Spitzkohl anbauen im Garten: Aussaat, Standort und Pflege

GemüsegartenSpitzkohl ist allgemein bei Hobbygärtnern ein recht beliebter Kohl. Diese Beliebtheit rührt nicht alleine von seinem tollen Geschmack und vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten her, sondern hat zudem einen noch viel profaneren Grund: Spitzkohl ist sehr schnellwachsend und ertragreich.

Spitzkohl Pflanzen – Steckbrief von Gartenbista:

Spitzkohl Standort: nährstoffstreich und sonnig

Spitzkohl ist in punkto Boden sehr anspruchslos und gedeiht eigentlich überall. Optimal für ihn ist es allerdings, wenn der Boden nährstoffreich und kalkhaltig ist. Wer also eine gute Spitzkohlernte erreichen möchte, sollte bereits im Herbst des Vorjahres Kompost und Kalk in die für den Spitzkohl Anbau vorgesehenen Beete unterheben.

Ansonsten liebt der Spitzkohl sonnige Standorte.

Spitzkohl Aussaat: Vorziehen oder Direktsaat möglich

Bereits im Februar/März („Ersting“ sogar im Januar) kann Spitzkohl im Gewächshaus oder im Haus vorgezogen werden, wobei Temperaturen zwischen 16° C und 20° C optimal sind. Die Aussaat im Freiland kann ab Mitte April erfolgen. Sinnvoll ist es, beim Vorziehen der Spitzkohlpflanzen jeweils nur ein oder zwei Samenkörner in eine Anzuchtschale zu stecken – dies erspart ein späteres Pikieren…

Auch gibt es Spitzkohl Sorten, welche ganzjährig angebaut werden können: „Duncan“ und „Erstling“. Diese Sorten werden optimalerweise im August ausgesät und Ende September an Ort und Stelle verpflanzt. Damit dieser Spitzkohl – trotz seiner Robustheit – bei starkem Frost keine Schäden erleidet, sollte ihm ein Winterschutz in Form von Vlies gegeben werden.

Sobald keine Gefahr von starken Frösten mehr droht, sollte dieses jedoch wieder entfernt werden – zumindest tagsüber.

Spitzkohl pflanzen ab März

Ab Mitte März können vorgezogene (oder im Fachhandel erworbene) Spitzkohlpflanzen ins Freiland gepflanzt werden, und zwar in Reihen. Hierbei sollte ein Abstand von jeweils 40 cm zwischen den einzelnen Reihen sowie den Pflanzen eingehalten werden.

Spitzkohl Pflege – Tipps

  • Gießen: Spitzkohl immer gleichmäßig feucht halten; durch unregelmäßiges Gießen platzen die Köpfe und eröffnen somit einen Zugang für Schädlinge und Krankheiten…
  • Hacken: Spitzkohlbeete regelmäßig hacken.
  • Köpfe: Größe der Köpfe kontrollieren: sind sie zu groß, platzen sie leicht. Optimal ist es, Spitzkohl bei einem Gewicht von 1,5 kg zu ernten.
  • Einmalbeet: Nach der Spitzkohlernte keinen weiteren Kohlanbau auf demselben Beet starten.

Spitzkohl Schädlinge, Krankheiten

Da Spitzkohl sehr früh im Jahr angebaut wird, bleibt er weitestgehend von Schädlingen verschont. Natürlich siedeln sich auch auf Spitzkohl gelegentlich Läuse und Kohlfliegen an, aber deren Befall ist selten behandlungsbedürftig. Viel schädlicher sind die Schnecken: sie lieben jungen Spitzkohl und stürzen sich gerne mal auf Spitzkohlbeete. Um sie fernzuhalten, ist der Bau eines Schneckenzaunes empfehlenswert.

Die Kohlhernie, eine Pilzkrankheit, macht leider auch vor Spitzkohl nicht halt. Sie führt zur Verformung der Wurzeln und später zum Absterben der Pflanze. Von der Kohlhernie befallene Pflanzen müssen umgehend entsorgt werden (nicht auf dem Kompost!); auf dem Beet sollte sieben Jahre lang kein Kohlanbau stattfinden.

Spitzkohl Ernte, Lagerung

Die Spitzkohlernte erfolgt – je nach Sorte – von Ende Juni bis in den Herbst hinein. Die winterharten Spitzkohlsorten können ab Mitte Mai geerntet werden.

Spitzkohl kann nicht besonders gut gelagert werden; im Kühlschrank hält er sich einige Tage. Es ist empfehlenswert, Spitzkohl zuzubereiten und ihn dann einzufrieren – so hält er sich mehrere Monate.

Graphik: © Cooper – Fotolia.com


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Du kannst unter Pseudonym kommentieren. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ja, ich habe die Datenschutzerklärung gelesen.