Rettich Anbau und Ernte – Tipps zu Pflege, Standort & Sorten

Rettich Anbau -  So gehts!
Rettich Anbau – So gehts!

Wer schon einmal erfolgreich Radieschen im eigenen Garten angebaut hat, wird gerne den nächsten Schritt gehen und den Anbau eines ähnlich gearteten Gemüses in Angriff nehmen: Rettich. Rettich gibt es in verschiedenen Formen und Arten, die sich alle recht problemlos kultivieren lassen – vorausgesetzt, man beachtet einige Tipps. Im Folgenden erfahren Sie alles zum Rettich Anbau.

Rettich Sorten

Grob unterteilen lässt sich der Rettich in weißen (beispielsweise Meerrettich) und schwarzen Rettich (zum Beispiel der Winterrettich). Des Weiteren gibt es runde und längliche Sorten, scharfe und mildere. Auch das beliebte Radieschen ist eigentlich eine Rettichsorte. Eines haben sie alle gemeinsam: sie wachsen extrem schnell.

Standort

Rettich gedeiht in jedem Boden, wobei am besten geeignet eine leicht krümelige Erde ist (gegebenenfalls kann man der normalen Gartenerde etwas Sand sowie Kompost untermischen). Der Standort selbst sollte halbschattig bis vollsonnig sein, um ein optimales Ernteergebnis zu forcieren.

Rettich Anbau: so geht´s!

Rettich wird per Saatgut kultiviert. Bereits ab Mitte März kann dieses in einem Frühbeet oder einem Folientunnel in die Erde gebracht werden; allerdings ist es ratsam, erst ab Mitte April mit der Direktsaat zu beginnen. Ausgesät werden kann Rettich bis in den September hinein.

Gesät wird in Reihen, wobei der Abstand zischen den einzelnen Reihen circa 30 cm betragen sollte. Das Saatgut wird 2-3 cm tief in die Erde eingebracht.

Wenn die kleinen Rettichpflänzchen keimen, müssen sie pikiert werden. Es empfiehlt sich, sie dabei bereist auf jenen Abstand zu verpflanzen, der ihrer Sorte entsprechend vorgegeben ist.

Gartenbista-Tipp: Wenn Sie Rettich in Abständen von 2 -3 Wochen aussähen, können Sie dadurch die Rettichernte periodisch verlängern!

Pflege

Der Boden muss immer gleichmäßig feucht gehalten werden, wobei Staunässe aber zu vermeiden ist. Erhält der Rettich zu wenig Wasser, wird er schärfer; eine unregelmäßige Wassergabe führt zu Rissen in der Wurzel.

Ernte und Lagerung

Der Rettich wird – je nach Sorte – 8 bis 15 Wochen nach der Aussaat geerntet. Besonders knackig ist der Rettich jedoch, wenn er kurz vor seinem eigentlichen Erntezeitpunkt aus der Erde geholt wird. Wartet man jedoch zu lange, kann es leider passieren, dass der Rettich holzig oder zumindest hart ist.

Am besten schmeckt Rettich natürlich, wenn er frisch aus der erde kommt. Er lässt wich jedoch auch problemlos in mit Sand gefüllten Kisten an einem kühlen und dunklen Ort, beispielsweise im Keller, lagern.

Krankheiten und Schädlinge

Ist der Boden zu trocken, siedeln sich gerne Erdflöhe rund um die Rettiche an. Dieser Befall kann durch regelmäßige Bewässerung verhindert werden.

Die Rettichschwärze, eine Pilzkrankheit, kann hingegen nicht vermieden werden. Betroffene Pflanzen sind umgehend zu entfernen und zu entsorgen (nicht auf dem Kompost!).

Graphik: © Bernd Jürgens-Fotolia.com


, Kategorie: Gemüse

10 Kommentare

  1. Hallo,

    ich hatte als Kind einen kleinen Garten auf dem Grundstück meiner Eltern, in dem ich Radieschen angebaut hatte. Der Anbau der Radieschen war ein voller Erfolg und ich war mit der Ernte zufrieden.

    Jetzt, wo ich mein eigenes Haus mit Garten habe, möchte ich gerne ein Beet mit schwarzem Rettich anlegen. Wie am besten schwarzen Rettich anbauen? Was ist bei der Auswahl des Standortes zu beachten?

    Liebe Grüße,

    Sina

    1. Hallo Sina,
      du kannst schwarzen Rettich ab Mitte April direkt ins Beet säen. Rettich bevorzugt einen sonnigen oder halbschattigen Standort. Das Beet für den Rettich sollte krümelige Erde haben, damit du eine reiche Rettichernte bekommst. Als Reihenabstand haben sich 30 cm als vorteilhaft erwiesen. Die Samenkörner solltest du circa 2 cm tief in die Erde einbringen. Ich wünsche dir viel Erfolg beim Anbau des Rettichs.

    2. Hi,
      ich baue meinen Rettich auf einem sonnigen Beet mit krümeligem Boden an. Halbschatten wird vom Rettich auch vertragen, um eine optimale Ernte zu erhalten, nicht aber Schatten. Ich achte darauf, dass ich den Rettich regelmäßig gieße. Wenn du den Rettich nicht oft genug gießt, dann kann er sehr scharf werden und ist für Menschen mit empfindlichen Magen nur bedingt genießbar.

  2. Hallo,
    ich möchte im kommenden Jahr gerne schwarzen Rettich aus dem eigenen Garten essen, weil bei uns im Biomarkt oft nur Radieschen angeboten werden, die ich längst nicht so schmackhaft finde wie schwarzen Rettich.
    Wie kann ich Rettich vorziehen? Brauche ich dazu ein Frühbeet, oder geht das auch auf der Fensterbank? Ab wann kann ich frühestens mit dem Vorziehen beginnen, was meint ihr?

    1. Hallo, Rettich kann man ab Februar sehr gut vorziehen, entweder im Gewächshaus oder auf der Festerbank. Ich ziehe meine immer auf der Festerbank im Schlafzimmer vor. Klingt etwas seltsam, aber der Rettich mag es gerne etwas kühler bei der Keimung, und die anderen Räume sind im Februar durch die Heizung einfach zu warm. Ist ja auch nur für kurze Zeit: zwei Wochen nach der Keimung pflanze ich die kleinen Rettiche ins Freie :). Diese Methode ist jedoch nur für die frühen Sorten sinnvoll, also für die Sommerrettiche. Die Winterrettiche werden im Juni direkt ins Freiland gesät.

    2. Hallo,
      ich nutze einen Folientunnel oder ein Frühbeet, wenn ich meine Rettiche vorziehe. Dabei säe ich sie im März aus. Die kleinen Pflänzchen sind durch das Frühbeet oder den Folientunnel geschützt, so dass ihnen die manchmal noch kalten Temperaturen im März oder April nicht schaden können. Eine Anzucht auf der Fensterbank kommt in einem eher kühlen Raum infrage, z. b. im Hauswirtschaftsraum.

  3. Guten Abend,
    ich esse gerne Rettich und möchte jetzt die Anzucht von Rettich bei mir im Garten wagen.
    Kann man Rettich anbauen im Gewächshaus?
    Oder sollte ich den Rettich besser im Freiland aussäen? Wie sind eure Erfahrungen mit dem Anbau von Rettich und wie verwertet ihr den Rettich nach der Ernte? Ich freue mich auf eure Erfahrungsberichte und bin schon gespannt auf viele Antworten zum Anbau von Rettich im Gewächshaus.

    1. Hallo, Rettich kann man sehr gut vorziehen, entweder im Gewächshaus oder auf der Festerbank. Ich ziehe meine immer auf der Festerbank im Schlafzimmer vor. Klingt etwas seltsam, aber der Rettich mag es gerne etwas kühler bei der Keimung, und die anderen Räume sind im Februar durch die Heizung einfach zu warm. Ist ja auch nur für kurze Zeit: zwei Wochen nach der Keimung pflanze ich die kleinen Rettiche ins Freie :). Diese Methode ist jedoch nur für die frühen Sorten sinnvoll, also für die Sommerrettiche. Die Winterrettiche werden im Juni direkt ins Freiland gesät.

  4. Hi,
    bei mir wachsen in meinen Gemüsebeeten immer die gleichen Pflanzen und ich möchte einmal etwas Neues ausprobieren. Immer nur Möhren, Bohnen und Karotten werden langweilig und auch die Kinder wollen nicht jedes Jahr das gleiche Gemüse auf dem Mittagstisch oder als Snack serviert bekommen. Ist der Rettich wählerisch, was die Gartenerde betrifft? Welche Erde ist für Rettich geeignet?

    1. Rettich gedeiht besonders gut in lockerem, tiefgründigen Boden. Ideal ist es, wenn die Erde humushaltig und geichmäßig durchfeuchtet ist. Kalkhaltige Lehmböden bekommen ihm nicht so gut, da dort die Knollen ungleichmäßig wachsen.

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