Peperoni einlegen – das sollte ich dabei beachten

Lesezeit: 6 Min.
Frische Peperoni
Frische Peperoni

Peperoni einlegen ist eine fantastische Möglichkeit, die leckeren, scharfen Schoten zu konservieren. So kann man den ganzen Winter über einen Hauch von Sommer genießen. Das Procedere selbst ist wesentlich einfacher als manch einer denkt. Wir haben die besten diesbezüglichen Rezepte für Sie zusammengefasst.

Kann man Peperoni einlegen?

In manchen Jahren wissen die Hobbygärtner gar nicht, wohin mit den ganzen Peperoni, weil der Ertrag sehr hoch ausgefallen ist. Im Kühlschrank lassen sie sich nur eine kurze Zeit aufbewahren, so dass das Einfrieren eine beliebte Methode zur Konservierung ist. eine einfache noch dazu, die viele Vorteile mit sich bringt. Zum einen werden die Peperoni davon abgehalten, zu vergammeln, was an sich schon ein sehr wichtiger Aspekt ist. Zum anderen hat man über viele Monate hinweg die Möglichkeit, sie als Snack zu verzehren oder verschiedenen Speisen zuzufügen.

Nachteile

Kurz gesagt: es gibt keine Nachteile beim Peperoni einfrieren. Sie büßen weder an Aroma noch an Capsaicin ein, welches so immens wichtig für den Stoffwechsel ist.

Geeignete Sorten zum Einlegen

Sämtliche Sorten sind zum Einlegen geeignet
Sämtliche Sorten sind zum Einlegen geeignet

Grundsätzlich eignet sich jede Peperoni zum Einlegen, unabhängig von Farbe, Größe oder Schärfegrad. Ideal sind jedoch jene Sorten, die besonders dickfleischig sind. Sie haben den Vorteil, dass sie die Gewürzmischungen sehr gut aufnehmen und demzufolge ganz besonders aromatisch werden.

Wer keine Peperoni aus dem eigenen Garten verwendet, sondern gekaufte, sollte unbedingt auf Bio-Qualität achten. So kann er sich sicher sein, dass er nicht versehentlich Pestizide mit einlegt…

Generell sollte man bereits vor dem Einlegen jene Schoten aussortieren, die bereits verschrumpelt sind oder Beschädigungen aufweisen.

Haltbarkeit

Wie lange sich die eingelegten Peperoni individuell halten, ist abhängig von ihrer Lake. So kann man davon ausgehen, dass in Essig eingelegte Schoten mindestens ein Jahr lang haltbar sind, während jene, die sich in einer Lake auf Ölbasis befinden, nur einige Wochen lang gegessen werden können.

Gartenbista-Tipp: Beim Lagern gilt grundsätzlich: der Standort muss kühl und dunkel sein!

Peperoni einlegen in Essig – der Klassiker

Die bekannteste Variante des Peperoni Einlegens ist die in Essig-Lake. Der süß-saure Geschmack, der sich dadurch ergibt, sorgt für viele Verwendungsmöglichkeiten und ist allgemein sehr beliebt.

Anleitung

Für den Klassiker werden folgende Zutaten benötigt:

1 Kilo frische Peperoni
1.500 ml Essig, gerne Kräuteressig
1.500 ml Wasser
200 g Schalotten
8-10 Esslöffel Rohrzucker
6 Esslöffel Salz
optional Pfeffer

Und so geht´s:

  • Peperoni waschen
  • Stiele entfernen
  • Wasser, Essig und Zucker in einem großen Topf zum Kochen bringen
  • Salz und gegebenenfalls Pfeffer hinzufügen
  • Peperoni und Schalotten beigeben
  • Eine halbe Stunde lang auf mittlerer Stufe köcheln lassen
  • Saubere, sterile Einmachgläser mit kaltem Wasser ausspülen
  • Peperoni und Sud gleichmäßig in die Gläser füllen
  • Umgehend verschließen und für 5-10 Minuten auf den Kopf stellen
  • Auskühlen lassen

Wer möchte, kann zudem in jedes Glas noch 2-3 Knoblauchzehen sowie ein Lorbeerblatt geben. Die Peperoni erhalten dadurch ein ganz besonders mediterranes Aroma.

Gartenbista-Tipp: Bitte darauf achten, dass die Peperoni vollständig mit dem Sud bedeckt sind!

Für Genießer: eingelegt in Öl

Eingelegte Peperoni
Eingelegte Peperoni

Besonders delikat sind in Öl eingelegte Peperoni. Hierbei ist jedoch äußerste Vorsicht geboten: es kann leider passieren, dass sich in den verschlossenen Gläsern Toxine bilden. Diese werden durch Sporen des Clostridium botulinum verursacht, eines Bakteriums, welches sich weder am Geruch noch am Geschmack erkennen lässt. Das es durch dessen Aufnahme zu gesundheitlichen Beschwerden kommen kann, sollten in Öl eingelegte Peperoni entweder nach kurzer Zeit verzehrt oder später auf mindestens 120° C erhitzt werden, beispielsweise auf dem Grill. Durch derart hohe Temperaturen wird das Bakterium abgetötet.

Rezept

Für ein Glas werden benötigt:

200 g Peperoni
Olivenöl
Salz

Und so geht´s:

  • Peperoni waschen und mit Küchenpapier abtrocknen
  • Schoten in etwa 3 mm breite Ringe schneiden
  • Flache Auflaufform oder ähnliches Behältnis mit Küchenpapier auslegen
  • Peperoniringe auf das Papier legen
  • Mit Salz bestreuen

Idealerweise wird das Gefäß nun auf die sonnige Fensterbank gestellt, wobei die Peperoni mit einem weiteren Küchenpapier abgedeckt werden. Alternativ ist auch jedes andere möglichst warme Plätzchen geeignet. Dort verbleibt die Schale für etwa zwei Tage. Die Ringe werden dann ein wenig trockengetupft und in das Einmachglas gefüllt. Mit Olivenöl auffüllen und in en Kühlschrank stellen.

In Alkohol eingelegte Peperoni

Werden Peperoni in Alkohol eingelegt, schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe: man bekommt sehr aromatische Schoten und zugleich einen interessanten, außergewöhnlichen Schnaps, der sich im Übrigen auch gut zum Verschenken eignet.

Hierfür werden lediglich etwa 500 g Peperoni sowie 1 Liter Alkohol mit mindestens 38 % benötigt. Gewürze sollten nicht hinzugefügt werden: durch den Alkohol entwickeln die Peperoni bereits ein sehr intensives Aroma, welches durch irgendwelche Gewürze eher verschlimmert als verbessert werden würde.

Die Herstellung ist ganz einfach:

  • Peperoni waschen
  • Mit einer Gabel oder Rouladennadel jede Schote mehrfach anpieksen
  • In Einmachgläser geben
  • Schoten mit Alkohol aufgießen
  • Gläser verschießen

Nun dauert es einige Wochen, bis der Prozess abgeschlossen ist. danach wird der Alkohol durch ein Sieb in eine Flasche geschüttet, während die Peperoni essbereit sind. Doch Vorsicht: sowohl der Schnaps als auch die Schoten sind sehr scharf!

In Salzlake

Beim Einlegen stehen verschiedene Varianten zur Auswahl
Beim Einlegen stehen verschiedene Varianten zur Auswahl

Weniger bekannt, jedoch nicht minder lecker sind in Salzlake eingelegte Peperoni. Hierfür werden neben den Peperoni Gewürze sowie mediterrane Kräuter benötigt, wobei man dabei seinen eigenen Geschmack sprechen lassen kann. Gut geeignet sind beispielsweise Thymian, Majoran, Oregano sowie Chili. diese Gewürze werden in die sauberen Einmachgläser gegeben und mit dem Peperonisud übergossen. Dessen Herstellung ist identisch mit der klassischen Variante, nur dass der Essig gegen dieselbe Menge Salzlake ausgetaucht wird.

Mit Frischkäse

Nicht nur für Figurbewusste sind eingelegte und mit Frischkäse gefüllte Peperoni ein echter Gaumenschmaus. Sie eignen sich hervorragend als Antipasti oder als leichter Sommersnack, als Beilage zum Grillen oder zu frischem Baguette. Bei der Kalkulation der Zutaten sollte darauf geachtet werden, dass immer dieselbe Menge Peperoni und Frischkäse verwendet wird. Ansonsten werden lediglich ein wenig Salz sowie Schnitt- oder Knoblauch benötigt und ein wenig Olivenöl zum Einlegen.

  • Peperoni waschen und mit kochendem Wasser überbrühen
  • Nach etwa einer Minute mit kaltem Wasser abschrecken
  • Stiele abschneiden und vorsichtig Kerne und Innenhaut entfernen
  • Frischkäse mit kleingeschnittenem Schnittloch oder geriebenem Knoblauch vermischen
  • Mit einem Spritzbeutel die Käsemasse in die Peperoni spritzen
  • Schoten in Gläser füllen und bis fingerbreit unter den Rand mit Olivenöl auffüllen

Gegrillte Peperoni einlegen

Sehr lecker, jedoch auch ebenso arbeitsintensiv in der Herstellung sind eingelegte, gegrillte Peperoni. Bei diesem Rezept sollten möglichst rote, vollreife Schoten verwendet werden, um den sonnigen, mediterranen Geschmack zu bekommen.

Zutaten

500 g Peperoni
250 ml Olivenöl
125 ml Wasser
2 Knoblauchzehen
1 TL Pfefferkörner
Salz
Thymianzweige

Auch andere mediterrane Kräuter wie Basilikum oder Oregano können verwendet werden, wobei unbedingt darauf geachtet werden muss, dass keine Überwürzung stattfindet.

So geht´s!

  • Backofen auf 250° C vorheizen (Ober- und Unterhitze)
  • Peperoni halbieren
  • Kerne, Stiel und weiße Innenhaut entfernen
  • Halbe Schoten mit der Schnittstelle auf ein Backblech nehmen
  • In den Ofen schieben
  • Etwa 15-20 min dort belassen
  • Wenn die Haut der Peperoni anfängt, sich schwarz zu verfärben, Blech aus dem Ofen nehmen
  • Nasses Tuch auf die Schoten legen
  • 15 Minuten warten
  • Knoblauch in Scheiben schneiden
  • Haut der Peperoni entfernen
  • Schoten kleinschneiden (alternativ so lassen) und zusammen mit den Kräutern in saubere Gläser geben (bis etwa 2 cm unter den Rand)
  • Etwas Salz und Pfefferkörner hinzufügen
  • Wasser zum Kochen bringen
  • Öl erhitzen
  • Knoblauch etwa 2 Minuten blanchieren
  • In die Gläser geben
  • Gläser mit Öl auffüllen und fest verschließen

Nach etwa drei Tagen Ziehzeit haben die Peperoni ihr volles Aroma erreicht und können verzehrt werden.

Tipps & Tricks

  • Wer es nicht ganz so scharf haben möchte, sollte die Peperoni entkernen und ihnen die weiße Haut im Inneren entfernen.
  • Sind die Peperoni hingegen zu scharf, kann dem Sud ein wenig Honig beigefügt werden.
  • Je nach späterem Verwendungszweck kann es sinnvoll sein, Peperoni verschiedener Schärfegrade zu mischen oder getrennt einzulegen.
  • Wer immer nur kleine Mengen benötigt, sollte die Peperoni in möglichst kleinen Gläsern einlegen; einmal geöffnet sind sie nicht unendlich lange haltbar.

Video-Tipp der Redaktion: Peperoni einlegen

In folgendem Video wird schön erklärt, wie einfach sich die scharfen Schoten einlegen lassen:

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Was ist noch interessant für unsere Leser?

Diese Fragen stellen unsere Leser häufig:

Wie kann man Peperoni trocknen?

Da die Schoten zu groß zu eine Lufttrocknung sind und eher schimmeln als trocknen würden, sollte dies im Backofen geschehen. Hierfür reichen Temperaturen von 60° C aus.

Wann kann man Peperoni nach dem Einlegen essen?

Es wird empfohlen, die Schoten mindestens einen Monat lang durchziehen zu lassen, bevor man sie isst. So bekommen sie ein wunderbares, intensives Aroma.

Wo lagere ich in Öl eingelegte Peperoni?

Der beste Platz ist tatsächlich der Kühlschrank. Dort können sie bis zu vier Wochen aufbewahrt werden.

 

Symbolgraphiken: © Natasha Breen – stock.adobe.com; happyimages – stock.adobe.com; Cherries – stock.adobe.com; nkeskin – stock.adobe.com


• 31. Oktober 2021 • Kategorie: Gemüse

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