sowohl zum Einkochen als auch zum Einfrieren.

Graphik: © Martina Berg – Fotolia.com; © chungking-Fotolia.com


2 Kommentare

  1. ergänzende Anfrage zu Krankheiten bei Bohnen:schwarze,kreisrunde Flecke

    auf der Oberseite der Fruchthülse.Unter dem schwarzen Fleck eine leichte

    Vertiefung.

    Vielen Dank

    Fritz Häseler

    1. Dabei könnte es sich um die Brennfleckenkrankheit handeln, eine Pilzkrankheit. Dieser Pilz tritt überwiegend bei zu viel Feuchtigkeit (beispielsweise zu feuchten Böden) auf. In den folgenden Jahren bitte an derselben Stelle keine Bohnen und möglichst auch keine Erbsen anbauen.

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