Paprika Anbau, Ernte und Aussaat – Anleitung

Paprika sowie seine „kleine, scharfe Schwester“, die Peperoni, ist ein allseits beliebtes und sehr vitaminreiches Gemüse. Erstaunlicherweise haben viele Hobbygärtner einen riesigen Respekt vor diesen Pflanzen und wagen es deswegen nicht, sie anzubauen. Dabei ist der Anbau von Paprika im eigenen Garten gar nicht so schwierig; diese Pflanzen benötigen nur genügend Platz, Licht und Luft.

Übrigens: es ist gar nicht mal so wichtig, wie hoch die Temperatur ist. Entscheidend für ein gutes Wachstum ist die Anzahl der warmen Tage…

Paprika – Steckbrief von Gartenbista:

Paprika Aussaat: der erste Schritt zur eigenen Ernte…

Den Samen, der für die Anzucht von Paprika benötigt wird, kann entweder im Fachhandel gekauft oder aber aus vorhandenen Schoten entfern, getrocknet und verwendet werden.

Bereits Mitte Februar können die Samen in Saatkästen in die Erde gebracht werden, allerdings müssen diese Behältnisse natürlich im Haus gehalten werden, und zwar an einem hellen, warmen Standort. Wenn sich erste Blätter an den jungen Pflänzchen zeigen, müssen sie pikiert werden – am besten gleich einzeln in große Töpfe.

360°-Video von der Paprika (Capsicum)

In diesem Gartenbista-Video zeigen wir Ihnen in einer 360°-Ansicht, wie die Paprika (Capsicum) ausschaut.

360°-Video von der Paprika (Capsicum) – Gartenbista-Videostudio, gedreht im Mai

360°-Video von der Chili (Capsicum)

In diesem Gartenbista-Video zeigen wir Ihnen in einer 360°-Ansicht, wie das Chili (Capsicum) aussieht.

360°-Video von der Chili (Capsicum)- Gartenbista-Videostudio, gedreht im Juni

Paprika – Anbau im eigenen Garten

Nach den Eisheiligen (Mitte Mai) können die Paprikapflanzen ins Freie gebracht werden, sofern die Temperaturen konstant über 5°C sind. Allerdings empfiehlt es sich, sie in ihren Töpfen zu lassen (dies gilt insbesondere für Peperoni). Als optimaler Standort ist die windgeschützte Südwand eines Gebäudes anzusehen, die sowohl Wärme speichert als auch Schutz vor Regen bietet. Dieser ist besonders wichtig, denn die Paprika- und Peperonipflanzen möchten zwar regelmäßig gegossen werden, aber nur im Wurzelbereich und nicht auf ihrem Blattwerk. Es ist anzunehmen, dass ein Regenschauer auf diese Wünsche nicht eingehen wird…

Wer seinen Paprika direkt in die Erde pflanzen möchte, sollte folgendes beachten:

  • Erde mit Mulchfolie bedecken, Schlitz machen, durch diesen die Paprikapflanze in die Erde bringen
  • Abstand zwischen den einzelnen Pflanzen 40-50 cm
  • Reihenabstand 50-60 cm

Königsblüte ausbrechen: diese Blüte sitzt in der Gabelung zwischen dem Haupttrieb und dem ersten Seitentrieb. Ihr Entfernen soll bewirken, dass ein höherer Ertrag erzielt wird.

Eine gelegentliche Gabe von Tomatendünger fördert den Ertrag.

Wann ist der beste Zeitpunkt zum Ernten?

Paprika und Peperoni stellen ihr Wachstum ein, sobald Temperaturen unter 17°C erreicht sind. Dann müssen sie ins Haus geholt und an einen warmen, hellen Standort gebracht werden (beispielsweise auf die Fensterbank), wo sie weiter gedeihen können.

Grüner Paprika ist immer unreif, aber selbstverständlich essbar. Im Gegensatz zu gelben oder roten Früchten hat er einen sehr herben Geschmack. Möchte man warten, bis die Schoten reif sind, muss ein Farbwechsel stattgefunden haben: von grün nach rot, gelb oder orange – je nach Sorte. Paprika und Peperoni bitte nicht einfach abreißen, sondern mit der Schere oder einem Messer abschneiden.

Paprika lagern

Paprika sollte keinesfalls im Kühlschrank gelagert werden. Eine Raumtemperatur von 10-12°C ist optimal für die Lagerung dieses Gemüses. Wer sehr viele Paprikaschoten hat, kann diese natürlich auch einfrieren (nach dem Auftauen sind sie allerdings schlapp und schmecken roh gar nicht mehr!) oder einkochen, um den ganzen Winter über davon zu zehren.

Graphik: © ermess-Fotolia.com


2 Kommentare

  1. Ich habe 1 Meter hohe Petersilie, die muss weg, aber solange Bienen da sind lasse ich sie stehen. Wann ist der Samen reif. Kann man sie im grünen Zustand schon trocknen, für die Aussaat im nächsten Jahr? LG Peter

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