Rosenkohl anbauen: Standort und Überwinterung

Er hat alles, was ein großer Kohl besitzt, nur proportional wesentlich kleiner: der Rosenkohl. Das Wintergemüse gehört zu den beliebtesten Kohlsorten hierzulande, und wird deswegen auch oft liebevoll „Köhlchen genannt. Der anspruchslose Rosenkohl wird seit über 200 Jahren in Europa kultiviert, wobei dieser Anbau so einfach ist, dass er sehr gerne auch in heimischen Gärten praktiziert wird.

Rosenkohl anbauen mit der Gartenbista – Checkliste:

Rosenkohl Standort: nährstoffreich

Rosenkohl liebt einen nährstoffreichen Boden. Das, was er aufnimmt, gibt er auch wieder zurück: Rosenkohl gilt als ein besonders vitamin- und nährstoffreiches Gemüse. Um seinem Nährstoffanspruch gerecht zu werden, sollte der Rosenkohl regelmäßig gedüngt werden, vorzugsweise mit Kompost.

Rosenkohl anbauen: Anleitung

  1. Im April-Mai kann der Rosenkohl direkt ins Freiland ausgesät werden, wobei ein Reihenabstand von 60 cm eingehalten werden sollte.
  2. Die kleinen Rosenkohlpflanzen müssen zudem pikiert werden, wenn sie eine Größe von circa 5 cm erreicht haben, damit sie genügend Platz zum Wachsen haben. Optimal ist ein Abstand von 40 cm zwischen den einzelnen Pflanzen.
  3. Während der ganzen Anbauzeit ist auf eine ausreichende Wasserversorgung zu achten; keinesfalls dürfen die Rosenkohlpflanzen austrocknen.
  4. Gelbe oder rote Blätter sind ein Zeichen für Nährstoffmangel; dieser sollte ausgeglichen und die schadhaften Pflanzenteile entfernt werden.
  5. Im September sollte der Haupttrieb der Rosenkohlpflanze gekappt werden, damit die Kraft in die Bildung der Röschen und nicht der Triebe geht.

Rosenkohl überwintern

Rosenkohlpflanzen schützen sich selbst vor Frost und Kälte, indem sie ihre Blätter nach unten hängen lassen. So können sie Temperaturen bis -15°C schadlos überstehen. Wird es allerdings kälter, wird das Überleben für die Rosenkohlpflanzen schwieriger. In Gegenden, in denen solche Temperaturen zu erwarten sind, sollten Rosenkohlpflanzen deshalb zusätzlich besonders geschützt werden: ein Umpflanzen an eine geschützte Stelle, etwa an der Hauswand, ist empfehlenswert.

Zusätzlich sollte sie entweder eingeschlagen (das bedeutet, die gesamte Pflanze wird mit einem Vlies umwickelt) oder zusätzlich abgedeckt werden. Hierfür empfiehlt sich Reisig oder Stroh. Diese Methode ist noch aus einem anderen Grund empfehlenswert: einige Rosenkohlpflanzen reagieren sehr empfindlich auf den Wechsel zwischen frostigen und frostfreien Tagen und zeigen dies durch faulende Röschen.

Bitte beachten: bei Trockenheit muss der Rosenkohl auch im Winter gegossen werden. Bilden sich gelbe Blätter, ist es hierfür höchste Zeit!

Rosenkohl ernten

Ende November ist es endlich soweit: der Rosenkohl kann geerntet werden.  Sind die Röschen zu dem Zeitpunkt noch geschlossen und fest, sind sie perfekt für eine gelungene Mahlzeit. Diesbezügliche Rezepte finden Sie hier.

Geerntet werden die Röschen immer  von unten nach oben. Dies hat den Vorteil, dass die oberen Röschen so immer noch Zeit zum Nachwachsen haben – und dies tun sie den ganzen Winter über, bis ins Frühjahr hinein. Frost schadet den Röschen ganz und gar nicht, im Gegenteil: durch Frosteinwirkung erhält der Rosenkohl ein noch intensiveres Aroma.

Rosenkohl Schädlinge, Krankheiten

Erdflöhe haben eine besondere Vorliebe für Rosenkohlpflanzen; allerdings kann ein derartiger Befall durch ausreichende Wässerung des Bodens leicht vermieden werden.

Auch Kohlfliegen und Blattwespen können einen Rosenkohlbestand nachhaltig schädigen. Während erstere vor allem versucht, ihre Eier möglichst nahe an oder sogar in die Pflanze zu legen, fressen Blattwespen die Blätter bis hin zur völligen Kahlheit der Pflanze ab.

Die Kohlhernie, eine besonders weit verbreitete Pilzkrankheit bei Kohlpflanzen, die letztendlich dazu führt, dass die betroffene Pflanze komplett verwelkt.

 Graphik: © lochstampfer-Fotolia.com


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