Rote Bete einfrieren – das muss ich beachten

Rote Bete
Rote Bete

Gelegentlich fällt der Ertrag derart üppig aus, dass man als Hobbygärtner gar nicht so recht weiß, wohin mit dem ganzen Gemüse. So stellt sich die Frage, ob man Rote Bete einfrieren kann oder nicht. Dies geht, und hier erfahren Sie, wie.

Kann man Rote Bete einfrieren?

Es ist gut möglich, Rote Bete einzufrieren. Dies bietet sich vor allem in jenen Fällen an, in dem keine andere Lagerungsmöglichkeit besteht und/oder sehr viele Knollen vorhanden sind. Wird es richtig gemacht, gehen weder wertvolle Inhaltsstoffe noch Geschmack verloren.

Haltbarkeit

Eingefrorene Knollen sind etwa acht Monate lang haltbar. Danach können sie zwar noch verzehrt werden, verlieren aber deutlich an Aroma.

Nachteile beim Rote Bete Einfrieren

Großartige Nachteile gibt es eigentlich nicht. Es sollte jedoch erwähnt werden, dass das Prozedere ein wenig zeitaufwändig und arbeitsintensiv ist. Jedoch wird man über diesen kleinen Makel hinwegsehen, wenn man bis zur folgenden Ernte jederzeit auf Rote Bete aus dem eigenen Garten zurückgreifen kann.

Roh einfrieren?

Damit wären wir auch schon bei besagtem Arbeitsaufwand: Rote Bete sollte nicht roh eingefroren werden. Dies wäre zwar wesentlich einfacher, jedoch wäre nach dem Auftauen die Enttäuschung groß: das Gemüse wäre eher ein matschiger Klumpen als eine delikate Speise.

Oder gekocht?

Grundsätzlich sollten beim Rote Bete Einfrieren die Knollen vorher gekocht werden. Von jeglichen Experimenten ist abzuraten – sie würden das delikate Gemüse zu einem ungenießbaren Brei machen.

Vorbereitung zum Einfrieren

Bevor man Rote Bete einfrieren kann, sind einige vorbereitende Maßnahmen durchzuführen.

  • Nach der Ernte werden die Knollen mithilfe einer Bürste gesäubert. Sollten sich hartnäckige Verschmutzungen an der Haut zeigen, können sie mit etwas Wasser abgespült werden; für gewöhnlich ist dies jedoch nicht notwendig.
  • Das Laub wird an der Roten Bete gelassen. Ein Entfernen würde zu einem Aromaverlust führen, da die Knollen während des Kochens ausbluten würden.

Manch einer kommt auf die Idee, die Knollen vor dem Kochen zu schälen. Das sollte ebenfalls tunlichst unterlassen werden, da auch dies zwangsläufig zu einem Ausbluten und damit einhergehenden Verlust des Aromas führen würde.

Gartenbista-Tipp: Rote Bete möglichst zeitnah nach der Ernte einfrieren.

Schneiden?

Es ist sehr gut möglich, Rote Bete in geschnittener Form einzufrieren. Dies sollte jedoch ausschließlich nach dem Kochvorgang geschehen.

Rote Bete einfrieren – so geht´s

  • Eingefrorene Rote Bete
    Eingefrorene Rote Bete

    Knollen wie oben beschrieben vorbereiten

  • Rote Bete in einen Topf legen
  • Topf so mit Wasser auffüllen, dass die Knollen zur Hälfte bedeckt sind
  • Mit geschlossenem Deckel zum Kochen bringen
  • Sobald das Wasser kocht, Deckel halb auflegen und Temperatur um die Hälfte reduzieren

Abhängig von der individuellen Größe benötigen die Knollen 30 – 60 Minuten, bis sie gar sind. Um dies zu überprüfen, können sie mit einer dünnen Nadel vorsichtig angestochen werden. Sind sie fertig, wird die Nadel problemlos durch die Haut hindurchgleiten. Nun werden sie in ein Sieb gegeben und mit kaltem Wasser abgeschreckt.

Wenn sie komplett abgekühlt ist, muss die Rote Bete geschält werden. Da ihr Saft sehr stark abfärbt, sollten hierbei Einweghandschuhe getragen werden.

Das Einfrieren selbst erfolgt in Gefrierdosen oder -beuteln.

Gartenbista-Tipp: Die Garprobe nicht zu früh und nicht mit dicken Nadeln durchführen, da dies wiederum zum Ausbluten führen kann.

Im Ganzen?

Je nachdem, für welchen Zweck die Rote Bete später verwendet werden soll, kann sie im Ganzen eingefroren werden.

Geschnitten?

Auch in geschnittener Form ist ein Einfrieren möglich. Soll die Rote Bete als Gemüse verarbeitet werden, kann sie in Würfel geschnitten werden; für Salate bietet es sich an, sie in Scheiben zu schneiden.

Tipps & Tricks

  • Wer nicht so gerne Rote Bete einfrieren möchte, kann sie auch anderweitig lagern. Dies ist beispielsweise gut im Keller möglich. Hierfür wird eine Holzkiste mit Plastikfolie ausgelegt und zur Hälfte mit Sand gefüllt. Wichtig ist, dass dieser feucht ist. Danach kommt die Rote Bete hinein. Liegen alle Knollen, wird die Kiste mit feuchtem Sand aufgefüllt. Optimal sind Temperaturen um 6°C: unter diesen Voraussetzungen bleibt das Gemüse bis zu fünf Monate lang haltbar.
  • Soll die Rote Bete hingegen nur kurzfristig gelagert werden, bietet sich der Kühlschrank an. Die Knollen werden in Zeitungspapier gewickelt und ins Gemüsefach gelegt. Dort bleiben sie etwa vier Wochen lang knackig.
  • Sollten trotz größter Vorsichtsmaßnahmen die Hände verfärbt sein, können die unschönen roten Stellen mit frischem Zitronensaft entfernt werden.
  • Zur Verwendung werden die Knollen nur angetaut.

 

Symbolgraphiken: © Talya Al – stock.adobe.com; Snowbelle – stock.adobe.com


, Kategorie: Gemüse

1 Kommentar

  1. Als Kind war es immer eine Strafe, wenn wir Rote bete einfrieren mussten. Ich musste sie immer schälen und hatte danach tagelang rote Hände. Aber im Winter haben wir uns dann gefreut, wenn wir sie zu essen bekamen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Du kannst unter Pseudonym kommentieren. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ja, ich habe die Datenschutzerklärung gelesen.